Julius Meyer (* 1817 in Bohmte;[1] † 1863 in Norden) war ein bekannter Norder Unternehmer. Er gründete die nach ihm benannte Firma Julius Meyer & Co., die 1848 die Osterburg und das dazugehörige Gelände erwarb und hier ein Eisenwerk errichtete, das als Eisenhütte bis heute eine Bekanntheit hat.
Neben der Eisenhütte in Norden soll er auch Besitzer einer weiteren in Beckerode (Ortsteil von Hagen am Teutoburger Wald) gewesen sein. Zwischen 1840 und 1846 war er zudem Geschäftsführer der Eisenhütte Holte bei Osnabrück sowie Mitbegründer des Hütten- und Bergwerksvereins von Georgsmarienhütte bei Osnabrück. Den Standort Norden wählte er seinerzeit als Ort für das Eisenwerk aus, da der Norder Hafen seinerzeit über gute Schiffsanbindungen mit England, seinerzeit eine Eisen- und Stahlhochburg, unterhielt. Dies war jedoch mehr Zufall, denn Meyer verweilte in Norden, als er auf der Durchreise nach Norderney war.[2]
Unter Branchenkennern wird Meyer zu den interessantesten Gründerzeitpersönlichkeiten der deutschen Eisenindustrie. Die Produkte der Norder Eisenhütte gehören zu den Exoten unter den historischen Gusseisenöfen. Die Firma war besonders für seine qualitativ hochwertigen und detailreichen Produkte bekannt.
Einzelnachweise
- ↑ Heimatverein Hagen am Teutoburger Wald, abgerufen am 4. Juni 2021
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S 111
Quellenverzeichnis
- Eintrag im Bundesarchiv
- Internetseite des Deutschen Eisenofenmuseums, abgerufen am 18. Februar 2021