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Als '''Hexenkolk''' bezeichnet man einen [[Kolk]] zwischen dem [[Derk-de-Haan-Padd]] und der [[Uferstraße]]. Er ist aller Wahrscheinlichkeit nach bei der [[Zweite Marcellusflut|Zweiten Marcellusflut]] im Jahre 1362 entstanden.
Als '''Hexenkolk''' bezeichnet man einen [[Kolk]] zwischen dem [[Derk-de-Haan-Padd]] und der [[Uferstraße]]. Er ist aller Wahrscheinlichkeit nach bei der [[Zweite Marcellusflut|Zweiten Marcellusflut]] im Jahre 1362 entstanden.
 
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== Geschichte ==
==Geschichte==
In unmittelbarer Nähe zum [[Galgenberg]] wurden hier zu Zeiten der Hexenverfolgung der Hexerei verdächtige Personen der sogenannten ''Wasserprobe'' unterzogen. Man band ihre Arme und Beine zusammen und legte sie ins Wasser. Gingen sie nicht innerhalb einer festgelegten Zeitspanne unter, waren sie der Hexerei überführt, da das Wasser sie ''verschmäht'' hatte. Es folgten weitere Folterungen und schließlich der Tod auf dem Scheiterhaufen. Gingen die Frauen unter, sprach man sie vom Vorwurf der Hexerei frei, was ihnen in Angesicht des Todes aber auch nichts mehr brachte. So oder so hatten die Angeklagten kaum eine Chance zu überleben. Man ging davon aus, dass sie von Gott errettet werden, sollten sie schuldig sein. Daher sprach man bei der Wasserprobe auch von einem ''Gottesurteil''. Die Interpretation, ob eine Hexe die Prozedur dank Gott überlebte oder das Wasser sie wegen ihres Bundes mit dem Teufel verschmäht hatte, oblag wohl den abergläubischen Zuschauern oder den Richtenden.
In unmittelbarer Nähe zum [[Galgenberg]] wurden hier zu Zeiten der Hexenverfolgung der Hexerei verdächtige Personen der sogenannten ''Wasserprobe'' unterzogen. Man band ihre Arme und Beine zusammen und legte sie ins Wasser. Gingen sie nicht innerhalb einer festgelegten Zeitspanne unter, waren sie der Hexerei überführt, da das Wasser sie ''verschmäht'' hatte. Es folgten weitere Folterungen und schließlich der Tod auf dem Scheiterhaufen. Gingen die Frauen unter, sprach man sie vom Vorwurf der Hexerei frei, was ihnen in Angesicht des Todes aber auch nichts mehr brachte. So oder so hatten die Angeklagten kaum eine Chance zu überleben. Man ging davon aus, dass sie von Gott errettet werden, sollten sie schuldig sein. Daher sprach man bei der Wasserprobe auch von einem ''Gottesurteil''. Die Interpretation, ob eine Hexe die Prozedur dank Gott überlebte oder das Wasser sie wegen ihres Bundes mit dem Teufel verschmäht hatte, oblag wohl den abergläubischen Zuschauern oder den Richtenden.


Die Zeit der Hexenverfolgung für Ostfriesland wird vor allem für das 16. Jahrhundert, der Regierungszeit von [[Edzard Cirksena|Graf Edzard]] angenommen. Es existieren für den Bereich Norden allerdings keine bekannten Unterlagen oder Dokumente aus dieser Zeit.
Die Zeit der Hexenverfolgung für Ostfriesland wird vor allem für das 16. Jahrhundert, der Regierungszeit von [[Edzard Cirksena|Graf Edzard]] angenommen. Es existieren für den Bereich Norden allerdings keine bekannten Unterlagen oder Dokumente aus dieser Zeit.


== Sonstiges ==
==Sonstiges==
Fälschlicherweise wird auf Karten auch manchmal der hinter dem [[Johann-Christian-Reil-Haus]] befindliche See als ''Hexenkolk'' bezeichnet. Dieser ist jedoch künstlich im Zuge der Parkgestaltung dort angelegt worden. Der ''echte'' Hexenkolk befindet sich an besagter Stelle.
Fälschlicherweise wird auf Karten auch manchmal der hinter dem [[Johann-Christian-Reil-Haus]] befindliche See als ''Hexenkolk'' bezeichnet. Dieser ist jedoch künstlich im Zuge der Parkgestaltung dort angelegt worden. Der ''echte'' Hexenkolk befindet sich an besagter Stelle.