Schulzentrum Wildbahn: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Bau des Schulkomplexes wurde im Sommer 1975, pünktlich zum Schuljahresbeginn, fertiggestellt.<ref name=":0" /> Bereits 1974 wurde mit dem Unterricht begonnen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 166</ref> Bei der feierlichen Übergabe des rund 20 Millionen DM teuren Bauwerks am 7. August 1975 war auch der damalige niedersächische Kultusminister Marenholz anwesend.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 161</ref> In den Bau zogen die Hauptschule, die Förderschule (ehemals [[Pestalozzischule]]) und die Orientierungsstufe ein, die nach der Schaffung einer weitere im [[Schulzentrum Ekel]] in "Orientierungsstufe I" (kurz: OS I) benannt wurde. | Der Bau des Schulkomplexes wurde im Sommer 1975, pünktlich zum Schuljahresbeginn, weitestgehend fertiggestellt.<ref name=":0" /> Bereits 1974 wurde mit dem Unterricht begonnen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 166</ref> Bei der feierlichen Übergabe des rund 20 Millionen DM teuren Bauwerks am 7. August 1975 war auch der damalige niedersächische Kultusminister Marenholz anwesend.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 161</ref> In den Bau zogen die Hauptschule, die Förderschule (ehemals [[Pestalozzischule]]) und die Orientierungsstufe ein, die nach der Schaffung einer weitere im [[Schulzentrum Ekel]] in "Orientierungsstufe I" (kurz: OS I) benannt wurde. | ||
Beginnend mit 535 im Jahre 1975, die von 37 Lehrern unterricht wurde, sanken die Schülerzahlen der Haupt- und Förderschule in den Folgejahren rapide ab, was vor allem dadurch bedingt war, dass viele Eltern ihre Kinder trotz einer entsprechenden, während der Orientierungsstufenzeit erhaltenen Empfehlung, lieber auf die [[Realschule]] oder das [[Ulrichsgymnasium]] schickten.<ref name=":0" /> | Beginnend mit 535 im Jahre 1975, die von 37 Lehrern unterricht wurde, sanken die Schülerzahlen der Haupt- und Förderschule in den Folgejahren rapide ab, was vor allem dadurch bedingt war, dass viele Eltern ihre Kinder trotz einer entsprechenden, während der Orientierungsstufenzeit erhaltenen Empfehlung, lieber auf die [[Realschule]] oder das [[Ulrichsgymnasium]] schickten.<ref name=":0" /> | ||
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Bedingt durch eine verstärkte Migration stieg in den Folgejahren der Anteil von Schulkindern mit Migrationshintergrund parallel zum Absinken der Gesamtschülerzahl stetig an; 1988 waren es bereits 8,22 % der Gesamtschülerzahl. Zunächst kamen die Kinder vor allem aus dem Nahen Osten bzw. Arabien sowie Südostasien (vor allem Vietnam), ab 2000 kamen zahlreiche Aussiedlerfamilien aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion hinzu. Einen vorläufigen Höchstand des Migrantenanteils erreichte die Schule im Jahr 2000 mit rund 33 %.<ref name=":0" /> | Bedingt durch eine verstärkte Migration stieg in den Folgejahren der Anteil von Schulkindern mit Migrationshintergrund parallel zum Absinken der Gesamtschülerzahl stetig an; 1988 waren es bereits 8,22 % der Gesamtschülerzahl. Zunächst kamen die Kinder vor allem aus dem Nahen Osten bzw. Arabien sowie Südostasien (vor allem Vietnam), ab 2000 kamen zahlreiche Aussiedlerfamilien aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion hinzu. Einen vorläufigen Höchstand des Migrantenanteils erreichte die Schule im Jahr 2000 mit rund 33 %.<ref name=":0" /> | ||
Eine zur Schule [[Sporthalle Wildbahn|gehörende Turnhalle]] wurde 1977 fertiggestellt, | Eine zur Schule [[Sporthalle Wildbahn|gehörende Turnhalle]] wurde 1977 fertiggestellt, ebenso abschließende Arbeiten am eigentlichen Schulgebäude. Ab 1979 folgte ein Werktrakt mit Fachräumen für den Werkunterricht. Der hohe Migrantenanteil machte eine Vielzahl von Fördermaßnahmen und Programmen erforderlich.<ref name=":0" /> Neben dem hohen Migrantenanteil führte auch die soziale Herkunft der Schüler vielfach zu (gewalttätigen) Konflikten auf dem Schulgelände und in dessen Umfeld. Damit stand das Schulzentrum Wildbahn in einem starken Kontrast zum [[Schulzentrum Ekel]], das im eher gutbürgerlich geprägten Osten der Stadt gelegen war. Das vergleichsweise hohe Gewaltpotential der Schüler führte dazu, dass die Hauptschule von 2002 bis Ende 2006 zur "PRINT-Schule" erklärt wurde. "PRINT" steht hierbei für "PRäventions- und INTegrationsprojekte". Es handelte sich um ein durch Mittel des Europäischen Sozialfonds des Landes Niedersachsens, des Landkreises Aurichs und der Stadt bzw. umliegenden Kommunen finanzierten Fonds, der die Durchführung von Präventionskonzepten (Soziale Trainings, Umgang mit Gewalt u.a.) zum Ziel hatte. | ||
1989 wurde erstmals ein "Brötchenstand" eingerichtet, um Kindern, die von ihren ungefrühstückt zur Schule geschickt wurden, ein nachträgliches Frühstück zu günstigen Preisen zu ermöglichen. 2001 wurde im Eingangsbereich der Hauptschule eine kleine Bühne zur Aufführung von Theaterstücken errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 163</ref> | 1989 wurde erstmals ein "Brötchenstand" eingerichtet, um Kindern, die von ihren ungefrühstückt zur Schule geschickt wurden, ein nachträgliches Frühstück zu günstigen Preisen zu ermöglichen. 2001 wurde im Eingangsbereich der Hauptschule eine kleine Bühne zur Aufführung von Theaterstücken errichtet.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 163</ref> | ||