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Im Jahr 1773 wird die [[Ölmühle|Öl- und Peldemühle]] am [[Ölmühlenweg]] erbaut. Bis auf den fehlenden Mühlenkopf ist das Gebäude bis heute erhalten. In früheren Jahren wurde hier aus Rapssamen Öl gepresst. 1794 bis 1796 treibt die [[Norder Fehngesellschaft]] den Bau des [[Fehnkanal|Fehnkanals]] voran, auf dem Schiffe von [[Norderfehn]] (heute: Berumerfehn) nach Norden verschifft wurden. In [[Nadörst]] befand sich hierzu ein Umschlaghafen. Der Bau war notwendig um die in Norderfehn abgebauten Torfmengen befördern und die Moorkolonisten versorgen zu können. Erst 1938 wurde die Torfversorgung über den Fehnkanal eingestellt.
Im Jahr 1773 wird die [[Ölmühle|Öl- und Peldemühle]] am [[Ölmühlenweg]] erbaut. Bis auf den fehlenden Mühlenkopf ist das Gebäude bis heute erhalten. In früheren Jahren wurde hier aus Rapssamen Öl gepresst. 1794 bis 1796 treibt die [[Norder Fehngesellschaft]] den Bau des [[Fehnkanal|Fehnkanals]] voran, auf dem Schiffe von [[Norderfehn]] (heute: Berumerfehn) nach Norden verschifft wurden. In [[Nadörst]] befand sich hierzu ein Umschlaghafen. Der Bau war notwendig um die in Norderfehn abgebauten Torfmengen befördern und die Moorkolonisten versorgen zu können. Erst 1938 wurde die Torfversorgung über den Fehnkanal eingestellt.


Wie aus einer amtlichen Statistik des Königreichs Hannover - zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte - aus dem Jahre 1871 hervorgeht, waren die beiden Süderneulander Siedlungen spätestens seit 1871 offiziell getrennt. So wird hier die Bezeichnungen ''Erste Süderneulander Bauerschaft'' für [[Süderneuland I]] in Abgrenzung zu Süderneuland II als ''Zweite Süderneulander Bauerschaft'' verwendet. Spätestens jetzt, aber wahrscheinlich bereits unter den seit 1744 herrschenden Preußen, werden die Grenzen festgelegt worden sein. Während Süderneuland I alle ab 1556 gewonnenen [[Polder]] bis zur Grenze zum [[Süder-Charlottenpolder]] einschließlich des [[Leegemoor|Leegemoors]] umfasste, bestand Süderneuland II nun auch amtlich aus den Gebieten entlang des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] und dem [[Leegeland]].
Von 1821 bis 1823 kartografierte das Königreich Hannover einen Teil seines Landes. Wenngleich Ostfriesland nicht dazu zählte, taucht in dieser Zeit erstmals die amtliche Trennung von [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]] wie auch [[Süderneuland I]] und Süderneuland II auf. Offenkundig stand die Trennung dieser bis dahin jeweils zusammengehörenden Gemeinden im Zusammenhang mit Bestrebungen zur Vereinheitlichung von Fläche und Größe der einzelnen Gliedgemeinden im Land. Die nun entstandenen Gemeinden hatten jeweils eine annähernd gleiche Größe und Bevölkerungszahl. Während Süderneuland I alle ab 1556 gewonnenen [[Polder]] bis zur Grenze zum [[Süder-Charlottenpolder]] einschließlich des [[Leegemoor|Leegemoors]] umfasste, bestand Süderneuland II nun auch amtlich aus den Gebieten entlang des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]] und dem [[Leegeland]].


Das Jahr 1846 gilt als das Gründungsjahr der ehemaligen Firma [[Wagenbau Stilkenboom|Stilkenboom]]. Sie entwickelte sich zu einem überregional bekannten Wagenbauunternehmen. Produziert wurden unter anderem Wattwagen, die Inselbesucher vom ankernden Schiff zur Insel brachten und Raketenwagen, die der Seenotrettung dienten.
Das Jahr 1846 gilt als das Gründungsjahr der ehemaligen Firma [[Wagenbau Stilkenboom|Stilkenboom]]. Sie entwickelte sich zu einem überregional bekannten Wagenbauunternehmen. Produziert wurden unter anderem Wattwagen, die Inselbesucher vom ankernden Schiff zur Insel brachten und Raketenwagen, die der Seenotrettung dienten.
Von 1821 bis 1823 kartografierte das Königreich Hannover einen Teil seines Landes. Wenngleich Ostfriesland nicht dazu zählte, taucht in dieser Zeit erstmals die amtliche Trennung von [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]] wie auch [[Süderneuland I]] und Süderneuland II auf. Offenkundig stand die Trennung dieser bis dahin jeweils zusammengehörenden Gemeinden im Zusammenhang mit Bestrebungen zur Vereinheitlichung von Fläche und Größe der einzelnen Gliedgemeinden im Land. Die nun entstandenen Gemeinden hatten jeweils eine annähernd gleiche Größe und Bevölkerungszahl.


1883 wurde die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] von Emden nach Norden und später auch nach Esens ([[Ostfriesische Küstenbahn]]) und [[Norddeich]] erschlossen. Süderneuland II hatte damals in [[Nadörst]] einen [[Bahnhof Nadörst|eigenen Bahnhof]], auf den nur noch das erhaltene Schrankenwärterhaus und der [[Bahnhofsweg]] hinweisen.
1883 wurde die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnstrecke]] von Emden nach Norden und später auch nach Esens ([[Ostfriesische Küstenbahn]]) und [[Norddeich]] erschlossen. Süderneuland II hatte damals in [[Nadörst]] einen [[Bahnhof Nadörst|eigenen Bahnhof]], auf den nur noch das erhaltene Schrankenwärterhaus und der [[Bahnhofsweg]] hinweisen.