Störtebekerkanal: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 27: | Zeile 27: | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Das Norder Tief war anfangs eine direkte Verbindung von der [[Leybucht]] zum [[Norder Hafen|Hafen der Stadt Norden]]. Der zunehmenden Verschlickung des Mündungsbereichs begegnete man 1929 mit dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]]. Da das Oberflächenwasser aber nur bei Niedrigwasser abfließen konnte, wurde 1962 ein zusätzliches Schöpfwerk errichtet. | Das Norder Tief war anfangs eine direkte Verbindung von der [[Leybucht]] zum [[Norder Hafen|Hafen der Stadt Norden]]. Der zunehmenden Verschlickung des Mündungsbereichs begegnete man 1929 mit dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]]. Da das Oberflächenwasser aber nur bei Niedrigwasser abfließen konnte, wurde 1962 ein zusätzliches Schöpfwerk errichtet.<ref name=":0">[https://ostfriesland-entdecken.de/leybuchtsiel-und-stoertebekerkanal/ Leybuchtsiel und Störtebekerkanal] auf "Ostfriesland entdecken", abgerufen am 19. April 2021</ref> | ||
Die fortschreitende Verschlickung der Leybucht machte die Schifffahrt auf dem Wattfahrwasser immer schwieriger. Bis 1991 entstand westlich der Leybucht die vorgelagerte künstliche Halbinsel "Leyhörn" mit dem [[Leysiel]] und einem Speicherbecken sowie dem Leyhörner Sieltief, das auch als Zufahrt nach Greetsiel diente. Östlich davon wurde danach als neues Hochwasserschutz-Bauwerk der Störtebekerdeich gebaut, binnendeichs entstand in den 1990er Jahren der Störtebekerkanal als Verbindung zwischen dem Leyhörner Sieltief und dem alten Leybuchtsiel an der Mündung des Norder Tiefs. Dieses entwässert seitdem durch diesen Kanal, das Leyhörner Sieltief und das Leysiel in die Leybucht bzw. Nordsee. | Die fortschreitende Verschlickung der Leybucht machte die Schifffahrt auf dem Wattfahrwasser immer schwieriger. Bis 1991 entstand westlich der Leybucht die vorgelagerte künstliche Halbinsel "Leyhörn" mit dem [[Leysiel]] und einem Speicherbecken sowie dem Leyhörner Sieltief, das auch als Zufahrt nach Greetsiel diente. Östlich davon wurde danach als neues Hochwasserschutz-Bauwerk der Störtebekerdeich gebaut, binnendeichs entstand in den 1990er Jahren der Störtebekerkanal als Verbindung zwischen dem Leyhörner Sieltief und dem alten Leybuchtsiel an der Mündung des Norder Tiefs. Dieses entwässert seitdem durch diesen Kanal, das Leyhörner Sieltief und das Leysiel in die Leybucht bzw. Nordsee.<ref name=":0" /> | ||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
Version vom 19. April 2021, 16:13 Uhr
Störtebekerkanal | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||||
| {{#multimaps: | Title = Störtebekerkanal | Text = Gewässerverlauf | center = 53.52354835357673, 7.130129260076472 | line = 53.54234457246873, 7.143297365424429 :53.54191903807283, 7.141671912251496 :53.54100040955439, 7.141285440867723 :53.53974648569304, 7.141648771049702 :53.537240345504756, 7.144160835161543 :53.53534652131794, 7.146714261676401 :53.53324862243875, 7.148409417734762 :53.53081480024597, 7.148341551231008 :53.528927131587324, 7.146109953256968 :53.51011953045705, 7.117481673763919 :53.50949421259798, 7.116022576952897 :53.508537152746385, 7.110540141866828 :53.50725468593673, 7.1022574373539396 | zoom = 12 | width = 300px | height = 300px
}} | |
| Kategorie | Gewässer im Stadtgebiet | |||||||
| Ursprung | Norder Tief | |||||||
| Mündung | Leybucht | |||||||
Der Störtebekerkanal ist ein künstlich angelegter Entwässerungsgraben sowie eine Wasserstraße am westlichen Stadtrand in Neuwesteel bzw. Leybuchtpolder. Er verbindet das Leyhörner Sieltief mit dem Norder Tief und ist von zentraler Bedeutung für die städtische Entwässerung.
Geschichte
Das Norder Tief war anfangs eine direkte Verbindung von der Leybucht zum Hafen der Stadt Norden. Der zunehmenden Verschlickung des Mündungsbereichs begegnete man 1929 mit dem Bau des Leybuchtsiels. Da das Oberflächenwasser aber nur bei Niedrigwasser abfließen konnte, wurde 1962 ein zusätzliches Schöpfwerk errichtet.[1]
Die fortschreitende Verschlickung der Leybucht machte die Schifffahrt auf dem Wattfahrwasser immer schwieriger. Bis 1991 entstand westlich der Leybucht die vorgelagerte künstliche Halbinsel "Leyhörn" mit dem Leysiel und einem Speicherbecken sowie dem Leyhörner Sieltief, das auch als Zufahrt nach Greetsiel diente. Östlich davon wurde danach als neues Hochwasserschutz-Bauwerk der Störtebekerdeich gebaut, binnendeichs entstand in den 1990er Jahren der Störtebekerkanal als Verbindung zwischen dem Leyhörner Sieltief und dem alten Leybuchtsiel an der Mündung des Norder Tiefs. Dieses entwässert seitdem durch diesen Kanal, das Leyhörner Sieltief und das Leysiel in die Leybucht bzw. Nordsee.[1]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Leybuchtsiel und Störtebekerkanal auf "Ostfriesland entdecken", abgerufen am 19. April 2021