Ludwig Kimme (* 7. April 1907 in Holtriem; † 3. September 1984 in Norden)[1][2] war ein Norder Milchkaufmann und Heimatdichter.
Durch Heirat war er mit der wohlhabenden Marschbauernfamilie Bengen verwandt, gemeinsam mit seiner Frau Getrud wohnte er an der Bahnhofstraße 31. Das Gebäude wurde von der Familie Bengen, wie die meisten größeren Häuser an der Bahnhofstraße, ursprünglich als Stadtsitz erbaut. Aus Holtriem, wo 1934 noch sein Sohn Hinrich Kimme geboren wurde und die Familie eine Mühle betrieb, zog er nach Norden.
Kimme verfasste zahlreiche Gedichte über Ostfriesland und stiftete seiner Wahlheimat eine hölzerne Brücke über den Berumerfehnkanal, die nach ihm Lukim-Brücke genannt wurde und bis zu ihrem Abbau im Zuge der Bauarbeiten zur Umgehungsstraße im Februar 2008 ein beliebter Überweg für Fußgänger und Fahrradfahrer in das Tidofelder Holz war.[2][3]
Kimme verstarb 1984 im Alter von 77 Jahren. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Parkfriedhof in Ostlintel.[1] Das Haus an der Bahnhofstraße befindet sich noch heute im Besitz der Familie Kimme.
Sonstiges
Die Familie Kimme stammt ursprünglich aus dem Rheinland.
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Grabstein des Ludwig Kimme auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 18. Januar 2022
- ↑ 2,0 2,1 Biographische Daten zu Ludwig Kimme, abgerufen am 18. Januar 2022
- ↑ Zeitzeugenbefragung vom 17. Januar 2022