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===Entwicklung===
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Die Erschließung der Straße fällt zusammen mit der 1850 erfolgten Gründung und dem Ausbau der [[Eisenhütte]]. Das Unternehmen erbaute hier ab 1888 für ihre Arbeiter mehrere Werkswohnungen, denen überdies Gartenland zur Eigenversorgung nördlich des [[Kolkbrücker Weg|Kolkbrücker Wegs]] zugeteilt wurde.<ref name=":0">Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 101</ref><ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 105</ref> Hintergrund war vor allem das Fehlen von freien Mietwohnungen in der Stadt, wie das Unternehmen der Regierungsbehörde in Aurich in einem Schreiben aus dem Jahr 1893 mitteilte.<ref name=":0" /><ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 102</ref>
Die Erschließung der Straße fällt zusammen mit der 1850 erfolgten Gründung und dem Ausbau der [[Eisenhütte]]. Das Unternehmen erbaute hier ab 1888 für ihre Arbeiter mehrere Werkswohnungen, denen überdies Gartenland zur Eigenversorgung nördlich des [[Kolkbrücker Weg|Kolkbrücker Wegs]] zugeteilt wurde.<ref name=":0">Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 101</ref><ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 105</ref> Hintergrund war vor allem das Fehlen von freien Mietwohnungen in der Stadt, wie das Unternehmen der Regierungsbehörde in Aurich in einem Schreiben aus dem Jahr 1893 mitteilte.<ref name=":0" /><ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 102</ref>
Weitere Werkswohnungen der Eisenhütte gab es im Stadtgebiet nicht. Der Urgroßvater von [[Claus Herlyn]] wohnte im Glückauf 1, war Former in der Eisenhütte und Personalratsvorsitzender. Jedes Haus hatte zwei Wohnungen. Das Haus mit der Nummer 3 war ca. 2 Meter breiter als die anderen Häuser. Dort wohnten nach dem Bau (ca. 1894) anfangs nur Vorarbeiter, später auch Leute die nicht in der Eisenhütte gearbeitet haben. 1977 wurden die Häuser 1 bis 3 von dem damaligen Eigentümer ([[Carl-Alfred Stegmann]]/[[U. Groenefeld|Fa. Spirituosen Groenefeld]]) an die zu diesem Zeitpunkt dort wohnhaften Bewohner verkauft.


==Gebäude und Plätze==
==Gebäude und Plätze==
Auf der westlichen Straßenseite befinden sich einige Wohnhäuser sowie eine Zahnarzt- und Hebammenpraxis. Auch befindet sich an der Straßenecke zur Osterstraße das [[Apollo-Kino]]. Die Ostseite der Straße wird von einem großen Verbrauchermarkt, der auf dem Gelände der Eisenhütte errichtet wurde, dominiert. Am Ende der Straße beginnt das (ehemalige) [[Doornkaat]]-Gelände.
Auf der westlichen Straßenseite befinden sich einige Wohnhäuser sowie eine Zahnarzt- und Hebammenpraxis. Auch befindet sich an der Straßenecke zur Osterstraße das [[Apollo-Kino]]. Die Ostseite der Straße wird von einem großen Verbrauchermarkt, der auf dem Gelände der Eisenhütte errichtet wurde, dominiert. Am Ende der Straße beginnt das (ehemalige) [[Doornkaat]]-Gelände.
Die Gegend vom Glückauf wurde früher ''Kamerun'' genannt. Über die Herkunft dieses Namens lassen sich nur Spekulationen anstellen. Kamerun war von 1884 bis 1919 eine deutsche Kolonie. Möglicherweise spielte somit die oft schwarzgefärbten Gesichter der Arbeiter nach Schichtende in der Eisenhütte eine Rolle bei der Entstehung dieses Namens.


==Galerie==
==Galerie==