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1726 standen auf der verlängerten Ostseite und Westseite der Sielstraße nur je zwei Häuser. Eine dichtere Bebauung erfolgte erst um 1850. Auf der Westseite nahm der [[Suider-Hoff]] eine wohl bedeutende Stellung ein. Das Grundstück war von einem Zingel (Wall) umgeben. Hier muss man sich vergegenwärtigen, dass Norden noch im 16. Jahrhundert in einer Meeresbucht lag. Auch auf dem Grünland des ''Suider-Hoff'' lagen [[Deichlast|Deichlasten]].<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier, 13./14. Juni 1998, S. 8</ref>
1726 standen auf der verlängerten Ostseite und Westseite der Sielstraße nur je zwei Häuser. Eine dichtere Bebauung erfolgte erst um 1850. Auf der Westseite nahm der [[Suider-Hoff]] eine wohl bedeutende Stellung ein. Das Grundstück war von einem Zingel (Wall) umgeben. Hier muss man sich vergegenwärtigen, dass Norden noch im 16. Jahrhundert in einer Meeresbucht lag. Auch auf dem Grünland des ''Suider-Hoff'' lagen [[Deichlast|Deichlasten]].<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier, 13./14. Juni 1998, S. 8</ref>


Nach einem Stadtplan von 1882 befanden sich hier zu dieser Zeit 75, überwiegend eingeschossige Häuser.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 233</ref><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 91</ref> Neben reinen Wohnhäusern gab es hier einige Kleinhändler und mehrere, größere Gewerbebetriebe.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 91</ref> In der Zeit um 1940 wohnten in der Sielstraße und der [[Kleine Neustraße|Kleinen Neustraße]] noch elf Juden, welche jedoch im genannten Jahr deportiert wurden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 37</ref>
Nach einem Stadtplan von 1882 befanden sich hier zu dieser Zeit 75, überwiegend eingeschossige Häuser.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 233</ref><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 91</ref> Neben reinen Wohnhäusern gab es hier einige Kleinhändler und mehrere, größere Gewerbebetriebe.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 91</ref> Spätestens seit 1926 wurde der Sielweg nicht mehr eigenständig, sondern zur Sielstraße gerechnet.<ref>Adressbuch der Stadt Norden von 1926</ref>
 
In der Zeit um 1940 wohnten in der Sielstraße und der [[Kleine Neustraße|Kleinen Neustraße]] noch elf Juden, welche jedoch im genannten Jahr deportiert wurden.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 37</ref>
 
Seit der [[Altstadtsanierung]] wird die Sielstraße von Mehrparteienhäusern (Wohnblocks) dominiert.


==Gebäude und Plätze==
==Gebäude und Plätze==