Deichmühle: Unterschied zwischen den Versionen
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Als sich die ostfriesischen Stände gegen die [[Cirksena]] zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhoben, kam es zwischen 1726 und 1728 zum sogenannten "Ostfriesischen Ständekrieg", im Rahmen dessen auch die Deichmühle stark beschädigt wurde, da sie den Cirksena gehörte. Nach Ende des Krieges ging die Mühle schließlich 1734 an einen Privatmann über.<ref>[https://www.ostfriesland.travel/sehenswuerdigkeiten/sehenswuerdigkeit/deichmuehle-norden-norden-norddeich Geschichte der Deichmühle] auf Ostfriesland.travel</ref> | Als sich die ostfriesischen Stände gegen die [[Cirksena]] zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhoben, kam es zwischen 1726 und 1728 zum sogenannten "Ostfriesischen Ständekrieg", im Rahmen dessen auch die Deichmühle stark beschädigt wurde, da sie den Cirksena gehörte. Nach Ende des Krieges ging die Mühle schließlich 1734 an einen Privatmann über.<ref>[https://www.ostfriesland.travel/sehenswuerdigkeiten/sehenswuerdigkeit/deichmuehle-norden-norden-norddeich Geschichte der Deichmühle] auf Ostfriesland.travel</ref> | ||
Im Laufe der Zeit wechselte die Mühle immer wieder den Besitzer und verfiel zusehends. Im Jahr 1900 gelangt die Mühle in den Besitz eines Mannes namens Ulferts. Dieser plante bereits einen Neubau, doch verstarb er daraufhin und seine Witwe veräußert die Mühle an Weert Meyer, der bereits zuvor die [[Frisiamühle]] gepacht hatte. Sein Pachtvertrag war jedoch ausgelaufen. Durch Meyer wird die Bockwindmühle letztlich abgebrochen und als Galerieholländer wiedererrichtet.<ref>Schreiber, Gretje (2012): Mühlengeschichten in und um Norden, Manuskript</ref> Diese Jahreszahl ist auch über dem Eingang der Mühle vermerkt. | Im Laufe der Zeit wechselte die Mühle immer wieder den Besitzer und verfiel zusehends. Im Jahr 1900 gelangt die Mühle in den Besitz eines Mannes namens Ulferts. Dieser plante bereits einen Neubau, doch verstarb er daraufhin und seine Witwe veräußert die Mühle an [[Weert Meyer]], der bereits zuvor die [[Frisiamühle]] gepacht hatte. Sein Pachtvertrag war jedoch ausgelaufen. Durch Meyer wird die Bockwindmühle letztlich abgebrochen und als Galerieholländer wiedererrichtet.<ref>Schreiber, Gretje (2012): Mühlengeschichten in und um Norden, Manuskript</ref> Diese Jahreszahl ist auch über dem Eingang der Mühle vermerkt. | ||
Neben der Baufälligkeit war auch der hohe Hafendeich und die zunehmende Bebauung in der Nachbarschaft, die nur einen sehr eingeschränkten Betrieb ermöglichten, der Grund für einen Neubau. Bereits die Vorbesitzer plagten sich mit diesen Gegebenheiten. Meyer stellte daraufhin einen Bauantrag, der jedoch aufgrund Bedenken beim Brandschutz abgelehnt wurde: Im Umfeld der Mühle befanden sich mehrere Holzlagerstätten und die Behörden befürchteten, dass ein Galerieholländer zu hoch und damit zu anfällig für Blitzeinschläge sein würde. Nachdem Meyer eine Beschwerde an den Regierungspräsidenten in Aurich geschrieben hatte, erhielt er letztlich doch noch eine Baugenehmigung, wenn auch mit Auflagen (Blitzableiter, Blechdach, eiserne Flügelwelle). Der Mühlenbauer Dirks aus Emden führte errichtete schließlich im Auftrage Meyers die Mühle. Die Bauarbeiten schritten schnell voran und bereits gegen Ende des Jahres 1900 war ein erster Betrieb möglich. 1901 erfolgten dann die letzten Arbeiten an der Inneneinrichtung.<ref>[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle]</ref> | Neben der Baufälligkeit war auch der hohe Hafendeich und die zunehmende Bebauung in der Nachbarschaft, die nur einen sehr eingeschränkten Betrieb ermöglichten, der Grund für einen Neubau. Bereits die Vorbesitzer plagten sich mit diesen Gegebenheiten. Meyer stellte daraufhin einen Bauantrag, der jedoch aufgrund Bedenken beim Brandschutz abgelehnt wurde: Im Umfeld der Mühle befanden sich mehrere Holzlagerstätten und die Behörden befürchteten, dass ein Galerieholländer zu hoch und damit zu anfällig für Blitzeinschläge sein würde. Nachdem Meyer eine Beschwerde an den Regierungspräsidenten in Aurich geschrieben hatte, erhielt er letztlich doch noch eine Baugenehmigung, wenn auch mit Auflagen (Blitzableiter, Blechdach, eiserne Flügelwelle). Der Mühlenbauer Dirks aus Emden führte errichtete schließlich im Auftrage Meyers die Mühle. Die Bauarbeiten schritten schnell voran und bereits gegen Ende des Jahres 1900 war ein erster Betrieb möglich. 1901 erfolgten dann die letzten Arbeiten an der Inneneinrichtung.<ref>[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle]</ref> | ||