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Die '''Pestalozzischule''' (auch: ''Hilfsschule'', ''Förderschule'', ''Sonderschule'' sowie spöttisch ''Brettergymnasium'') wurde ursprünglich als Förderschule für lergegründet. Heute ist sie ein Nebengebäude der [[Conerus-Schule]], in dem die Altenpfleger ausgebildet werden.
Die '''Pestalozzischule''' (auch: ''Hilfsschule'', ''Förderschule'', ''Sonderschule'' sowie spöttisch ''Brettergymnasium'') wurde ursprünglich als Förderschule für lernschwächere Kinder gegründet. Heute ist sie ein Nebengebäude der [[Conerus-Schule]], in dem die Altenpfleger ausgebildet werden.


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Während des Krieges wurden die männlichen Lehrer [[Wilhelm Knieper]] und Herr Schade zum Kriegsdienst eingezogen. Ihre Vertretung wurde von einer Fräulein Biermann aus Osteel übernommen. Die Schulräume wurden jedoch größtenteils mit Kriegsbeginn vom Deutschen Roten Kreuz beschlagnahmt, die hier eine Rettungsstelle (provisorische Notaufnahme) einrichteten. In den Wintermonaten musste der Unterricht zudem oftmal wegen fehlenden Brennmaterials ausfallen.<ref name=":1" />
Während des Krieges wurden die männlichen Lehrer [[Wilhelm Knieper]] und Herr Schade zum Kriegsdienst eingezogen. Ihre Vertretung wurde von einer Fräulein Biermann aus Osteel übernommen. Die Schulräume wurden jedoch größtenteils mit Kriegsbeginn vom Deutschen Roten Kreuz beschlagnahmt, die hier eine Rettungsstelle (provisorische Notaufnahme) einrichteten. In den Wintermonaten musste der Unterricht zudem oftmal wegen fehlenden Brennmaterials ausfallen.<ref name=":1" />


Von April bis Juni 1945 diente die Schule als Nebengebäude des in der naheliegenden [[Zingelschule]] eingerichteten Lazaretts. 16 Wehrmachtshelferinnen, die für die Betreuung der Verwundeten zuständig waren, waren hier untergebracht. Der Unterricht konnte nur an der einzig freien Schule, der [[Marktschule]], durchgeführt werden.<ref name=":1" /> Da ein Teil der Räume auch 1946 bzw. 1947 noch nicht geräumt war, musste der Unterricht trotz Mangels an Lehrmaterial in der [[Gräfin-Theda-Schule]] fortgeführt werden. Erst im Februar 1947 konnte der Schulbetrieb am eigentlichen Standort wiederaufgenommen werden, jedoch gab es kein Heizmaterial. Erst ab dem 9. April 1947 konnte der reguläre Unterricht beginnen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 142</ref>  
Von April bis Juni 1945 diente die Schule als Nebengebäude des in der naheliegenden [[Zingelschule]] eingerichteten Lazaretts. 16 Wehrmachtshelferinnen, die für die Betreuung der Verwundeten zuständig waren, waren hier untergebracht. Der Unterricht konnte nur an der einzig freien Schule, der [[Marktschule]], durchgeführt werden.<ref name=":1" /> Da ein Teil der Räume auch 1946 bzw. 1947 noch nicht geräumt war, musste der Unterricht trotz Mangels an Lehrmaterial in der [[Gräfin-Theda-Schule]] fortgeführt werden. Erst im Februar 1947 konnte der Schulbetrieb am eigentlichen Standort wiederaufgenommen werden, jedoch gab es kein Heizmaterial. Erst ab dem 9. April 1947 konnte der reguläre Unterricht beginnen. An das Hauptgebäude wurde zudem eine Holzbaracke angebaut, um der Raumnot Herr zu werden.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 142</ref>  


