Conerus-Schule | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1960 | |||||||
| Erbauer | Landkreis Norden | |||||||
| Bauweise | Ziegelsteinbau u.a. | |||||||
| Entwidmung | - | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Schulstraße 55
26506 Norden | |||||||
Die Conerus-Schule (ehemals: "Berufsbildende Schulen Norden"; kurz "BBS Norden") ist die für den Altkreis Norden zuständige Berufsbildende Schule. Ihre Ursprünge sind in der Zeit um 1829 zu suchen, als der Namensgeber Peter Friedrich Conerus die erste Gewerbeschule im Königreich Hannover, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte, an der Kleinen Mühlenstraße errichtete.
Geschichte
- siehe auch: Geschichte der Norder Gewerbeschule
Nachdem die Schülerzahlen während des Zweiten Weltkriegs sanken, zogen sie nach Kriegsende wieder deutlich an. An unterschiedlichen Gebäuden, wie zum Beispiel am Jugendheim in der Klosterstraße fand nun der Unterricht statt. Erst 1954 wurde seitens der Behörden der Beschluss für einen Neubau gefasst. Berufsschuldirektor Conrad Heeren fasste 1955 zusammen, dass nun "zum dritten Male die Hoffnung" besteht, dass "dem Berufsschulwesen in Norden endlich eine würdige Schule gebaut wird, die als Bildungssstätte für die gesamte werktätige Jugend dienen kann." Doch erst fünf Jahre später begann der Bau, das alte Schulgebäude in der Schulstraße wurde im selben Jahr abgebrochen.[1]
Nachfolgend wurde in der Schule neben dem klassischen Unterricht auch weitere Schulformen angeboten, so etwa von 1971/1972 bis 1980 die Berufsaufbauschule (BAS Wirtschaft/Technik), in der seinerzeit befähigte Realschulabsolventen die Möglichkeit hatten, sich in Abendkursen fortzubilden, zum Beispiel für ein Studium an einer Fachhochschule. Ab 1975 gab es die Fachoberschule Technik (FOS-T) und Wirtschaft (FOS-W).[1] Von 1977 bis 1983 existierte die Höhere Handelsschule. Seit 1978 bzw. 1980 gibt es das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) sowie das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Ab 1989/1990 richtete man die Berufsschulfachklassen (BFS) mit den Schwerpunkten Informatik und Sozialpflege sowie die Berufsfachschulen Wirtschaft und Altenpflege ein. Letztere befinden sich seitdem in der Pestalozzischule. Zum 1. August 1994 wurde ein Fachgymnasium Wirtschaft (FGW) eingeführt, wo seitdem die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben werden kann.[2]
Erstmalig hielt die Digitalisierung bzw. Elektronische Datenverarbeitung im Jahr 1992 Einzug in die Schule.[2] Seit 1998 verfügt die Schule über einen Zugang zum Internet.[3]
Im Jahre 2008 wurde die BBS Norden durch den Kreistag des Landkreises Aurich mit dem Namen Conerus-Schule benannt. Auch der denkmalgeschützte Conerusspeicher an der Heringstraße, ein dreigeschossiges Speichergebäude aus Backsteinen mit originalen Holzbalkendecke, wurde 1808 von ihm erbaut und nach ihm benannt. Die anliegende Lohne wurde später ebenfalls ihm zu Ehren benannt.[4] Die Umbenennung der Schule dürfte nicht zuletzt auch auf Initiative von Gerhard Canzler zurückzuführen sein, der dies ausdrücklich in seinem Buch "Die Norder Schulen" aus dem Jahr 2005 forderte.[5]
Schuldirektoren
| Zeitraum | Vollständiger Name |
|---|---|
| 1946 - 1965 | Conrad Heeren |
| 1965 - 1969 | Willi Schlüter |
| 1969 - 1970 | vakant |
| 1970 - 1977 | Herbert Ahting |
| 1977 - 1978 | vakant |
| 1978 - 1996 | Johann Conring |
| 1996 - 2013 | Roger Scheweling |
| 2013 - heute | Volker Cammans |
Literatur
- Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 76-84
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 81
- ↑ 2,0 2,1 Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 82
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 84
- ↑ Internetseite der BBS Norden, abgerufen am 10. Mai 2021
- ↑ Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 76