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==Geschichte==
==Geschichte==
Wann genau der Friedhof angelegt wurde, ist nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass hier bereits die Toten bestattet wurden, als sich auf dieser Warft (künstliche Erderhöhung zum Schutz vor Sturmfluten) noch der hölzerne Vorgängerbau der Andreaskirche befand. Spätestens, als die Andreaskirche im Jahr 1288 fertiggestellt wurde, wurden auch die Toten hier bestattet.<ref name=":0">Imhoff, Mathilde (1985): Die Flurnamen der Deutschen Grundkarte (DGK5) 2409/1 Norden West, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier 25. Mai 1985, unter Nr. 2</ref>
Wann genau der Friedhof angelegt wurde, ist nicht bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass hier bereits die Toten bestattet wurden, als sich auf dieser Warft (künstliche Erderhöhung zum Schutz vor Sturmfluten) noch der hölzerne Vorgängerbau der Andreaskirche befand. Spätestens, als die Andreaskirche im Jahr 1288 fertiggestellt wurde, wurden auch die Toten hier bestattet.<ref name=":0">Imhoff, Mathilde (1985): Die Flurnamen der Deutschen Grundkarte (DGK5) 2409/1 Norden West, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier 25. Mai 1985, unter Nr. 2</ref><ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 8</ref>


Die Kirchen und den Kirchhof umrahmte eine Kirchhofmauer, von der ein Großteil noch erhalten ist. Wie in vielen Dörfern auch heute noch üblich, wurden Bestattungen um die Kirche herum auf dem Kirchhof vorgenommen. Dadurch erklärt sich auch "Karkhoff" als die niederdeutsche Bezeichnung für "Friedhof". Neben kleineren Zugängen gab es drei große Zugänge, die "Poort", also "Pforte" genannt wurden. So gab es die "Süderpoort" beim Glockenturm, die "Westerpoort" neben dem (ehemaligen) [[Weinhaus]], sowie die großzügig gestaltete "Osterpoort" in Richtung Innenstadt und Marktplatz. Die Osterpoort wurde im April 1940 abgebaut und eingeschmolzen, um das wertvolle Eisen zur Waffenproduktion zu verwenden.<ref name=":1" />
Die Kirchen und den Kirchhof umrahmte eine Kirchhofmauer, von der ein Großteil noch erhalten ist. Wie in vielen Dörfern auch heute noch üblich, wurden Bestattungen um die Kirche herum auf dem Kirchhof vorgenommen. Dadurch erklärt sich auch "Karkhoff" als die niederdeutsche Bezeichnung für "Friedhof". Neben kleineren Zugängen gab es drei große Zugänge, die "Poort", also "Pforte" genannt wurden. So gab es die "Süderpoort" beim Glockenturm, die "Westerpoort" neben dem (ehemaligen) [[Weinhaus]], sowie die großzügig gestaltete "Osterpoort" in Richtung Innenstadt und Marktplatz. Die Osterpoort wurde im April 1940 abgebaut und eingeschmolzen, um das wertvolle Eisen zur Waffenproduktion zu verwenden.<ref name=":1" />