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Das Gebäude wurde im Jahr 1617 von [[Erhard Lüppena]] aus dem Geschlecht der Häuptlinge von Soltborg (heute ein Teil der Gemeinde Jemgum) erbaut.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 164</ref> Lüppena war 1620 bis 1643 [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister]] von Norden.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden</ref> In der Lebengeschichte des [[Hayo Rykena (1530)|Hayo Rykena]] und des [[Ubbo Emmius]] wird beschrieben, dass sich hier bereits vor dem Bau des heutigen Gebäudes ein großes Steinhaus namens "Kenenburg" befand, dessen Eigentümer Hayo Rykena gewesen sein soll.<ref>Dekker, Gudrun Anne (2010): Ubbo Emmius: Leben, Umwelt, Nachlass und Gegenwart, Norderstedt, S. 171</ref> Erhard Lüppena war durch Heirat mit den [[Rykena|Rykenas]] verwandt.<ref name=":1" /> | Das Gebäude wurde im Jahr 1617 von [[Erhard Lüppena]] aus dem Geschlecht der Häuptlinge von Soltborg (heute ein Teil der Gemeinde Jemgum) erbaut.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 164</ref> Lüppena war 1620 bis 1643 [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister]] von Norden.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden</ref> In der Lebengeschichte des [[Hayo Rykena (1530)|Hayo Rykena]] und des [[Ubbo Emmius]] wird beschrieben, dass sich hier bereits vor dem Bau des heutigen Gebäudes ein großes Steinhaus namens "Kenenburg" befand, dessen Eigentümer Hayo Rykena gewesen sein soll.<ref>Dekker, Gudrun Anne (2010): Ubbo Emmius: Leben, Umwelt, Nachlass und Gegenwart, Norderstedt, S. 171</ref> Erhard Lüppena war durch Heirat mit den [[Rykena|Rykenas]] verwandt.<ref name=":1" /> | ||
Die Kenenburg war ursprünglich im Besitz der [[tom Brook]]. Wann genau diese erbaut wurde, ist nicht überliefert. Wie auch bei der "Kenenburg" in Oldeborg (Gemeinde Südbrookmerland) geht der Name wohl auf Keno tom Brook zurück. Nachdem das Geschlecht der tom Brook 1435 ausstarb, fiel die Burg an die [[Engena]] (daher der Name) | Die Kenenburg war ursprünglich im Besitz der [[tom Brook]]. Wann genau diese erbaut wurde, ist nicht überliefert. Wie auch bei der "Kenenburg" in Oldeborg (Gemeinde Südbrookmerland) geht der Name wohl auf Keno Kenesna, den Begründer des Geschlechts der tom Brook zurück. Nachdem das Geschlecht der tom Brook 1435 ausstarb, fiel die Burg an die [[Engena]] (daher der Name), die ihren Hauptsitz vermutlich in Engerhafe (Gemeinde Südbrookmerland) hatten. Später fiel die Burg an die [[Idzinga]]. Die genauen Zusammenhänge lassen sich mangels Überlieferungen nicht näher nachvollziehen. | ||
Nach dem Tode der letzten [[Idzinga]], [[Hima Idzinga|Hima]], die 1439 kinderlos im [[Kloster Marienthal]] verstarb, fiel die Kenenburg an [[Edzard Cirksena]] und dann an seinen Bruder [[Ulrich Cirksena]].<ref>Schweckendick, W. (1843): Frisia - eine Zeitschrift zur Belehrung und Unterhaltung, Band 1, Emden, S. 42</ref> Die Cirksena hatten als Grafen Ostfriesland unmittelbaren Anspruch auf die Besitztümer der nun ausgestorbenen Idzinga. | |||
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde das Gebäude abgerissen. Auf den Grundmauern der Kenenburg errichtete Erhard Lüppena im Jahr 1617 das heutige Gebäude, wobei sich dieses nur auf dem heutigen Grund der Hausnummer 10 befand. Die Nummern 9 ([[Holzhandlung Frericks]]) und 11 wurden erst später errichtet. | Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde das Gebäude abgerissen. Auf den Grundmauern der Kenenburg errichtete Erhard Lüppena im Jahr 1617 das heutige Gebäude, wobei sich dieses nur auf dem heutigen Grund der Hausnummer 10 befand. Die Nummern 9 ([[Holzhandlung Frericks]]) und 11 wurden erst später errichtet. | ||