Haus Monsieur: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Geschichte==
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Das Gebäude wurde frühestens nach 1617 errichtet, da sich hier zuvor der das Grundstück mit einschließende Vorgängerbau des [[Engenahof|Engenahofs]] befand. Erstmals erwähnt wird das Haus mit seinem bis heute erhaltenen Namen im Norder Bürgerbuch am 2. Dezember 1642. 1694 wird das durch [[Jean Rogeau Wermelskirchen]], dem Sohn des Erbauers und Namensgebers [[Jacobus Wermelskirchen|Monsieur Wermelskirchen]], der [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden|reformierten Gemeinde]] als Pfarrhaus vermacht, da sein Vater dies so testamentarisch vor seinem Tode verfügte.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 30</ref><ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 98</ref>
Das Gebäude wurde frühestens nach 1617 errichtet, da sich hier zuvor der das Grundstück mit einschließende Vorgängerbau des [[Engenahof|Engenahofs]] befand. Erstmals erwähnt wird das Haus mit seinem bis heute erhaltenen Namen im Norder Bürgerbuch am 2. Dezember 1642.<ref name=":1" /> Eine weitere Erwähnung findet sich im Jahre 1654.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 47</ref>
 
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Historisch gehörte das Grundstück des Haus Monsieur, wie auch die später errichtete [[Holzhandlung Frericks]], zum [[Engenahof]]. Die Familie Wermelskirchen war wahrscheinlich mit [[Erhard Lüppena]], Erbauer des vorgenannten Gebäudes verwandt und könnte so an das Grundstück in begehrenswerter Lage gelangt sein.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 30</ref>
== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Der zweigeschossige, traufständige Putzbau weist ein Satteldach auf. Die Fensterrahmungen und Gesimsbänder sind plastisch ausgebildet. Der Name "Haus Monsieur" steht noch heute auf einem Schild neben der Eingangstür.
Der zweigeschossige, traufständige Putzbau weist ein Satteldach auf. Die Fensterrahmungen und Gesimsbänder sind plastisch ausgebildet. Der Name "Haus Monsieur" steht noch heute auf einem Schild neben der Eingangstür.

Version vom 15. September 2021, 20:39 Uhr

Haus Monsieur

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Basisdaten
Entstehungszeit zw. 1617 und 1642
Erbauer Jacobus Wermelskirchen
Bauweise verputzter Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Markt 11

26506 Norden

Haus Monsieur, Am Markt 11, am 8. April 2003.

Das Haus Monsieur ist ein denkmalgeschütztes Gebäude am südöstlichen Marktplatz. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum ebenfalls denkmalgeschützten Engenahof. Das Grundstück gehörte historisch zu diesem.

Geschichte

Das Gebäude wurde frühestens nach 1617 errichtet, da sich hier zuvor der das Grundstück mit einschließende Vorgängerbau des Engenahofs befand. Erstmals erwähnt wird das Haus mit seinem bis heute erhaltenen Namen im Norder Bürgerbuch am 2. Dezember 1642.[1] Eine weitere Erwähnung findet sich im Jahre 1654.[2]

1694 wird das durch Jean Rogeau Wermelskirchen, dem Sohn des Erbauers und Namensgebers Jacobus "Monsieur" Wermelskirchen, der reformierten Gemeinde als Pfarrhaus vermacht, da sein Vater dies so testamentarisch vor seinem Tode verfügte.[1][3] So soll auch weiterer Familienbesitz an verschiedene Norder Bürger gelangt sein. Pastor Rösing soll demnach eine Bibel mit silbernem Verschluss erhalten, der Kantor Rose sechs Taler geerbt haben. Auch

Historisch gehörte das Grundstück des Haus Monsieur, wie auch die später errichtete Holzhandlung Frericks, zum Engenahof. Die Familie Wermelskirchen war wahrscheinlich mit Erhard Lüppena, Erbauer des vorgenannten Gebäudes verwandt und könnte so an das Grundstück in begehrenswerter Lage gelangt sein.[4]

Beschreibung

Der zweigeschossige, traufständige Putzbau weist ein Satteldach auf. Die Fensterrahmungen und Gesimsbänder sind plastisch ausgebildet. Der Name "Haus Monsieur" steht noch heute auf einem Schild neben der Eingangstür.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 30
  2. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 47
  3. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 98
  4. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 30

Siehe auch