K Textersetzung - „circlessss“ durch „circles“
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 38: Zeile 38:
Da es sich bei dem Fährhaus um ein einzelnes Gebäude abseits weiterer erwähnenswerter handelte, führte die Verwaltung den Ort zugleich administrativ als Ortschaft in [[Norddeich]] bzw. der [[Lintelermarsch|Gemeinde Lintelermarsch]]. Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt sieben Personen gewohnt haben.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Der bis heute erhaltene Name entstand, da das Haus seinerzeit von einem Fährmann bewohnt wurde, der zugleich die Fahrkarten für eine Überfahrt zu den Inseln verkaufte.<ref name=":1">[https://hotel-faehrhaus.de/historie/ Geschichte des Hotels Fährhaus], abgerufen am 24. Juli 2021</ref> Ende der 1850er oder Anfang der 1860er Jahre konnte der damalige Inhaber [[Hinrich Uphoff]] schließlich eine offizielle Genehmigung für einen Schankbetrieb einholen.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 159</ref>
Da es sich bei dem Fährhaus um ein einzelnes Gebäude abseits weiterer erwähnenswerter handelte, führte die Verwaltung den Ort zugleich administrativ als Ortschaft in [[Norddeich]] bzw. der [[Lintelermarsch|Gemeinde Lintelermarsch]]. Laut amtlicher Aufzeichnungen des Königreichs Hannovers, zu dem Ostfriesland seinerzeit gehörte, sollen hier im Jahr 1848 insgesamt sieben Personen gewohnt haben.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Der bis heute erhaltene Name entstand, da das Haus seinerzeit von einem Fährmann bewohnt wurde, der zugleich die Fahrkarten für eine Überfahrt zu den Inseln verkaufte.<ref name=":1">[https://hotel-faehrhaus.de/historie/ Geschichte des Hotels Fährhaus], abgerufen am 24. Juli 2021</ref> Ende der 1850er oder Anfang der 1860er Jahre konnte der damalige Inhaber [[Hinrich Uphoff]] schließlich eine offizielle Genehmigung für einen Schankbetrieb einholen.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 159</ref>


1888 erwarb die [[Reederei Frisia]] das Gebäude.<ref name=":3">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 35</ref> Das historische Gebäude wurde schließlich 1891 bzw. 1892 im Zuge des Baus der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnanlagen]] abgebrochen und durch einen stattlichen Neubau ersetzt, der hoch über die Deichkrone ragte.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 302</ref> Im Kern existiert dieser Bau heute noch, wenngleich das Hotel im Laufe der Jahrzehnte immer wieder umgebaut und erweitert wurde. Zu Beginn konnte das Gasthaus 15 Fremdenzimmer aufweisen.<ref name=":1" />
1888 erwarb die [[Reederei Frisia]] das Gebäude.<ref name=":3">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 35</ref> Im Folgejahr, am 16. Februar 1889, wurde es durch einen Brand völlig zerstört.<ref name=":4">Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 55</ref> Das historische Gebäude wurde schließlich 1891 bzw. 1892 im Zuge des Baus der [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Bahnanlagen]] abgebrochen und durch einen stattlichen Neubau ersetzt, der hoch über die Deichkrone ragte.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 302</ref> Im Kern existiert dieser Bau heute noch, wenngleich das Hotel im Laufe der Jahrzehnte immer wieder umgebaut und erweitert wurde. Zu Beginn konnte das Gasthaus 15 Fremdenzimmer aufweisen.<ref name=":1" />


Seit 1935 gehörte das Hotel der Familie Schoon. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Gebäude vorübergehend durch kanadische Besatzungssoldaten beschlagnahmt und genutzt. Bis 1949 nutzte auch die [[Wasserschutzpolizei Norddeich|Wasserschutzpolizei]] einen Teil des Gebäudes zur Kontrolle des Hafens.<ref name=":2" /> Seit den 1950er Jahren existierte im Hotel eine Kneipe, der sogenannte ''Fährkeller''. 1959 wurde das Gebäude nach Osten hin erweitert und 1972 aufgestockt. Spätestens seit 1963 verfügte das Hotel zudem über ein öffentliches Restaurant.<ref name=":1" />
Seit 1935 gehörte das Hotel der Familie Schoon. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Gebäude vorübergehend durch kanadische Besatzungssoldaten beschlagnahmt und genutzt. Bis 1949 nutzte auch die [[Wasserschutzpolizei Norddeich|Wasserschutzpolizei]] einen Teil des Gebäudes zur Kontrolle des Hafens.<ref name=":2" /> Seit den 1950er Jahren existierte im Hotel eine Kneipe, der sogenannte ''Fährkeller''. 1959 wurde das Gebäude nach Osten hin erweitert und 1972 aufgestockt. Spätestens seit 1963 verfügte das Hotel zudem über ein öffentliches Restaurant.<ref name=":1" /> In der Zeit um 1973 hatte das Hotel dann bereits etwa 75 Fremdenbetten.<ref name=":4" />


Seit 1996 ist das Hotel im im Besitz der Familie Klug-Fröhlich. In den Folgejahren wurde das Hotel noch einmal deutlich erweitert.<ref name=":1" /> Neben dem [[Reichshof|Hotel Reichshof]] gilt es als das führende Haus der Stadt und in Ostfriesland.<ref name=":3" />
Seit 1996 befindet sich das Hotel im Besitz der Familie Klug-Fröhlich. In den Folgejahren wurde das Hotel noch einmal deutlich erweitert.<ref name=":1" /> Neben dem [[Reichshof|Hotel Reichshof]] gilt das Fährhaus als das führende Haus der Stadt und in Ostfriesland.<ref name=":3" />


==Galerie==
==Galerie==