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Der '''Tischtennisclub Norden''' (kurz: ''TTC Norden'') ist ein 1967 gegründeteter Tischtennisverein, der ursprünglich aus der ''Freien Turnerschaft'' von 1903 hervorgegangen ist. Aus diesem Verein wiederum ging ebenso der [[Boxclub Norden]] hervor. Zudem waren die ''Freien Turner'' die ersten, die in Norden in einer eigenen Sparte organisierten Fußball spielten. Das erste organisierte Fußballspiel wurde jedoch wohl bereits 1902 vom [[Radfahrverein Norden]] gegen ''Jahn Aurich'' ausgetragen.
Der '''Tischtennisclub Norden''' (kurz: ''TTC Norden'') ist ein 1967 gegründeteter Tischtennisverein, der ursprünglich aus der [[Freie Turnerschaft|''Freien Turnerschaft'']] hervorgegangen ist.
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==Geschichte==
==Geschichte==
Die ''Freie Turnerschaft'' wurde am 1. Dezember 1903 durch Angehörige der ''Arbeiterklasse'' als Alternative zum eher bürgerlich-kaisertreuen [[Norder Turnverein|''Norder Turnverein'']] gegründet.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 12f.</ref><ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung der Stadt Norden in der Historischen Ortsdatenbank] der Ostfriesischen Landschaft</ref> Neben dem klassischen Turnen gehörte seit spätestens 1920 auch eine Fußballsparte zum Verein, die noch bis 1948 aktiv war.<ref name=":0">Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 1</ref><ref name=":2">Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 5</ref> Geturnt wurde im Saal des [[Ekeler Vorwerk|Ekeler Vorwerks]], wo der Verein auch gegründet wurde. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], während dem die Habseligkeiten des Vereins bei einem Brand im Vorwerk verloren gingen, konnte die Turnhalle der [[Gräfin-Theda-Schule]] genutzt werden.<ref name=":2" />


1931 errichtete die landesweit organisierte Arbeiter- und Sportbewegung das sogenannte [[Jugendheim (Klosterstraße)|''Jugendheim'']] an der [[Klosterstraße]], weshalb der Verein seine Kinder- und Jugendarbeit dorthin verlegte. Bereits 1933 wurde der Vereinsbetrieb dann von den nationalsozialistischen Machthabern untersagt, da alle Vereine unter den NS-Verbänden ''Kraft durch Freude'' oder anderweitig zusammengefasst wurden. Auch das Vereinsvermögen wurde eingezogen.<ref name=":2" />
* siehe auch: [[Freie Turnerschaft|Geschichte der Freien Turnerschaft]]


Erst zum 1. Februar 1946 konnte das Vereinsleben wieder aufgenommen werden.<ref name=":2" /> Im Herbst des Jahres wurde der Verein sodann um eine Sparte für das Boxen erweitert, hieraus entstand 1957 der [[Boxclub Norden]].<ref>Undatierter Bericht im Ostfriesischen Kurier</ref> 1947 wurde im Verein erstmals Tischtennis gespielt, eine eigene Sparte wurde diese Sportart 1956.<ref name=":1" /> 1948 wurde die Fußballsparte aus nicht näher benannten Gründen wieder aufgegeben. Die verbliebenen Fußballspieler der Turnerschaft schlossen sich mit Mitgliedern des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] zum ''[[VfB Norden]]'' zusammen.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 4</ref> Nachdem die Briten das [[Ulrichsgymnasium]] am im Oktober 1945 wieder räumten, konnte die dortige Turnhalle vom Verein für seine Zwecke genutzt werden.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 7</ref>
1947 wurde in der Freien Turnerschaft erstmals Tischtennis gespielt, eine eigene Sparte wurde diese Sportart 1956.<ref name=":1" /> 1948 wurde die Fußballsparte aus nicht näher benannten Gründen wieder aufgegeben. Die verbliebenen Fußballspieler der Turnerschaft schlossen sich mit Mitgliedern des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] zum ''[[VfB Norden]]'' zusammen.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 4</ref> Nachdem die Briten das [[Ulrichsgymnasium]] am im Oktober 1945 wieder räumten, konnte die dortige Turnhalle vom Verein für seine Zwecke genutzt werden.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 7</ref>


Nachdem ab 1961 fast nur noch Tischtennis im Verein gespielt wurde, benannt sich der Verein in ''TuS 05 Norden'' um. Als dann 1967 nur noch die Tischtennissparte fortgeführt wurde, gab sich der Verein den Namen ''TTC Norden''.<ref name=":1">[https://www.ttc-norden.de/index.php/8-der-verein Chronik des TTC Norden], abgerufen am 17. Dezember 2021</ref> Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der heimatkundlich tätige Sportfunktionär [[Ihno Ocken]], der bereits seit 1949 den Vereinsvorsitz innehatte und noch viele Jahrzehnte in dieser Funktion tätig blieb.<ref name=":0" /><ref name=":1" />
Nachdem ab 1961 fast nur noch Tischtennis im Verein gespielt wurde, benannte sich der Verein in ''TuS 05 Norden'' um. Als dann 1967 nur noch die Tischtennissparte fortgeführt wurde, gab sich der Verein den Namen ''TTC Norden''.<ref name=":1">[https://www.ttc-norden.de/index.php/8-der-verein Chronik des TTC Norden], abgerufen am 17. Dezember 2021</ref> Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der heimatkundlich tätige Sportfunktionär [[Ihno Ocken]], der bereits seit 1949 den Vereinsvorsitz innehatte und noch viele Jahrzehnte in dieser Funktion tätig blieb.<ref name=":0">Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 1</ref><ref name=":1" />
 
==''Norder Schwalben''==
In der frühen Nachkriegszeit formierte sich eine Turn-, Tanz- und Ballettgruppe aus weiblichen Mitgliedern des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]] und der Freien Turnerschaft. Ab 1952 nannte sich diese Gruppe ''Norder Schwalben''.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 47</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==