Baracke (Schulstraße): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Eine '''Baracke''' (wegen ihrer entsprechenden Nutzung auch ''Schulbaracke'' genannt) hat es auch an der [[Schulstraße]] gegeben. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und besonders des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden, wie vielerorts, auch in Norden mehrere (hölzerne) Baracken errichtet, die zumeist als Lazarett für Kriegsverwundete oder als Soldatenunterkünfte dienten. Die einzige erhaltene dieser Baracken ist das heutige [[Vereinsheim (Kastanienallee)|Vereinsheim]] an der [[Kastanienallee]].
Eine '''Baracke''' hat es auch an der südlichen [[Schulstraße]] gegeben. Diese wurden in weiten Teilen ihrer Existenz auch von verschiedenen [[Liste der Schulen im Stadtgebiet|Norder Schulen]] zu Schulzwecken genutzt, weshalb sie auch ''Schulbaracke'' genannt wurde.


Nach Kriegsende wurden drei Räume in der Baracke für den Unterricht der überfüllten [[Zingelschule]] genutzt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 101</ref> Die Baracke befand sich nahe des [[Altes Feuerwehrhaus|alten Feuerwehrhauses]].<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0166008.jpg)</ref> In der Nachkriegszeit fand hier der Unterricht der [[Pestalozzischule]] statt, da die eigentlichen Schulräume noch als Lazarett dienten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 142</ref>
== Geschichte ==


Ab 1958 wurde in unmittelbarer Nähe die [[Conerus-Schule|Berufsschule]] erbaut, ein Abriss erfolgte jedoch nicht. Auf einer Aufnahme vom Februar 1958 ist die Baracke noch bei den beginnenden Bauarbeiten zu erkennen.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0135235-8.jpg)</ref> Bis zum Neubau des [[Schulzentrum Ekel|Schulzentrums in Ekel]] diente sie noch der [[Gräfin-Theda-Schule]] als Ausweichklassenraum, da diese durch einen starken Anstieg der Schülerzahlen überfüllt war.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 113</ref>
=== Vorgeschichte ===
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und besonders des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden, wie vielerorts, auch in Norden mehrere hölzerne Baracken errichtet, die zumeist als Lazarett für Kriegsverwundete oder als Soldatenunterkünfte dienten. Die einzige erhaltene dieser Baracken ist das heutige [[Vereinsheim (Kastanienallee)|Vereinsheim]] an der [[Kastanienallee]].


1969 forderte die [[Spietschule]] einen Anbau wegen akuter Raumnot. Die Schulbehörde verwies daher auf die Möglichkeit, die Schulbaracke in Anspruch zu nehmen, was die Elternschaft kategorisch ablehnte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 158</ref>
=== Anfang und Ende ===
Die sich nahe des [[Altes Feuerwehrhaus|alten Feuerwehrhauses]] an der [[Schulstraße]] befindliche Baracke wurde vermutlich erst im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] errichtet.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0166008.jpg)</ref> Hierfür spricht, dass diese sich nicht in unmittelbarer Nähe für die im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] errichteten Baracken auf der anderen Seite der Schulstraße befanden ([[Heimstätten]]).


Um 1974, als auf dem Grund der Baracke und Umgebung die [[Feuerwehrtechnische Zentrale]] errichtet wurde, wurde sie abgebrochen.
Nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden drei Räume in der Baracke für den Unterricht der überfüllten [[Zingelschule]] genutzt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 101</ref> Auch fand hier zunächst noch der Unterricht der [[Pestalozzischule]] statt, da die eigentlichen Schulräume noch als Lazarett dienten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 142</ref> Wegen ihrer Nutzung zu Schulzwecken erhielt die Baracke daher auch den Namen ''Schulbaracke''.
 
