Gastmarscher Siel

{{#multimaps: Title = Gastmarscher Siel Text = Ehemaliges Siel in Westermarsch I center = 53.580746641633525, 7.180504336998429 circle = 53.57633467114125, 7.189260046479783 :30 circle = 53.580746641633525, 7.180504336998429 :30 circle = 53.586163204547674, 7.173018251068694 :30 zoom = 15 width = 300px height = 300px

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Basisdaten
Entstehungszeit 1758 (1347; 1551; 1583)
Erbauer Sielacht
Bauweise Siel
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Hansweg 5

26506 Norden

Das Gastmarscher Siel (auch: Gaster Siel) gehört zu den ältesten Sielen im Stadtgebiet. Es wurde letztmalig 1582/1583 neu erbaut und erscheint erstmals urkundlich im Jahre 1589 als Gaster Siel. 1594 wird es Gastersyhl genannt, 1756 erstmals in seiner heutigen Schreibweise. 1787 findet sich die Bezeichnung Gastmarscher-Syhl und 1791 Alt- und Gastmarscher Siel. Seit 1781 ist die heutige Schreibweise amtlich.[1] 1758 wird das bis dahin hölzerne Siel durch einen steinernen Bau ersetzt.[2] Der Name Gastmarscher Siel ergibt sich aus der Bezeichnung Gastmarsch für die Grenzregion zwischen Geest (Gaste) und Marsch. Das umliegende Rott wird bzw. wurde daher auch Gastmarscher Rott genannt.

Da die Deichlinie (Süderdeich) südlich der Westermarsch dreifach nach Süden verlegt wurde, hat sich entsprechend auch die Lage sowohl des Gastmarscher Rotts als auch des Siels - wie auch beim Altmarscher Siel - verändert. Das erste Gastmarscher Siel war von etwa 1347 bis 1551 in Gebrauch, das zweite von 1551 bis 1583 und das dritte von 1583 bis 1929 (Bau des Leybuchtsiels).[3] Unmittelbar südwestlich vom dritten Altmarscher Siel Siel befand sich das Sielhaus. An der Stelle des ersten Siels befindet sich heute die Langhauser Brücke.

Wie die meisten größeren Siele hatte auch das Gastmarscher Siel eine kleine Anlegestelle für Boote. Diese wurde infolge der zunehmenden Verschlickung des Norder Tiefs, das in diesem Bereich auch Gastmarscher Tief genannt wird, immer häufiger dazu genutzt, schwere Waren wie beispielsweise Holz von den Schiffen zu laden, bevor diese den Norder Hafen anfuhren.[4] Damit wollte man verhindern, dass diese zu tiefen Seegang haben und sich dadurch festfuhren.

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript
  2. Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 76
  3. Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 50
  4. Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 83

Siehe auch