Um 1960 trat die Bezeichnung "Sonderschule" an die Stelle der früheren Bezeichnung "Hilfsschule". Ab dem Schuljahr 1969/1970 lautete der Name der Schule offiziell "Sonderschule für Lernbehinderte". Seit 2003 bzw. 2004 lautet der Name "Förderschule". Spöttisch wird diese Schulform im Volksmund oftmals zudem "Brettergymnasium" genannt, da den Schülern vorgeworfen wird, ein sprichwörtliches Brett vor dem Kopf zu haben. Wegen Platzmangels wurde auch weiterhin auf die Räumlichkeiten der Baracke an der Schulstraße zurückgegriffen.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 143</ref>
Um 1960 trat die Bezeichnung "Sonderschule" an die Stelle der früheren Bezeichnung "Hilfsschule". Ab dem Schuljahr 1969/1970 lautete der Name der Schule offiziell "Sonderschule für Lernbehinderte". Seit 2003 bzw. 2004 lautet der Name "Förderschule". Spöttisch wird diese Schulform im Volksmund oftmals zudem "Brettergymnasium" genannt, da den Schülern vorgeworfen wird, ein sprichwörtliches Brett vor dem Kopf zu haben. Wegen Platzmangels wurde auch weiterhin auf die Räumlichkeiten der Baracke an der Schulstraße zurückgegriffen.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 143</ref>


Im Schuljahr 1964/1965 wurden die Klassen auf jeweils maximal 20 Schüler begrenzt. Zwischenzeitlich war die Schülerzahl auf 120 gestiegen. Nach der Verlängerung der Schulzeit auf neun Schuljahre erhöhte sich die Schülerzahl im Schuljahr 1967 auf 143 und die Klassenzahl auf sieben. Eine weitere Erhöhung der Schülerzahlen ging mit der Bildung eines Zweckverbandes der Stadt Norden und den umliegenden Gemeinden einher, was unter anderem die Zuweisung von Schülern für die Sonderschule aus dem gesamten Bereich vorsah. Daher begannen ab den 1980er Jahren die Pläne für einen Neubau zu reifen. Der Plan sah vor, die Hauptstufe der Sonderschule in das [[Schulzentrum Wildbahn]] zu integrieren, während die Grundstufe in der [[Grundschule Im Spiet]] eingebunden werden sollte. 1982 konnte das Vorhaben realisiert werden.<ref name=":2" />
Im Schuljahr 1964/1965 wurden die Klassen auf jeweils maximal 20 Schüler begrenzt. Zwischenzeitlich war die Schülerzahl auf 120 gestiegen. Nach der Verlängerung der Schulzeit auf neun Schuljahre erhöhte sich die Schülerzahl im Schuljahr 1967 auf 143 und die Klassenzahl auf sieben. Eine weitere Erhöhung der Schülerzahlen ging mit der Bildung eines Zweckverbandes der Stadt Norden und den umliegenden Gemeinden einher, was unter anderem die Zuweisung von Schülern für die Sonderschule aus dem gesamten Bereich vorsah. Daher begannen ab den 1980er Jahren die Pläne für einen Neubau zu reifen. Der Plan sah vor, die Hauptstufe der Sonderschule in das [[Schulzentrum Wildbahn]] zu integrieren, während die Grundstufe in der [[Grundschule Im Spiet]] eingebunden werden sollte. 1982 konnte das Vorhaben realisiert werden.<ref name=":2" />
Heute gehört die Pestalozzischule als Nebengebäude zur naheliegenden [[Conerus-Schule]]. Hier werden die Altenpflegeschüler schulisch ausgebildet.<ref>[https://bbsnorden.de/ Internetseite der Conerus-Schule Norden], abgerufen am 18. Mai 2021</ref> In der angebauten Baracke hat der 1981 gegründete [[Modelleisenbahnclub Norden]] seinen Vereinssitz.<ref>[http://www.mec-norden.de/Der-Verein/ Internetseite des MEC Norden], abgerufen am 18. Mai 2021</ref>


== Schulleiter ==
== Schulleiter ==
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|seit 1978
|seit 1978
|[[Hermann Harms]]
|[[Hermann Harms]]
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== Schülerzahlen ==
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!Schuljahr
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|1921
|23
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|1923
|38
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|1925
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|um
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==Literatur==
==Literatur==