AWO Norden

Version vom 10. September 2021, 07:18 Uhr von Ostfriesenlord (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Heimat- und Teemuseum== |- ! colspan="2" |Basisdaten |- |Gründung |um 1950 |- |…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Heimat- und Teemuseum

Basisdaten
Gründung um 1950
Auflösung -
Rechtsform Museum
Hauptsitz Schulstraße 71

26506 Norden

Die AWO Norden (offiziell: Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Norden e.V.) ist der für den Altkreis Norden zuständige Kreisverband. Er hat seinen Sitz Am Zingel.

Geschichte

Die Entwicklung des Norder Kreisverbands ist eng verknüpft mit der Geschichte der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland, die ihren Anfang im Jahre 1919 nahm. Kurz nach dem Ende des Erster Weltkrieg litt ein Großteil der Bevölkerung in bitterer Armut, die vor allem in den Folgen des Krieges und der politischen Wirren der Nachkriegszeit begründet waren. Das Sozialnetz war kaum bzw. nur schlecht ausgebaut und insbesondere für Kriegsversehrte war es kaum möglich, eine Arbeit zu finden. Im genannten Jahr gründete Marie Juchacz einen sogenannten Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt (kurz: AWO) als Organisation innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).[1]

Ziel war es, Not zu lindern, im Besonderen durch Hilfe zur Selbsthilfe, zum Beispiel in Nähstuben, Werkstätten und Beratungsstellen, aber auch durch den Einsatz von Suppenküchen. Gleichzeitig setzte sich die AWO ebenfalls dafür ein, dass die Gesellschaft die Interessen der Arbeiterschaft wahrnimmt und die Wohlfahrtspflege endlich nicht mehr den Gedanken von Fürsorge und Almosen trägt, sondern als Anrecht jedes Einzelnen professionalisiert wird. Dieses führte und führt immer zu einer ständigen Wechselwirkung zwischen praktischer Hilfe und dem Kampf um eine gerechte Wohlfahrts- und Sozialpolitik. In den folgenden Jahren wuchsen die Tätigkeiten der AWO stetig an: Kinder- und Mütterschutz, Altenhilfe, Erholungsmaßnahmen für Kinder, die ersten eigenen Häuser wurden gekauft und feste Einrichtungen gegründet. Fortbildungen für ehrenamtlich Tätige wurden durchgeführt und 1928 wurde die erste eigene Schule für Sozialarbeit eröffnet.[1]

Nach Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde die AWO wohl auch wegen ihrer Nähe zum demokratischen Sozialismus zerschlagen. Das gesamte Vermögen, die Heime und Einrichtungen wurden beschlagnahmt und führende Köpfe waren der Verfolgung und Repression ausgesetzt. Erst 1946 gründete sich die AWO wieder neu, diesmal nicht als Vereinigung innerhalb der SPD, sondern als eigenständiger Verband. Die Probleme waren ähnlich derer, die bei der Erstgründung 1919 bestanden: Hunger, Wohnungslosigkeit, Flüchtlingselend. Die Erfahrung half den ehrenamtlichen Helfern, einen schnellen Aufbau zu bewältigen, um auf nahezu allen Gebieten der sozialen Arbeit den Bedürftigen Unterstützung zu geben.[1]

Heute ist die AWO mit seinen Bewohnern eine große Gemeinschaft mit zahlreichen sozialen Diensten und Aufgaben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Altenpflege. Das größte Heim der AWO befindet sich auf dem Grund des alten Klosters Marienthal, weshalb die Anlage dort auch als Wohnanlage Marienthal bezeichnet wird. Das Gelände wird seit jeher für die Hilfe am Menschen genutzt. In Seniorenclubs werden die Mitmachenden gemeinsam aktiv und treffen sich zum Teenachmittag oder Singen, für einen Ausflug oder reden einfach nur miteinander. Darüber hinaus betreibt die AWO mehrere Kindergärten bzw. -tagesstätten im Altkreis Norden sowie ein Mutter-Kind-Kurheim an der Tunnelstraße in Norddeich. Mit seinem umfangreichen Tätigkeitsspektrum ist die AWO zugleich einer der größten Anbieter für ehrenamtliche Tätigkeiten und Bundesfreiwilligendienste.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Geschichte der Arbeiterwohlfahrt, abgerufen am 10. September 2021

Siehe auch