Haus Monsieur: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach dem Erwerb wurde der Bestandsbau abgebrochen und das bis heute bestehenden Gebäude von Wermelskirchen errichtet.<ref name=":3" /> Nach dem Tode Wermelskirchen ging das Haus an seinen zweitgeborenen Sohn [[Jean Rogeau Wermelskirchen]] (der erstgeborene Sohn verstarb bereits bei der Geburt). Dieser vermachte es in Ermangelung eigener Kinder nach seinem Tode 1694 der [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden|reformierten Gemeinde]] als Wohnhaus für den Pastoren. So hatte es bereits sein Vater testamentarisch verfügt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 98</ref><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 12</ref> Auch weiterer Familienbesitz wurde verteilt. Die Gemeinde erhielt ebenfalls einen Erbzins von Stücklanden in der [[Ostermarsch]] zu 18 Talern zur Aufbesserung des Pastorengehalt, Pastor Rösing erhielt eine Bibel mit silbernem Verschluss, der Kantor Rose soll sechs Taler geerbt haben.<ref name=":2" /><ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 54</ref> Wermelskirchen hielt in seinem Testament ebenso minutiös die Veräußerung seiner sonstigen Habe fest. | Nach dem Erwerb wurde der Bestandsbau abgebrochen und das bis heute bestehenden Gebäude von Wermelskirchen errichtet.<ref name=":3" /> Nach dem Tode Wermelskirchen ging das Haus an seinen zweitgeborenen Sohn [[Jean Rogeau Wermelskirchen]] (der erstgeborene Sohn verstarb bereits bei der Geburt). Dieser vermachte es in Ermangelung eigener Kinder nach seinem Tode 1694 der [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden|reformierten Gemeinde]] als Wohnhaus für den Pastoren. So hatte es bereits sein Vater testamentarisch verfügt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 98</ref><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 12</ref> Auch weiterer Familienbesitz wurde verteilt. Die Gemeinde erhielt ebenfalls einen Erbzins von Stücklanden in der [[Ostermarsch]] zu 18 Talern zur Aufbesserung des Pastorengehalt, Pastor Rösing erhielt eine Bibel mit silbernem Verschluss, der Kantor Rose soll sechs Taler geerbt haben.<ref name=":2" /><ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 54</ref> Wermelskirchen hielt in seinem Testament ebenso minutiös die Veräußerung seiner sonstigen Habe fest. | ||
Historisch gehörte das Grundstück des Haus Monsieur, wie auch die später errichtete [[Holzhandlung Frericks]], zum [[Engenahof]]. Die Familie Wermelskirchen war mit [[Erhard Lüppena]], Erbauer des vorgenannten Gebäudes verwandt und gelangte so an den Vorgängerbau des heutigen ''Haus Monsieur'' | Historisch gehörte das Grundstück des Haus Monsieur, wie auch die später errichtete [[Holzhandlung Frericks]], zum [[Engenahof]]. Die Familie Wermelskirchen war mit [[Erhard Lüppena]], Erbauer des vorgenannten Gebäudes verwandt und gelangte so an den Vorgängerbau des heutigen ''Haus Monsieur''.<ref name=":0">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 30</ref> | ||
Nach Angaben der städtischen Denkmalschutzbehörde wurde das Haus um 1905 neu erbaut.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden# Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 19. März 2024</ref> | |||
Seit dem 14. Juni 1919 gehörte das Haus Monsieur dem Kaufmann [[Simon Schmidt]], seit dem 4. April 1933 zur Hälfte anteilig Rechtsanwalt [[Johan Karl Kutzeer]] und [[Erna Kutzeer]]. Seit dem 21. Juli 1970 waren die Witwe Erna Kutzeer und ab November 1982 [[Helmut Kutzeer]] Eigentümer des Hauses. Die Familie Kutzeer blieb noch bis mindestens 1997 Hauseigentümer.<ref name=":2" /><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 13</ref> Bis heute befindet sich im Haus eine Rechtsanwaltskanzlei. | Seit dem 14. Juni 1919 gehörte das Haus Monsieur dem Kaufmann [[Simon Schmidt]], seit dem 4. April 1933 zur Hälfte anteilig Rechtsanwalt [[Johan Karl Kutzeer]] und [[Erna Kutzeer]]. Seit dem 21. Juli 1970 waren die Witwe Erna Kutzeer und ab November 1982 [[Helmut Kutzeer]] Eigentümer des Hauses. Die Familie Kutzeer blieb noch bis mindestens 1997 Hauseigentümer.<ref name=":2" /><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 13</ref> Bis heute befindet sich im Haus eine Rechtsanwaltskanzlei. | ||