Bismarckdenkmal: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Datei:Bismarck Denkmal - 06042003.jpg|Das Denkmal am 6. April 2003.
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Datei:Bismarck Denkmal - 02052010.jpg|Aufnahme vom 2. Mai 2010.
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Datei:Am Markt Marktplatz Bismarck 1901 01.jpg|Aufnahme von 1901, entstanden wahrscheinlich bei der Einweihung.
Datei:Am Markt Marktplatz Bismarck um 1905 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1910.
Datei:Am Markt Marktplatz Bismarck 1911 01.jpg|Aufnahme von 1911.
Datei:Am Markt Marktplatz Bismarck um 1910 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1910.
Datei:Am Markt Marktplatz Bismarck um 1910 02.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1910.
Datei:Am Markt Marktplatz Bismarck 1916 01.jpg|Aufnahme von 1916, hinten rechts das [[Postamt]], davor das [[Postamt]] und das [[Gräfliches Haus|Gräfliche Haus]].
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Version vom 15. November 2021, 16:50 Uhr

Bismarckdenkmal

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Basisdaten
Entstehungszeit 1901
Erbauer Arnold Künne
Bauweise Statue (Denkmal)
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Am Markt

26506 Norden

Das Bismarckdenkmal am Marktplatz wurde zu Ehren des 1898 verstorbenen Reichskanzlers Otto von Bismarck errichtet und am 5. Mai 1901 feierlich eingeweiht. Dem Ereignis wohnten hunderte Norder Bürgerinnen und Bürger bei.[1] Der Norder Männergesangverein rundete die Veranstaltung mit dem Gesang patriotischer Lieder ab.[2]

Das Denkmal ist ein Werk des Berliner Bildhausers Arnold Künne, der im deutschen Kaiserreich zahlreiche Standbilder, Büsten und Reliefs geschaffen hat, darunter viele Bismarckdenkmale. Zur Anlage gehörte ursprünglich eine Kanone sowie eine Umzäunung und Findlinge.[3] In Auftrag gegeben wurde das Werk von einem patriotischen Komitee Norder Bürger sowie die städtischen Behörden unter Bürgermeister König.[1]

Um 1970 wurde das Denkmal wegen Straßenbauarbeiten abmontiert und auf dem Klärwerksgelände zwischengelagert, erst 1975 kam es wieder an seinen alten Platz - allerdings mit einem anderen Sockel.[3][4] Heute befindet sich die Statue versteckt hinter dem sogenannten Hevemeyer-Kiosk; in früheren Tagen war ihr Standort in unmittelbarer Nähe zur Kreuzung Am Markt / Osterstraße. Ursächlich für die Verlagerung war, dass Bismarck vielen (vor allem) linksorientierten Menschen als Pragmatiker und Kriegstreiber sowie als erzkonservativer Verteidiger des Bürgertums gilt und sein offenes Erscheinen sich nicht mehr passend in das Stadtbild des sich als weltoffen, tolerant und pazifistisch zeigenden Nachkriegsdeutschland einfügte.

Bis zur Verlagerung des Denkmals an seinen heutigen Standort vergingen jedoch viele Jahre, da Norden noch lange nach dem Krieg politisch erzkonservativ war und es in Teilen bis heute ist. Paradoxerweise war und ist - wenngleich deutlich abgeschwächter als früher - Norden zugleich eine Hochburg der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

Heute ist der Bereich um das Bismarckdenkmal vor allem als Treffpunkt der NoKo-Brüder und anderem Gesindel bekannt, die sich dort von morgens bis abends, insbesondere in den Tagen nach dem Sozialhilfe-Auszahlungstermin, aufhalten und gemeinsam reichlich dem Alkohol zusprechen.

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 6
  2. Chronik des Norder Männergesangverein, abgerufen am 8. August 2021
  3. 3,0 3,1 Beschreibung des Bismarckdenkmals von Norden, abgerufen am 27. Juli 2021
  4. Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 80

Siehe auch