Norddeich Radio: Unterschied zwischen den Versionen
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Da Sender und Empfänger sich durch die größere Leistung zunehmend gegenseitig störten, wurde es erforderlich, eine neue Empfangsstelle zu errichten. Einen geeigneten Standort fand man am heutigen [[Funkweg]] in [[Westgaste]] - damals noch unbebaute Stadtrandlage. Das zur Station gehörende Gebäude, das heute die Anschrift [[Im Spiet 28]] trägt, steht bis heute. 1925 brachte ein kräftiger Herbststurm drei im Aufbau befindliche Antennentürme zum Einsturz, so dass die Inbetriebnahme weiterer geplanter Sender verzögert wurde. Ende der 1920er Jahre entdeckte man dann das vorteilhafte Ausbreitungsverhalten von Kurzwellen für den internationalen Funkverkehr, so dass 1929 ein 10 kW starker Kurzwellensender an der Heimatstation nebst Empfängern in Westgaste eingebaut wurden. Doch auch diese neue Anlage wurde bald von den immer zahlreicher werdenden Elektromotoren in der Stadt gestört, sodass 1931 erneut ein Umzug stattfand - diesmal so weit abwärts von Siedlungen, wie es eben ging: Nach [[Utlandshörn]].<ref name=":2" /> Am 8. Dezember des Jahres wurde die Anlage dort in Betrieb genommen und löste die bisherige Hauptstation an der Deichstraße ab.<ref>[http://www.fdeiters.de/Kustenfunk/Norddeich_Radio/Chronik_DAN/chronik_dan.html Chronik von Norddeich Radio], abgerufen am 27. Juli 2021</ref> Die Ausrüstung umfasste die für damalige Zeiten modernsten Empfangssysteme für Lang-, Mittel-, Grenz- und Kurzwelle sowie mehrere Dipole mit Reflektoren (Richtantennen) und Drahtantennen. Sendeseitig wurden 20 Kilowatt starke Kurzwellensender für Telegraphie und Telefonie eingebaut. Die Weltwirtschaftskrise am Anfang dieses Jahrzehntes ließ auch die Telegrammzahlen via Norddeich einbrechen; jedoch setzte sich die positive Entwicklung bereits in der Mitte der 1930er Jahre weiter fort. Die Olympischen Sommerspiele 1936 in Deutschland brachten den deutschen Funkstationen Rekord-Telegrammzahlen ein. Ebenfalls 1936 experimentierte man mit der Ankopplung des öffentlichen Telegraphennetzes an die Sendeanlagen, so dass Telegramme ohne Zwischenstation bei den Funkbeamten gegeben werden konnten. Technische Weiterentwicklungen bei Sendern und Empfängern vergrößerten die Reichweite im Sprechfunkbetrieb beträchtlich. | Da Sender und Empfänger sich durch die größere Leistung zunehmend gegenseitig störten, wurde es erforderlich, eine neue Empfangsstelle zu errichten. Einen geeigneten Standort fand man am heutigen [[Funkweg]] in [[Westgaste]] - damals noch unbebaute Stadtrandlage. Das zur Station gehörende Gebäude, das heute die Anschrift [[Im Spiet 28]] trägt, steht bis heute. 1925 brachte ein kräftiger Herbststurm drei im Aufbau befindliche Antennentürme zum Einsturz, so dass die Inbetriebnahme weiterer geplanter Sender verzögert wurde. Ende der 1920er Jahre entdeckte man dann das vorteilhafte Ausbreitungsverhalten von Kurzwellen für den internationalen Funkverkehr, so dass 1929 ein 10 kW starker Kurzwellensender an der Heimatstation nebst Empfängern in Westgaste eingebaut wurden. Doch auch diese neue Anlage wurde bald von den immer zahlreicher werdenden Elektromotoren in der Stadt gestört, sodass 1931 erneut ein Umzug stattfand - diesmal so weit abwärts von Siedlungen, wie es eben ging: Nach [[Utlandshörn]].<ref name=":2" /> Am 8. Dezember des Jahres wurde die Anlage dort in Betrieb genommen und löste die bisherige Hauptstation an der Deichstraße ab.<ref>[http://www.fdeiters.de/Kustenfunk/Norddeich_Radio/Chronik_DAN/chronik_dan.html Chronik von Norddeich Radio], abgerufen am 27. Juli 2021</ref> Die Ausrüstung umfasste die für damalige Zeiten modernsten Empfangssysteme für Lang-, Mittel-, Grenz- und Kurzwelle sowie mehrere Dipole mit Reflektoren (Richtantennen) und Drahtantennen. Sendeseitig wurden 20 Kilowatt starke Kurzwellensender für Telegraphie und Telefonie eingebaut. Die Weltwirtschaftskrise am Anfang dieses Jahrzehntes ließ auch die Telegrammzahlen via Norddeich einbrechen; jedoch setzte sich die positive Entwicklung bereits in der Mitte der 1930er Jahre weiter fort. Die Olympischen Sommerspiele 1936 in Deutschland brachten den deutschen Funkstationen Rekord-Telegrammzahlen ein. Ebenfalls 1936 experimentierte man mit der Ankopplung des öffentlichen Telegraphennetzes an die Sendeanlagen, so dass Telegramme ohne Zwischenstation bei den Funkbeamten gegeben werden konnten. Technische Weiterentwicklungen bei Sendern und Empfängern vergrößerten die Reichweite im Sprechfunkbetrieb beträchtlich. | ||
Die Antennen in Westgaste wurden aus unerfindlichen Gründen erst nach 1939 abgebaut. Eine Aufnahme zeigt das Betriebsgelände mit dem Gebäude [[Im Spiet 28]] und dem [[Wasserturm]], der erst 1939 fertiggestellt wurde. | |||
===[[Zweiter Weltkrieg]]=== | ===[[Zweiter Weltkrieg]]=== | ||
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Datei:Deichstraße Norddeich Radio um 1920 01.jpg|Blick auf die Station, die sich damals noch an der [[Deichstraße]] befand (um 1920). | Datei:Deichstraße Norddeich Radio um 1920 01.jpg|Blick auf die Station, die sich damals noch an der [[Deichstraße]] befand (um 1920). | ||
Datei:Norddeich Radio Gruß an Bord um 1950 01.jpg|Funker senden einen ''Gruß an Bord'' (um 1950). | Datei:Im Spiet Funkweg Norddeich Radio Westgaste um 1940 01.jpg|Das ehemalige Betriebsgelände in [[Westgaste]] in der Zeit um 1940. | ||
Datei:Norddeich Radio Gruß an Bord um 1950 01.jpg|Funker senden einen ''Gruß an Bord'' (um 1950). | |||
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