Jugendheim (Klosterstraße)
Jugendheim | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1930 - 1931 | |||||||
| Erbauer | Arbeitersportbewegung | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | 1974 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Klosterstraße 7
26506 Norden | |||||||
Das Jugendheim an der Klosterstraße war ein Kinder- und Jugendheim, das am 27. Juli 1931 eingerichtet wurde. Es wurde von der sogenannten Arbeitersportbewegung, einer sozialistischen Sportbewegung, die in Deutschland von von 1893 bis 1933 existierte, unterhalten und ging aus der Zichorienfabrik von Ubbo Otten hervor.
Geschichte
Das Jugendheim wurde im Hauptgebäude der altehrwürdigen und überregional bekannten Zichorienfabrik Otten errichtet, die mindestens seit 1895 existierte.[1] Die Fabrik, die in ihren besten Jahren 22 Mitarbeiter hatte, ging in den 1920er Jahren ein, das Hauptgebäude wurde daraufhin 1930 von der Arbeitersportbewegung erworben und in weitestgehend ehrenamtlicher Basis restauriert.[2][3] Es war fortan als Jugendheim bekannt. Ein Nebengebäude der Zichorienfabrik wurde nach dem Erwerb durch die Stadt Norden im gleichen Jahr als Unterstellmöglichkeit für den wachsenden Fuhrpark genutzt. Das Feuerwehrhaus selbst wurde schließlich auf dem Grund ehemaliger Arbeiterwohnungen der Fabrik errichtet, die im Aussehen denen der Häuser am östlichen Burggraben ähnelten.[3]
Schon kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 wurde die sozialistische Arbeitersportbewegung von den neuen Machthabern zur Auflösung gezwungen. Das Jugendheim blieb zunächst bestehen, wurde jedoch kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs zu einer Konservenfabrik umgebaut.[3] Diese war unter den Namen Ulrich Sabarth über die Stadtgrenzen bekannt und zog nach dem Krieg auf das ehemalige Wehrmachtsgelände in Hage, wo sich heute die FIrma cwTec GmbH befindet.[4]
Nach dem Zweiten Weltkrieg fand hier wegen der durch den großen Flüchtlingszustrom stark gestiegenen Schülerzahlen ein Teil des Unterrichts der Gewerbeschule statt.[5] 1959 wurde das Nebengebäude durch neue Fahrzeughallen ersetzt, das Hauptgebäude wurde 1974 für den Bau der Feuerwehrtechnischen Zentrale abgebrochen.[4]
Galerie
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Das Jugendheim auf einer Postkarte von 1931. Oben links ist die alte Zichorienfabrik zu erkennen.
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Der Abriss des Jugendheims im Jahre 1974. Rechts ist das Alte Feuerwehrhaus zu erkennen.
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Bei den drei linken Hallen stand das besagte Nebengebäude, das Hauptgebäude befand sich am rechten Bildrand. Aufnahme vom 14. Februar 2009.
Einzelnachweise
- ↑ Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181
- ↑ 3,0 3,1 3,2 Freiwillige Feuerwehr Norden (1986): 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden, Norden, S. 18
- ↑ 4,0 4,1 Zeitzeugenbefragung vom 15. Oktober 2021
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 81