Gewerbeschule: Unterschied zwischen den Versionen
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Ab 1921 wurden auch Mädchen bzw. junge Frauen nach Beendigung ihrer regulären Schulausbildung zum Besuch einer Gewerbeschule verpflichtet.<ref name=":3" /> Im selben Jahr zog die "Förderschule" bzw. "Schule für Lernhilfe" in einem Nebenraum im Gebäude ein und blieb hier bis zum Bau der [[Pestalozzischule]] im Jahre 1929.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 140</ref> Ab 1925 trug die Schule den Namen "Städtische Berufsschule".<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 81</ref> Noch in den 1920er Jahren war es üblich, dass die Schüler Schulmützen trugen, die unterschiedliche Bänder aufwiesen und jährlich wechselten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref> | Ab 1921 wurden auch Mädchen bzw. junge Frauen nach Beendigung ihrer regulären Schulausbildung zum Besuch einer Gewerbeschule verpflichtet.<ref name=":3" /> Im selben Jahr zog die "Förderschule" bzw. "Schule für Lernhilfe" in einem Nebenraum im Gebäude ein und blieb hier bis zum Bau der [[Pestalozzischule]] im Jahre 1929.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 140</ref> Ab 1925 trug die Schule den Namen "Städtische Berufsschule".<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 81</ref> Noch in den 1920er Jahren war es üblich, dass die Schüler Schulmützen trugen, die unterschiedliche Bänder aufwiesen und jährlich wechselten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref> | ||
Die folgenden Jahrzehnte wurden von einer akuten Raumnot gezeichnet, die dazu führte, dass beispielsweise die hauswirtschaftliche Abteilung in ein separates Gebäude am [[Burggraben]] verlagert wurde. Nach Einrichtung einer zweijährigen Handelsschule zu Ostern 1929 und der Gründung einer einjährigen Haushaltungsschule im Jahr 1933 spitzte sich die Raumnot noch weiter zu. Endgültig überschritten wurde das Maximum der Kapazität, als 1937 zu den 690 noch zusätzliche 148 Jugendliche der aufgelösten Berufsschulklasse in Dornum, Hage und Marienhafe kamen. Anfang der 1930er Jahre begannen Planungen für einen Neubau, diese scheiterten jedoch an der Finanzierung, da im Rahmen der Kriegsvorbereitungen für den Zweiten Weltkrieg andere Projekte, insbesondere der [[Vertriebenenlager Tidofeld|Kasernenbau]] eine höhere Priorität genossen.<ref name=":3" /> | Die folgenden Jahrzehnte wurden von einer akuten Raumnot gezeichnet, die dazu führte, dass beispielsweise die hauswirtschaftliche Abteilung in ein separates Gebäude am [[Burggraben]] verlagert wurde. Nach Einrichtung einer zweijährigen Handelsschule zu Ostern 1929 und der Gründung einer einjährigen [[Haushaltungsschule]] im Jahr 1933 spitzte sich die Raumnot noch weiter zu. Endgültig überschritten wurde das Maximum der Kapazität, als 1937 zu den 690 noch zusätzliche 148 Jugendliche der aufgelösten Berufsschulklasse in Dornum, Hage und Marienhafe kamen. Anfang der 1930er Jahre begannen Planungen für einen Neubau, diese scheiterten jedoch an der Finanzierung, da im Rahmen der Kriegsvorbereitungen für den Zweiten Weltkrieg andere Projekte, insbesondere der [[Vertriebenenlager Tidofeld|Kasernenbau]] eine höhere Priorität genossen.<ref name=":3" /> | ||
Nachdem die Schülerzahlen während des Zweiten Weltkriegs sanken, zogen sie nach Kriegsende wieder deutlich an. An unterschiedlichen Gebäuden, wie zum Beispiel am [[Jugendheim]] in der [[Klosterstraße]] fand nun der Unterricht statt. Erst 1954 wurde seitens der Behörden der Beschluss für einen Neubau gefasst. Berufsschuldirektor [[Conrad Heeren]] fasste 1955 zusammen, dass nun "zum dritten Male die Hoffnung" besteht, dass "dem Berufsschulwesen in Norden endlich eine würdige Schule gebaut wird, die als Bildungssstätte für die gesamte werktätige Jugend dienen kann." Doch erst fünf Jahre später begann der Bau, das alte Schulgebäude in der Schulstraße wurde im selben Jahr abgebrochen.<ref name=":3" /> | Nachdem die Schülerzahlen während des Zweiten Weltkriegs sanken, zogen sie nach Kriegsende wieder deutlich an. An unterschiedlichen Gebäuden, wie zum Beispiel am [[Jugendheim]] in der [[Klosterstraße]] fand nun der Unterricht statt. Erst 1954 wurde seitens der Behörden der Beschluss für einen Neubau gefasst. Berufsschuldirektor [[Conrad Heeren]] fasste 1955 zusammen, dass nun "zum dritten Male die Hoffnung" besteht, dass "dem Berufsschulwesen in Norden endlich eine würdige Schule gebaut wird, die als Bildungssstätte für die gesamte werktätige Jugend dienen kann." Doch erst fünf Jahre später begann der Bau, das alte Schulgebäude in der Schulstraße wurde im selben Jahr abgebrochen.<ref name=":3" /> | ||