Postamt: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Datei:Am Markt Postamt um 1915 02.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1915.
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Datei:Am Markt Postamt um 1915 03.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1915.
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Datei:Am Markt Postamt um 1915 06.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1915.
Datei:Am Markt Hotel Zur Post Postamt um 1960 01.jpg|Das Postamt in der Zeit um 1960.
Datei:Am Markt Hotel Zur Post Postamt um 1960 01.jpg|Das Postamt in der Zeit um 1960.
Datei:Am Markt 4 5 06042003.jpg|Das ehemalige Postamt - Aufnahme vom 6. April 2003.
Datei:Am Markt 4 5 06042003.jpg|Das ehemalige Postamt - Aufnahme vom 6. April 2003.

Version vom 23. Februar 2022, 12:12 Uhr

Postamt

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Basisdaten
Entstehungszeit 1906 - 1908
Erbauer Reichspost
Bauweise Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Markt 4 - 5

26506 Norden

Das (ehemalige) Postamt beherbergte von 1908 bis 2020 die städtische Post. Errichtet von der Reichspost während der Kaiserzeit wurde das Gebäude von der Deutschen Reichspost übernommen, ging dann an die Deutsche Bundespost und schließlich - nach der Privatisierung des Postwesens in Deutschland - an die Deutsche Post über, die hier neben dem regulären Postbetrieb auch eine Postbankfiliale einrichtete. Am 25. November 2020 wurde das Gebäude für den Besucherverkehr geschlossen.

Geschichte

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde von 1906 bis 1908 (nach anderen Quellen von 1906 bis 1907) von der damaligen Reichspost errichtet. Bereits zuvor befand sich an dieser Stelle ein Postamt, damals noch im sogenannten Gräflichen Haus.[1][2] Zu Beginn der Inbetriebnahme wurde auch Norddeich Radio vom Norder Postamt verwaltet; denkbar ist, dass der Neubau des Postamtes nicht zuletzt auch der Küstenfunkstelle zu verdanken ist. Der im Postamt ansässige Postdirektor war zugleich verantwortlich für den Betrieb von Norddeich Radio, ehe es ab 1910 eine eigenständige Anstalt wurde.

Ab dem 1. August 1926 wurden die bisherigen einspännigen Kutschen erstmals durch Kraftfahrzeuge ersetzt.[1][2] Bis dahin arbeitete die Post eng mit der Posthalterschaft in der später danach benannten Posthalterslohne zusammen.[3]

In den 1970er Jahren siedelte sich die damals noch zur Bundespost gehörende Seekabelendstelle im rückwärtigen Bereich des Postamtes an, 1987 wurde der Fernsehturm errichtet.[4]

Am 24. November 2020 öffnete das Postamt letztmalig die Türen für den allgemeinen Besucherverkehr. Seitdem werden die Postdienstleistungen von unterschiedlichen, in Einzelläden und Supermärkten befindlichen Poststellen wie jener am Neuen Weg 21, erbracht. Das Postverteilungszentrum befindet sich im 2020 neu errichteten Logistikzentrum Am Norder Tief. Die Bauarbeiten zu diesem begannen im Juni und waren bereits im Oktober des Jahres fertiggestellt.[5]

Nachdem die Infektionszahlen während COVID 19-Pandemie im Herbst 2021 wieder stiegen, richtete die Stadt Norden ab dem 2. Dezember des Jahres für einige Zeit eine provisorische Corona-Teststelle ein.

Zustand

Die Deutsche Post AG als gewinnorientiertes Nachfolgeunternehmen der behördlichen Deutschen Bundespost hat das Gebäude leider stark vernachlässigt. Obgleich das Gebäude unter Denkmalschutz steht, sind vor allem Keller und Dachgeschoss von Schimmel und Ungezieferbefall betroffen, sodass eine Nachnutzung erschwert wird.[6] Die letzte Sanierung wurde um die Jahrtausendwende (1999 - 2000) durchgeführt.[7]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 168
  2. 2,0 2,1 Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 9
  3. Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 42
  4. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 98
  5. Online-Bericht des Ostfriesischen Kuriers vom 29. Oktober 2020, abgerufen am 14. April 2021
  6. Befragung von Ortskundigen im Juli 2021
  7. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 91

Siehe auch