Ab 1958 wurde in unmittelbarer Nähe die [[Conerus-Schule|Berufsschule]] erbaut, ein Abriss der Baracke erfolgte jedoch zunächst nicht. Auf einer Aufnahme vom Februar 1958 ist die Baracke noch im Hintergrund der beginnenden Bauarbeiten der Schule zu erkennen.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0135235-8.jpg)</ref> Bis zum Neubau der neuen ''Kreisrealschule'' im [[Schulzentrum Ekel]] diente die Baracke zudem der [[Gräfin-Theda-Schule]] als Ausweichklassenraum, da diese durch einen starken Anstieg der Realschülerzahlen überfüllt war.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 113</ref> 1969 forderte die [[Spietschule]] einen Ausbau ihrer Schule wegen akuter Raumnot. Die Schulbehörde verwies dabei auf die Möglichkeit, die Schulbaracke in Anspruch zu nehmen, was die Elternschaft kategorisch ablehnte.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 158</ref>
 
Um 1974, als auf dem Grund der Baracke und ihrer näheren Umgebung die [[Feuerwehrtechnische Zentrale]] errichtet wurde, schlug das Ende der ''Schulbaracke''.


==Einzelnachweise==
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==Siehe auch==
==Siehe auch==
*[[Zingelschule]]
*[[Zingelschule]]
*[[Heimstätten]]


[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
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[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]
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Version vom 3. September 2021, 10:09 Uhr

Baracke (Schulstraße)

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Basisdaten
Entstehungszeit zwischen 1933 und 1945
Erbauer Wehrmacht
Bauweise Holzbaracke
Erhaltungszustand um 1974 abgebrochen
Genaue Lage Schulstraße 61

26506 Norden

Eine Baracke hat es auch an der südlichen Schulstraße gegeben. Diese wurden in weiten Teilen ihrer Existenz auch von verschiedenen Norder Schulen zu Schulzwecken genutzt, weshalb sie auch Schulbaracke genannt wurde.

Geschichte

Vorgeschichte

Während des Ersten und besonders des Zweiten Weltkriegs wurden, wie vielerorts, auch in Norden mehrere hölzerne Baracken errichtet, die zumeist als Lazarett für Kriegsverwundete oder als Soldatenunterkünfte dienten. Die einzige erhaltene dieser Baracken ist das heutige Vereinsheim an der Kastanienallee.

Anfang und Ende

Die sich nahe des alten Feuerwehrhauses an der Schulstraße befindliche Baracke wurde vermutlich erst im Zweiten Weltkrieg errichtet.[1] Hierfür spricht, dass diese sich nicht in unmittelbarer Nähe für die im Ersten Weltkrieg errichteten Baracken auf der anderen Seite der Schulstraße befanden (Heimstätten).

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden drei Räume in der Baracke für den Unterricht der überfüllten Zingelschule genutzt.[2] Auch fand hier zunächst noch der Unterricht der Pestalozzischule statt, da die eigentlichen Schulräume noch als Lazarett dienten.[3] Wegen ihrer Nutzung zu Schulzwecken erhielt die Baracke daher auch den Namen Schulbaracke.

Ab 1958 wurde in unmittelbarer Nähe die Berufsschule erbaut, ein Abriss der Baracke erfolgte jedoch zunächst nicht. Auf einer Aufnahme vom Februar 1958 ist die Baracke noch im Hintergrund der beginnenden Bauarbeiten der Schule zu erkennen.[4] Bis zum Neubau der neuen Kreisrealschule im Schulzentrum Ekel diente die Baracke zudem der Gräfin-Theda-Schule als Ausweichklassenraum, da diese durch einen starken Anstieg der Realschülerzahlen überfüllt war.[5] 1969 forderte die Spietschule einen Ausbau ihrer Schule wegen akuter Raumnot. Die Schulbehörde verwies dabei auf die Möglichkeit, die Schulbaracke in Anspruch zu nehmen, was die Elternschaft kategorisch ablehnte.[6]

Um 1974, als auf dem Grund der Baracke und ihrer näheren Umgebung die Feuerwehrtechnische Zentrale errichtet wurde, schlug das Ende der Schulbaracke.

Einzelnachweise

  1. Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0166008.jpg)
  2. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 101
  3. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 142
  4. Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0135235-8.jpg)
  5. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 113
  6. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 158

Siehe auch