Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 57: Zeile 57:
Eine erneute Neuorganisation der Schule hatte vier Klassen zur Folge: Zwei für den allgemeinen Unterricht der Gewerbeschüler und eine für besonders begabte Schüler. Dazu kam eine gesonderte Klasse für Handelslehrlinge. Ab 1896 wurde die Handelsklasse von [[Harm Kaufmann]] unterrichtet, der zugleich erster hauptamtlicher Lehrer der Schule wurde.<ref name=":2" /><ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 79</ref> Neben seminarisch fortgebildeten Volksschullehrer unterrichten auch weiterhin Gewerbetreibende an der Schule. Eine Praxis, die sich so ähnlich bis heute an den Berufsbildenden Schulen gehalten hat.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 80</ref>
Eine erneute Neuorganisation der Schule hatte vier Klassen zur Folge: Zwei für den allgemeinen Unterricht der Gewerbeschüler und eine für besonders begabte Schüler. Dazu kam eine gesonderte Klasse für Handelslehrlinge. Ab 1896 wurde die Handelsklasse von [[Harm Kaufmann]] unterrichtet, der zugleich erster hauptamtlicher Lehrer der Schule wurde.<ref name=":2" /><ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 79</ref> Neben seminarisch fortgebildeten Volksschullehrer unterrichten auch weiterhin Gewerbetreibende an der Schule. Eine Praxis, die sich so ähnlich bis heute an den Berufsbildenden Schulen gehalten hat.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 80</ref>


Ab 1921 wurden auch Mädchen bzw. junge Frauen nach Beendigung ihrer regulären Schulausbildung zum Besuch einer Gewerbeschule verpflichtet. Ab 1925 trug die Schule den Namen "Städtische Berufsschule".<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 81</ref> Noch in den 1920er Jahren war es üblich, dass die Schüler Schulmützen trugen, die unterschiedliche Bänder aufwiesen und jährlich wechselten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref>
Ab 1921 wurden auch Mädchen bzw. junge Frauen nach Beendigung ihrer regulären Schulausbildung zum Besuch einer Gewerbeschule verpflichtet.<ref name=":3" /> Im selben Jahr zog die "Förderschule" bzw. "Schule für Lernhilfe" in einem Nebenraum im Gebäude ein und blieb hier bis zum Bau der [[Pestalozzischule]] im Jahre 1929.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 140</ref> Ab 1925 trug die Schule den Namen "Städtische Berufsschule".<ref name=":3">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 81</ref> Noch in den 1920er Jahren war es üblich, dass die Schüler Schulmützen trugen, die unterschiedliche Bänder aufwiesen und jährlich wechselten.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 108</ref>


Die folgenden Jahrzehnte wurden von einer akuten Raumnot gezeichnet, die dazu führte, dass beispielsweise die hauswirtschaftliche Abteilung in ein separates Gebäude am [[Burggraben]] verlagert wurde. Nach Einrichtung einer zweijährigen Handelsschule zu Ostern 1929 und der Gründung einer einjährigen Haushaltungsschule im Jahr 1933 spitzte sich die Raumnot noch weiter zu. Endgültig überschritten wurde das Maximum der Kapazität, als 1937 zu den 690 noch zusätzliche 148 Jugendliche der aufgelösten Berufsschulklasse in Dornum, Hage und Marienhafe kamen. Anfang der 1930er Jahre begannen Planungen für einen Neubau, diese scheiterten jedoch an der Finanzierung, da im Rahmen der Kriegsvorbereitungen für den Zweiten Weltkrieg andere Projekte, insbesondere der [[Vertriebenenlager Tidofeld|Kasernenbau]] eine höhere Priorität genossen.<ref name=":3" />
Die folgenden Jahrzehnte wurden von einer akuten Raumnot gezeichnet, die dazu führte, dass beispielsweise die hauswirtschaftliche Abteilung in ein separates Gebäude am [[Burggraben]] verlagert wurde. Nach Einrichtung einer zweijährigen Handelsschule zu Ostern 1929 und der Gründung einer einjährigen Haushaltungsschule im Jahr 1933 spitzte sich die Raumnot noch weiter zu. Endgültig überschritten wurde das Maximum der Kapazität, als 1937 zu den 690 noch zusätzliche 148 Jugendliche der aufgelösten Berufsschulklasse in Dornum, Hage und Marienhafe kamen. Anfang der 1930er Jahre begannen Planungen für einen Neubau, diese scheiterten jedoch an der Finanzierung, da im Rahmen der Kriegsvorbereitungen für den Zweiten Weltkrieg andere Projekte, insbesondere der [[Vertriebenenlager Tidofeld|Kasernenbau]] eine höhere Priorität genossen.<ref name=":3" />