Bahnhof Norden-Stadt: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Bahnhof wurde 1895 errichtet, um der Stadt Norden einen eigenen, zentrumsnahen Zugang zur Bahnverbindung zu ermöglichen. Zwar wurde bereits 1883 der [[Bahnhof Norden]] an der danach benannten [[Bahnhofstraße]] in [[Süderneuland I]] errichtet, doch befand sich dieser weder auf Stadtgrund, noch war er zentrumsnah. So entschied man sich dafür, an einer geeigneten Stelle in der Nähe der [[Eisenhütte]] einen weiteren Bahnhof bzw. eine Haltestelle zu errichten. Auch diese befand sich strenggenommen nicht in Norden, sondern in [[Ekel]], damals noch Ortsteil der Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]]. | Der Bahnhof wurde 1895 errichtet, um der Stadt Norden einen eigenen, zentrumsnahen Zugang zur Bahnverbindung zu ermöglichen. Zwar wurde bereits 1883 der [[Bahnhof Norden]] an der danach benannten [[Bahnhofstraße]] in [[Süderneuland I]] errichtet, doch befand sich dieser weder auf Stadtgrund, noch war er zentrumsnah. So entschied man sich dafür, an einer geeigneten Stelle in der Nähe der [[Eisenhütte]] einen weiteren Bahnhof bzw. eine Haltestelle zu errichten. Auch diese befand sich strenggenommen nicht in Norden, sondern in [[Ekel]], damals noch Ortsteil der Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]]. | ||
Der Fahrplanwechsel am 28. Mai 1983 besiegelte auch das endgültige Ende des Bahnhofs Norden-Stadt, im Norder Volksmund auch als "Lüttje Bahnhof" (kleiner Bahnhof) bezeichnet: Formell war die an der Osterstraße gelegene Station bis dahin zwar noch in den Fahrplänen der Emslandstrecke verzeichnet, jedoch hatte dort bereits seit Anfang der 1970er Jahre kein Zug mehr gehalten. | |||
Neben dem Bahnhofsgebäude mit Wartestelle gehörte auch eine kleine Gaststätte dazu. Der Gastwirt pflegte in seinem Garten Hühner und Pfaue zu halten. Durch den [[Modelleisenbahnclub Norden]] wurde der Bahnhof 2006 in ihren Vereinsräumen detailgetreu im Maßstab 1:87 nachgebaut. Die Erbauer stützten sich bei der Gestaltung vor allem auf Aussagen von Zeitzeugen, da nur wenige bekannte Bilder von diesem Bahnhof existieren.<ref>[https://www.oz-online.de/-printartikel/155472/Ein-Stueck-Norder-Stadtgeschichte-in-H0 Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 2. Dezember 2006], abgerufen am 26. April 2021</ref> | Neben dem Bahnhofsgebäude mit Wartestelle gehörte auch eine kleine Gaststätte dazu. Der Gastwirt pflegte in seinem Garten Hühner und Pfaue zu halten. Durch den [[Modelleisenbahnclub Norden]] wurde der Bahnhof 2006 in ihren Vereinsräumen detailgetreu im Maßstab 1:87 nachgebaut. Die Erbauer stützten sich bei der Gestaltung vor allem auf Aussagen von Zeitzeugen, da nur wenige bekannte Bilder von diesem Bahnhof existieren.<ref>[https://www.oz-online.de/-printartikel/155472/Ein-Stueck-Norder-Stadtgeschichte-in-H0 Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 2. Dezember 2006], abgerufen am 26. April 2021</ref> | ||
Version vom 26. April 2021, 11:41 Uhr
Bahnhof Norden-Stadt | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1895 | |||||||
| Erbauer | Deutsche Reichsbahn | |||||||
| Bauweise | Bahnhof | |||||||
| Erhaltungszustand | um 1983 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Im Winkel von Im Horst
und der Osterstraße | |||||||

Der Bahnhof Norden-Stadt (auch: Haltestelle Norden-Stadt) war ein 1895 errichteter Bahnhof nahe der damaligen Eisenhütte. Obgleich der Name dies nahelegt, hatte Norden strenggenommen nie einen Bahnhof. Alle Bahnhöfe befanden sich außerhalb der eigentlichen Stadtgrenzen, so auch der Bahnhof Norden-Stadt, der noch auf dem Gebiet der Gemeinde Sandbauerschaft lag, die erst 1919 in die Stadt eingemeindet wurde.
Geschichte
Der Bahnhof wurde 1895 errichtet, um der Stadt Norden einen eigenen, zentrumsnahen Zugang zur Bahnverbindung zu ermöglichen. Zwar wurde bereits 1883 der Bahnhof Norden an der danach benannten Bahnhofstraße in Süderneuland I errichtet, doch befand sich dieser weder auf Stadtgrund, noch war er zentrumsnah. So entschied man sich dafür, an einer geeigneten Stelle in der Nähe der Eisenhütte einen weiteren Bahnhof bzw. eine Haltestelle zu errichten. Auch diese befand sich strenggenommen nicht in Norden, sondern in Ekel, damals noch Ortsteil der Norder Umlandgemeinde Sandbauerschaft.
Der Fahrplanwechsel am 28. Mai 1983 besiegelte auch das endgültige Ende des Bahnhofs Norden-Stadt, im Norder Volksmund auch als "Lüttje Bahnhof" (kleiner Bahnhof) bezeichnet: Formell war die an der Osterstraße gelegene Station bis dahin zwar noch in den Fahrplänen der Emslandstrecke verzeichnet, jedoch hatte dort bereits seit Anfang der 1970er Jahre kein Zug mehr gehalten.
Neben dem Bahnhofsgebäude mit Wartestelle gehörte auch eine kleine Gaststätte dazu. Der Gastwirt pflegte in seinem Garten Hühner und Pfaue zu halten. Durch den Modelleisenbahnclub Norden wurde der Bahnhof 2006 in ihren Vereinsräumen detailgetreu im Maßstab 1:87 nachgebaut. Die Erbauer stützten sich bei der Gestaltung vor allem auf Aussagen von Zeitzeugen, da nur wenige bekannte Bilder von diesem Bahnhof existieren.[1]
Einzelnachweise
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 2. Dezember 2006, abgerufen am 26. April 2021