Ulfert Rühaak

Aus Norder Stadtgeschichte
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Ulfert Rühaak (* 23. November 1874 in Norden; † 1. März 1960 ebenda)[1][2] war ein Norder Bauunternehmer und Ratsherr (Senator).

Rühaak wurde als Sohn des Ulfert Dirks und dessen Ehefrau Jantje Focken Boomgarden, als jüngstes von acht Kindern in Norden geboren. Er heiratete 1898 Alide Amalie Mülder aus Grimersum. Gemeinsam mit ihr erfolgte bald darauf der Umzug nach Juist. Als erfolgreicher Zimmermeister und Bauunternehmer wurde er in Juist durch viele Hotelbauten (die Juister Schule und die Renovierung des Kurhauses) bekannt. Um Materialkosten zu sparen betrieb er eigens eine kleine Reederei von den Niederlanden aus.[2]

1910 kam Ulfert Rühaak mit seiner Familie nach Norden zurück. Hier ließ er an der Feldstraße 18 eine prächtige Stadtvilla bauen. Nach dem Ersten Weltkrieg kaufte er zahlreiche Grundstücke im Gebiet zwischen dem Spiet und dem Westlinteler Weg und ließ diese bebauen. Die von Ihm gebauten Häuser haben meist einen kleinen Vorbau (Erker). Ein solches Haus steht beispielsweise an der Otto-Leege-Straße (1931 – Wohnhaus) und an der Johann-Christian-Reil-Straße. Die Mehrfamilienhäuser waren viereckige, zweigeschossige Häuser (Johann-Christian-Reil-Straße 1 und Johann-Christian-Reil-Straße 10). Da einige Norder Bauunternehmer mit Ulfert Rühaak verschwägert waren (Baugeschäft Burmann und Roolfs), ließ er sie nach seinem Baustil errichten.[2]

Ulfert Rühaak war auch im Norder Rat einige Jahre als Senator (um 1926) tätig und hat viel Gutes für Norden erreicht. Er starb im hohen Alter von 85 Jahren in Norden. Seine Frau folgte ihm am 20. Dezember 1965 mit 92 Jahren. Auch sie verstarb in Norden.[2]

Einzelnachweise

  1. Grabstein des Ulfert Rühaak auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 8. Oktober 2022
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Genealogische Aufzeichnungen der Familie Rühaak, zur Verfügung gestellt von Hans-Günter Rühaak

Siehe auch