Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 27: Zeile 27:
__TOC__
__TOC__
==Name==
==Name==
Mit dem Ausdruck ''Tief,'' niederdeutsch ''Deep,'' bezeichnet man ganz allgemein (beschränkt auf das Gebiet der östlichen Südküste der Nordsee vom IJsselmeer bis an die Unterweser) ein in der Regel ursprünglich natürliches Fließgewässer in Meeresnähe, dessen Gewässersohle insgesamt oder großenteils unter dem mittleren Meeresspiegel liegt. Die Bezeichnung des Wasserlaufes des heutigen Norder Tiefs von der Stadt bis zur (ehemaligen) Mündung in die Leybucht als ''Ley'' oder ''Lei'' ist deutlich älter. Auch hier handelt es sich im Kern um einen allgemeinen Gattungsbegriff, abgeleitet vom urgermanischen Begriff ''*laid-eja'', altfriesisch ''leda, "in Bewegung bringen, leiten"'', womit man ein schiffbares Gewässer bezeichnet hat (vgl. auch den Namen des Flusses Leda, belegt im 9. Jh. als ''Lade'', der bei Leer in die Ems mündet). Der Ausfall des ''d'' nach dem Tonvokal ist eine häufige Erscheinung im [[Plattdeutsch|Niederdeutschen]]. Die [[Leybucht]] erhielt ihren Namen nach den schweren mittelalterlichen Sturmfluten analog als "''Wassereinbruch in die Leide, in die Ley''".
Mit dem Ausdruck ''Tief,'' niederdeutsch ''Deep,'' bezeichnet man ganz allgemein (beschränkt auf das Gebiet der östlichen Südküste der Nordsee vom IJsselmeer bis an die Unterweser) ein in der Regel ursprünglich natürliches Fließgewässer in Meeresnähe, dessen Gewässersohle insgesamt oder großenteils unter dem mittleren Meeresspiegel liegt. Die Bezeichnung des Wasserlaufes des heutigen Norder Tiefs von der Stadt bis zur (ehemaligen) Mündung in die Leybucht als ''Ley'' oder ''Lei'' ist deutlich älter. Auch hier handelt es sich im Kern um einen allgemeinen Gattungsbegriff, abgeleitet vom urgermanischen Begriff ''*laid-eja'', altfriesisch ''leda, "in Bewegung bringen, leiten"'', womit man ein schiffbares Gewässer bezeichnet hat (vgl. auch den Namen des Flusses Leda, belegt im 9. Jh. als ''Lade'', der bei Leer in die Ems mündet). Der Ausfall des ''d'' nach dem Tonvokal ist eine häufige Erscheinung im Niederdeutschen. Die [[Leybucht]] erhielt ihren Namen nach den schweren mittelalterlichen Sturmfluten analog als "''Wassereinbruch in die Leide, in die Ley''".


==Abschnitte==
==Abschnitte==