Gotteskammer war im niederdeutschen Raum im Mittelalter und später die Bezeichnung für ein kirchliches Armenhaus.
In der Diakonie oder dem Institut der Fremden Armen gab es Gooskammern oder Gotteskammern, in denen arme Witwen untergebracht waren. Die Norder Gotteskammern befanden sich unter anderem in der Sielstraße (belegt für 1560), am Burggraben (zwei Gotteskammern; 1646) und in der Kirchstraße. Die Häuser am Burggraben und in der Kirchstraße waren Stiftungen des adeligen Familiensitzes Osterhaus.[1][2]