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26506 Norden
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Das '''Schulzentrum Wildbahn''' beherbergte seit seiner Fertigstellung im Jahre 1975 zunächst die Hauptschule, eine Sonder- bzw. Förderschule und eine Orientierungsstufe.
Das '''Schulzentrum Wildbahn''' beherbergte seit seiner Fertigstellung im Jahre 1975 zunächst die Hauptschule, eine Sonder- bzw. Förderschule und eine Orientierungsstufe.
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==Geschichte ==
==Geschichte==
* siehe auch: [[Pestalozzischule#Geschichte|Geschichte der Pestalozzischule]]
* siehe auch: [[Pestalozzischule#Geschichte|Geschichte der Pestalozzischule]]


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Eine zur Schule [[Sporthalle Wildbahn|gehörende Turnhalle]] nebst einem [[Sportplatz Wildbahn|Sportplatz]] wurde 1977 fertiggestellt, ebenso abschließende Arbeiten am eigentlichen Schulgebäude. Ab 1979 folgte ein Werktrakt mit Fachräumen für den Werkunterricht. Der hohe Migrantenanteil machte eine Vielzahl von Fördermaßnahmen und Programmen erforderlich.<ref name=":0" /> Neben dem hohen Migrantenanteil führte auch die soziale Herkunft der Schüler vielfach zu (gewalttätigen) Konflikten auf dem Schulgelände und in dessen Umfeld. Damit stand das Schulzentrum Wildbahn in einem starken Kontrast zum [[Schulzentrum Ekel]], das im eher gutbürgerlich geprägten Osten der Stadt gelegen war. Das vergleichsweise hohe Gewaltpotential der Schüler führte dazu, dass die Hauptschule von 2002 bis Ende 2006 zur "PRINT-Schule" erklärt wurde. "PRINT" steht hierbei für "PRäventions- und INTegrationsprojekte". Es handelte sich um ein durch Mittel des Europäischen Sozialfonds des Landes Niedersachsens, des Landkreises Aurichs und der Stadt bzw. umliegenden Kommunen finanzierten Fonds, der die Durchführung von Präventionskonzepten (Soziale Trainings, Umgang mit Gewalt u.a.) zum Ziel hatte.
Eine zur Schule [[Sporthalle Wildbahn|gehörende Turnhalle]] nebst einem [[Sportplatz Wildbahn|Sportplatz]] wurde 1977 fertiggestellt, ebenso abschließende Arbeiten am eigentlichen Schulgebäude. Ab 1979 folgte ein Werktrakt mit Fachräumen für den Werkunterricht. Der hohe Migrantenanteil machte eine Vielzahl von Fördermaßnahmen und Programmen erforderlich.<ref name=":0" /> Neben dem hohen Migrantenanteil führte auch die soziale Herkunft der Schüler vielfach zu (gewalttätigen) Konflikten auf dem Schulgelände und in dessen Umfeld. Damit stand das Schulzentrum Wildbahn in einem starken Kontrast zum [[Schulzentrum Ekel]], das im eher gutbürgerlich geprägten Osten der Stadt gelegen war. Das vergleichsweise hohe Gewaltpotential der Schüler führte dazu, dass die Hauptschule von 2002 bis Ende 2006 zur "PRINT-Schule" erklärt wurde. "PRINT" steht hierbei für "PRäventions- und INTegrationsprojekte". Es handelte sich um ein durch Mittel des Europäischen Sozialfonds des Landes Niedersachsens, des Landkreises Aurichs und der Stadt bzw. umliegenden Kommunen finanzierten Fonds, der die Durchführung von Präventionskonzepten (Soziale Trainings, Umgang mit Gewalt u.a.) zum Ziel hatte.


1989 wurde erstmals ein "Brötchenstand" eingerichtet, um Kindern, die von ihren ungefrühstückt zur Schule geschickt wurden, ein nachträgliches Frühstück zu günstigen Preisen zu ermöglichen. 2001 wurde im Eingangsbereich der Hauptschule eine kleine Bühne zur Aufführung von Theaterstücken errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 163</ref>[[Datei:In der Wildbahn 130620212.jpg|mini|Der Eingangsbereich zur Schule.|alternativtext=|links|281x281px]]
1989 wurde erstmals ein "Brötchenstand" eingerichtet, um Kindern, die von ihren ungefrühstückt zur Schule geschickt wurden, ein nachträgliches Frühstück zu günstigen Preisen zu ermöglichen. 2001 wurde im Eingangsbereich der Hauptschule eine kleine Bühne zur Aufführung von Theaterstücken errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 163</ref>


