Gasthof Hinrichs: Unterschied zwischen den Versionen
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Am 17. Januar 1941 wurde Norden zum Ziel eines alliierten Bombers, wobei mehrere Häuser zerstört wurden. Es gab drei Tote und mehrere Verletzte. Ebenfalls wurde der Gasthof getroffen, in den Ruinen fand man später die Leiche eines einjährigen Mädchens.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 39</ref> | Der Gasthof wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert erbaut und umfasste neben einer Lokalität noch 12 Stallungen für Doppelgespanne, einen etwa 200 Personen fassenden Saal, eine Kegelbahn und 12 Fremdenzimmer. Seinerzeit war der Gasthof offenbar als ''Smackschip'' bekannt und wurde gerne von Seefahrern besucht.<ref>Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 49</ref> | ||
Am 17. Januar 1941 gegen 07:30 Uhr wurde die [[Stadt Norden]] zum Ziel eines alliierten Bombers, wobei mehrere Häuser zerstört wurden. Es gab drei Tote und mehrere Verletzte. Ebenfalls wurde der Gasthof getroffen, in den Ruinen fand man später die Leiche eines einjährigen Mädchens.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 39</ref> Dass es nicht zu weiteren Opfern kam, war dem Zufall zu verdanken, denn die Fremdenzimmer waren erst am Tage zuvor frei geworden. Zu dieser Zeit gehörte die Gastwirtschaft [[Hinrich Claassen Hinrichs]], der sie bereits seit mehreren Jahren führte. Er verstarb drei Monate an den Folgen der durch die Bombe hervorgerufene Schockwirkung auf seinen Körper.<ref>Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 47</ref> | |||
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Datei:Sielstraße Gasthof Hinrichs Bombenschaden Zweiter Weltkrieg 17 01 1941 01.jpg|Der von einer Fliegerbombe getroffene Gasthof am 17. Januar 1941. | |||
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Version vom 28. Mai 2022, 13:59 Uhr
Gasthof Hinrichs | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entstehungszeit | 17. Jahrhundert |
| Erbauer | unbekannt |
| Bauweise | (verputzter) Ziegelsteinbau |
| Erhaltungszustand | um 1970 abgebrochen |
| Genaue Lage | Heringstraße
26506 Norden |
Der Gasthof Hinrichs war ein bekannter Gasthof, der an der heutigen Heringstraße lag, die jedoch damals noch der Sielstraße zugerechnet wurde.
Geschichte
Der Gasthof wurde wahrscheinlich im 17. Jahrhundert erbaut und umfasste neben einer Lokalität noch 12 Stallungen für Doppelgespanne, einen etwa 200 Personen fassenden Saal, eine Kegelbahn und 12 Fremdenzimmer. Seinerzeit war der Gasthof offenbar als Smackschip bekannt und wurde gerne von Seefahrern besucht.[1]
Am 17. Januar 1941 gegen 07:30 Uhr wurde die Stadt Norden zum Ziel eines alliierten Bombers, wobei mehrere Häuser zerstört wurden. Es gab drei Tote und mehrere Verletzte. Ebenfalls wurde der Gasthof getroffen, in den Ruinen fand man später die Leiche eines einjährigen Mädchens.[2] Dass es nicht zu weiteren Opfern kam, war dem Zufall zu verdanken, denn die Fremdenzimmer waren erst am Tage zuvor frei geworden. Zu dieser Zeit gehörte die Gastwirtschaft Hinrich Claassen Hinrichs, der sie bereits seit mehreren Jahren führte. Er verstarb drei Monate an den Folgen der durch die Bombe hervorgerufene Schockwirkung auf seinen Körper.[3]
In der Folgezeit wurde der Gasthof wieder aufgebaut und nun von
Galerie
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Der von einer Fliegerbombe getroffene Gasthof am 17. Januar 1941.
Einzelnachweise
- ↑ Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 49
- ↑ Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 39
- ↑ Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 47