Feuerwehrtechnische Zentrale: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Feuerwehrtechnische Zentrale''' wurde 1974 bis 1976 vom [[Landkreis Norden]] errichtet. Sie ersetzte die im [[Altes Feuerwehrhaus|ehemaligen Feuerwehrhaus]] (2009 als solches entwidmet und 2018 abgebrochen) ansässige ''Kreisschlauchpflegerei'', die zuständig für die Wartung der feuerwehrtechnischen Gerätschaften war. Der veraltete Name entstammt aus der Zeit, in der die dort tätigen Angestellten ausschließlich für die Instandhaltung und Wäsche der Feuerwehrschläuche zuständig waren. | Die '''Feuerwehrtechnische Zentrale''' (kurz: ''FTZ'') wurde 1974 bis 1976 vom [[Landkreis Norden]] errichtet. Sie ersetzte die im [[Altes Feuerwehrhaus|ehemaligen Feuerwehrhaus]] (2009 als solches entwidmet und 2018 abgebrochen) ansässige ''Kreisschlauchpflegerei'', die zuständig für die Wartung der feuerwehrtechnischen Gerätschaften war. Der veraltete Name entstammt aus der Zeit, in der die dort tätigen Angestellten ausschließlich für die Instandhaltung und Wäsche der Feuerwehrschläuche zuständig waren. | ||
Da die Räumlichkeiten im alten Feuerwehrhaus im Zuge der Motorisierung immer enger wurden, errichtete der Landkreis Norden zwischen 1974 und 1976 eine neue ''Feuerwehrtechnische Zentrale'' in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrhaus. Geleitet wurde diese | == Geschichte == | ||
* siehe auch: [[Altes Feuerwehrhaus|Geschichte des Alten Feuerwehrhauses]] | |||
* siehe auch: [[Feuerwehr Norden#Geschichte|Geschichte der Feuerwehr Norden]] | |||
Da die Räumlichkeiten im alten Feuerwehrhaus im Zuge der Motorisierung immer enger wurden, errichtete der [[Landkreis Norden]] zwischen 1974 und 1976 eine neue ''Feuerwehrtechnische Zentrale'' in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrhaus.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 91</ref> Geleitet wurde diese vom ''Kreisschirrmeister''. Neben einem wesentlich größeren Schlauchturm (hier wurden die Schläuche zum Trocknen aufgehängt), wurden auch Wohnungen für Bedienstete, Lagerräume, Werkräume und eine für den Landkreis Norden zuständige Leitstelle eingerichtet, die auch liebevoll ''Funkbude'' genannt wurde und den Funkrufnamen ''Florian Norden'', später ''Leitstelle Norden'' trug. Bis zum Einrichten dieser Leitstelle liefen die Notrufe bei einem der Feuerwehrangehörigen, zumeist dem [[Stadtbrandmeister]] zuhause auf, der von hier aus die Alarmierung über [[Liste der Motorsirenen|Motorsirenen]] sowie später über Funkmeldeempfänger in Gang setzte.<ref>Archiv der Feuerwehr Norden</ref> | |||
Die Feuerwehrtechnische Zentrale war zudem zuständig für die Wartung sämtlicher Feuerwehrfahrzeuge im Landkreis. Die meisten Reparaturen wurden selbst vorgenommen, insbesondere später - nachdem die Elektrifizierung der Fahrzeuge voranschritt - wurden diese in regulären Werkstätten repariert. Seitdem beschränkten sich die Aufgaben vor allem auf die Wartung der Gerätschaften, wobei die Schläuche seit den 1990er Jahren nicht mehr im Schlauchturm zum Trocknen aufgehängt werden mussten, sondern in Schlauchwaschanlagen gereinigt und getrocknet werden konnten. | |||
Als die Feuerwehrtechnischen Zentralen in Aurich und Norden trotz heftigem Widerstands der Feuerwehren zusammengelegt wurden und 2007 einen neuen Standort in Georgsheil bekamen, standen beide Standorte zunächst leer. Der große Saal, der sich oberhalb des Tunnels zur [[Schulstraße]] befand, wurde schon bald von der benachbarten, ebenfalls kreiseigenen [[Conerus-Schule]] für Unterrichtszwecke genutzt. Weitere Räumlichkeiten wurden an die Jugendberufsagentur der Agentur für Arbeit vermietet. Die Conerus-Schule selbst nutzt auch einige der ehemaligen Garagen und Werkstätten, um hier Lehrlinge im Kfz-Handwerk auszubilden. | |||
Seit 2019 nutzt das Elsflether Unternehmen ''Deutsche WindGuard'' große Teile der alten FTZ für Schulungszwecke von Personal auf Windenergieanlagen, insbesondere im Bereich Offshore. Trainiert werden neben Erster Hilfe auch die Brandbekämpfung sowie das Retten und Selbstretten aus großen Höhen (''Working at Heights''), wozu der alte Schlauchturm entsprechend umfunktioniert wurde. Für die ''FireAwareness''-Seminare wird auch der ehemalige Atemschutzkeller genutzt, um hier das Orientieren in verrauchten Umgebungen zu trainieren.<ref>[https://www.windguard.de/standorte.html Internetseite der Deutschen WindGuard], abgerufen am 3. September 2021</ref> | |||
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