Für eine Fachtagung im September 2003 stellte sich die Hauptschule als Schule im sozialen Brennpunkt vor. Nach Jahrzehnten der Zurückhaltung machten die Schulverantwortlichen die oben beschriebenen Probleme publik und trafen die offizielle Feststellung, dass die Schule nicht unerheblichen Problemen ausgesetzt ist. So besuchten bis dato Schüler aus 31 verschiedenen Nationen die Schule, etwa die Hälfte aller Schüler hatte bereits in der Grundschule eine Klasse wiederholen müssen und ein Drittel der Elternschaft ist von Arbeitslosigkeit betroffen bzw. auf Sozialhilfe angewiesen. Problematisch wurde hierbei auch die Unterversorgung der Schule mit Lehrkräften betrachtet, die einen bis zu 11 %igen Fehlstand aufwies.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 165</ref>
Für eine Fachtagung im September 2003 stellte sich die Hauptschule als Schule im sozialen Brennpunkt vor. Nach Jahrzehnten der Zurückhaltung machten die Schulverantwortlichen die oben beschriebenen Probleme publik und trafen die offizielle Feststellung, dass die Schule nicht unerheblichen Problemen ausgesetzt ist. So besuchten bis dato Schüler aus 31 verschiedenen Nationen die Schule, etwa die Hälfte aller Schüler hatte bereits in der Grundschule eine Klasse wiederholen müssen und ein Drittel der Elternschaft ist von Arbeitslosigkeit betroffen bzw. auf Sozialhilfe angewiesen. Problematisch wurde hierbei auch die Unterversorgung der Schule mit Lehrkräften betrachtet, die einen bis zu 11 %igen Fehlstand aufwies.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 165</ref>


2005 wurde der Schulkomplex um eine Mensa erweitert.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 161</ref> Im selben Jahr lief das System der Orientierungsstufen aus, sodass die Schule nur noch die Hauptschule und die Sonderschule (Förderschule) umfasste. In der Folge kam es zu einem weiteren Einbruch der Schülerzahlen an den Hauptschulen des Landes - auch in Norden. Dies hatte eine Änderung des Schulwesens zur Folge. Seit dem 1. August 2011 wird der Schulbetrieb als Kooperative Gesamtschule im Verbund mit selbiger in Hage als "KGS Hage-Norden" fortgeführt, nachdem die sich im Schulzentrum Wildbahn befindliche Hauptschule und die in Ekel befindliche Realschule zusammengefasst wurden. Die Umstellung erfolge schrittweise, sodass die Haupt- und Realschulklassen, die noch vor der Umstellung als solche liefen, ihre reguläre Schulform beibehielten. Seit dem Schuljahr 2016/2017 existieren nur noch Oberschul- bzw. Gesamtschulklassen.<ref>[https://www.obs-norden.de/ueber-uns/schulgeschichte.html Internetseite der Oberschule Norden], abgerufen am 25. Mai 2021</ref>
2005 wurde der Schulkomplex um eine Mensa erweitert.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 161</ref> Im selben Jahr lief das System der Orientierungsstufen aus, sodass die Schule nur noch die Hauptschule und die Sonderschule (Förderschule) umfasste. In der Folge kam es zu einem weiteren Einbruch der Schülerzahlen an den Hauptschulen des Landes - auch in Norden. Dies hatte eine Änderung des Schulwesens zur Folge. Seit dem 1. August 2011 wird der Schulbetrieb als Kooperative Gesamtschule im Verbund mit selbiger in Hage als "KGS Hage-Norden" fortgeführt, nachdem die sich im Schulzentrum Wildbahn befindliche Hauptschule und die in Ekel befindliche Realschule zusammengefasst wurden. Die Umstellung erfolge schrittweise, sodass die Haupt- und Realschulklassen, die noch vor der Umstellung als solche liefen, ihre reguläre Schulform beibehielten. Seit dem Schuljahr 2016/2017 existieren nur noch Oberschul- bzw. Gesamtschulklassen.<ref>[https://www.obs-norden.de/ueber-uns/schulgeschichte.html Internetseite der Oberschule Norden], abgerufen am 25. Mai 2021</ref>
== Schuldirektoren ==
 
==Schuldirektoren==
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!Zeitraum
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|[[Lenhard Janssen]]
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== Schülerzahlen ==
 
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!Schuljahr
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<nowiki>*</nowiki> 352 Hauptschüler, 31 Sonderschüler
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==Galerie==
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Datei:In der Wildbahn 13062021.jpg|Frontansicht des Schulgebäudes, aufgenommen am 13. Juni 2021.
Datei:In der Wildbahn 130620212.jpg|Der Eingangsbereich zur Schule, aufgenommen am 13. Juni 2021.
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==Literatur==
==Literatur==
*Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 161-170
*Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 161-170


== Einzelnachweise ==
==Einzelnachweise==
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