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==Geschichte==
==Geschichte==
Mit der Eindeichung von [[Neuwesteel]] war es notwendig geworden, dieses neu gewonnene Land entwässern zu können. Der offene Zugang stand einer wirkungsvollen Entwässerung entgegen und barg zudem immer wieder die Gefahr von Sturmfluten an diesen küstennahen Regionen. Das Norder Tief war zudem im Laufe der Jahre so verschlickt, dass es zu einem akuten Binnenwasser-Notstand kam. Trotz widerstreitender Interessen mit der Stadt Norden, die mit dem Bau des Siels ihren Zugang zum offenen Meer verlor, wurde der Bau in den späten 1920er Jahren begonnen und schließlich 1929 fertiggestellt. In dem großen Sammelbecken vor dem Siel wurde eine kleine Insel, die heute auch als [[Leypolder]] bezeichnet wird, übergelassen. Vermutlich, um den Wasserstrom besser regulieren zu können.
Mit der Eindeichung von [[Neuwesteel]] war es notwendig geworden, dieses neu gewonnene Land entwässern zu können. Der offene Zugang stand einer wirkungsvollen Entwässerung entgegen und barg zudem immer wieder die Gefahr von Sturmfluten an diesen küstennahen Regionen. Das Norder Tief war zudem im Laufe der Jahre so verschlickt, dass es zu einem akuten Binnenwasser-Notstand kam. Trotz widerstreitender Interessen mit der Stadt Norden, die mit dem Bau des Siels ihren Zugang zum offenen Meer verlor, wurde der Bau in den späten 1920er Jahren begonnen und schließlich 1929 fertiggestellt. In dem großen Sammelbecken vor dem Siel wurde eine kleine Insel, die heute auch als [[Insel Leypolder]] bezeichnet wird, übergelassen. Vermutlich, um den Wasserstrom besser regulieren zu können.


Um das Wasser besser ableiten zu können, wurde das Siel im Jahr 1962 um ein Schöpfwerk erweitert. Durch die hierdrin befindlichen Turbinenpumpen konnte das Wasser fortan wesentlich effektiver abgeleitet werden. Die letzte Nordsee-Flut erreichte den [[Norder Hafen]] im Juli 1929. Anschließend waren alle Sielbauwerke zwischen Norden und Leybuchtsiel ebenso überflüssig wie die Deiche zu beiden Seiten des Norder Tiefs, das seitdem ein Binnengewässer ist. Die ausreichende Entwässerung des [[Norderland|Norderlandes]] war aber nur bis in die 1950er Jahre durch das Leybuchtsiel zu gewährleisten, weil die Leybucht und damit auch der Rest vom Norder Tief immer weiter verlandete. Der erneute Wassernotstand wurde mit dem Bau eines Schöpfwerkes neben dem Siel behoben, das 1962 in Betrieb ging. Seitdem können bis zu 45 m³ Wasser pro Sekunde abgepumpt (geschöpft) werden, so dass auch dann, wenn mehr Regen fällt als gesielt werden kann, die Binnenentwässerung für das 24.000 ha große Zuständigkeitsgebiets des Entwässerungsverbandes gewährleistet ist.
Um das Wasser besser ableiten zu können, wurde das Siel im Jahr 1962 um ein Schöpfwerk erweitert. Durch die hierdrin befindlichen Turbinenpumpen konnte das Wasser fortan wesentlich effektiver abgeleitet werden. Die letzte Nordsee-Flut erreichte den [[Norder Hafen]] im Juli 1929. Anschließend waren alle Sielbauwerke zwischen Norden und Leybuchtsiel ebenso überflüssig wie die Deiche zu beiden Seiten des Norder Tiefs, das seitdem ein Binnengewässer ist. Die ausreichende Entwässerung des [[Norderland|Norderlandes]] war aber nur bis in die 1950er Jahre durch das Leybuchtsiel zu gewährleisten, weil die Leybucht und damit auch der Rest vom Norder Tief immer weiter verlandete. Der erneute Wassernotstand wurde mit dem Bau eines Schöpfwerkes neben dem Siel behoben, das 1962 in Betrieb ging. Seitdem können bis zu 45 m³ Wasser pro Sekunde abgepumpt (geschöpft) werden, so dass auch dann, wenn mehr Regen fällt als gesielt werden kann, die Binnenentwässerung für das 24.000 ha große Zuständigkeitsgebiets des Entwässerungsverbandes gewährleistet ist.