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1914 wurde das Molkereigelände um einen langgestreckten Ziegelsteinbau mit Schornstein erweitert (hier befindet sich heute das Mehrparteienhaus). In dem Neubau produzierte ein Fabrikant aus Gronau aus Magermilch gewonnenes Milchpulver. Das Werk wurde auch ''Sanatogenwerk'' (Milchpulverwerk) genannt. Die Zusammenarbeit erwies sich zunächst als förderlich, doch schon wenig später konnten die vorhandenen Milchpulverkapazitäten nicht mehr genutzt werden, sodass die Genossenschaft das Sanatogenwerk im Jahre 1929 zu einem Preis von 50.000 Mark erwarb. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung begann man noch im selben Jahr damit, die Molkereiproduktion auf die Bedürfnisse der Schokoladenindustrie anzupassen. Bekannte Hersteller wie Stollwerk, Mauxion und Trumpf gehörten zu den Abnehmern der Norder Molkerei.<ref name=":2" />
1914 wurde das Molkereigelände um einen langgestreckten Ziegelsteinbau mit Schornstein erweitert (hier befindet sich heute das Mehrparteienhaus). In dem Neubau produzierte ein Fabrikant aus Gronau aus Magermilch gewonnenes Milchpulver. Das Werk wurde auch ''Sanatogenwerk'' (Milchpulverwerk) genannt. Die Zusammenarbeit erwies sich zunächst als förderlich, doch schon wenig später konnten die vorhandenen Milchpulverkapazitäten nicht mehr genutzt werden, sodass die Genossenschaft das Sanatogenwerk im Jahre 1929 zu einem Preis von 50.000 Mark erwarb. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung begann man noch im selben Jahr damit, die Molkereiproduktion auf die Bedürfnisse der Schokoladenindustrie anzupassen. Bekannte Hersteller wie Stollwerk, Mauxion und Trumpf gehörten zu den Abnehmern der Norder Molkerei.<ref name=":2" />


1938 musste der Schornstein des Sanatogenwerks durch den Einbau einer neuen Kesselanlage mit einer Heizfläche von 200 Quadratmetern umgebaut werden. Dieser wurde durch typisch ostfriesische Klinker verstärkt und auf 38 Meter erhöht. Der ein Jahr später einsetzende [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] brachte zunächst kaum Veränderungen im Betriebsalltag mit sich, auch die Produktionsmengen konnten hochgehalten werden. Erst die Nachkriegszeit erwies sich als schwierig, 1947 wurde mit 5 Millionen Litern ein neuer Tiefstwert bei der Milchanlieferung erreicht. Erst 1953 wurde das Vorkriegsniveau wieder erreicht. Die positive Entwicklung der Molkerei wird hierbei vor allem dem Vorsitzenden der Molkereigenossenschaft [[Friedrich Swart|Dr. Friedrich Swart]] zugeschrieben.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 260</ref>
1938 musste der Schornstein des Sanatogenwerks durch den Einbau einer neuen Kesselanlage mit einer Heizfläche von 200 Quadratmetern umgebaut werden. Dieser wurde durch typisch ostfriesische Klinker verstärkt und auf 38 Meter erhöht. Der ein Jahr später einsetzende [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] brachte zunächst kaum Veränderungen im Betriebsalltag mit sich, auch die Produktionsmengen konnten hochgehalten werden. Dies war möglich, da zum Kriegsdienst verpflichtetes Personal durch russische Kriegsgefangene ersetzt wurde.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Norden.pdf Beschreibung von Norden] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Erst die Nachkriegszeit erwies sich als schwierig, 1947 wurde mit 5 Millionen Litern ein neuer Tiefstwert bei der Milchanlieferung erreicht. Erst 1953 wurde das Vorkriegsniveau wieder erreicht. Die positive Entwicklung der Molkerei wird hierbei vor allem dem Vorsitzenden der Molkereigenossenschaft [[Friedrich Swart|Dr. Friedrich Swart]] zugeschrieben.<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 260</ref>


Da die Milchanlieferung in den 1960er Jahren weiter anstieg, wurde ein Neubau notwendig, der 1963 südöstlich des Sanatogenwerks errichtet wurde (hier befindet sich heute die Firma [[Everwien]]). Währenddessen wurde die Milchtrockungsanlage stillgelegt und die Milchtrockung in eine Großanlage nach Leer verlegt, um Kosten zu sparen. Aufgrund der guten Entwicklung konnte die Norder Molkerei schon bald weitere umliegende Molkereien übnernehmen und dank eines neu errichteten Milchlagers auch Tankwagen einsetzen. 1967 wurde die Molkerei in Hilgenriedersiel übernommen, 1973 jene in Marienhafe und 1981 schließlich die [[Molkerei (Süderneuland II)|Süderneulander Molkerei]].<ref name=":3" />
Da die Milchanlieferung in den 1960er Jahren weiter anstieg, wurde ein Neubau notwendig, der 1963 südöstlich des Sanatogenwerks errichtet wurde (hier befindet sich heute die Firma [[Everwien]]). Währenddessen wurde die Milchtrockungsanlage stillgelegt und die Milchtrockung in eine Großanlage nach Leer verlegt, um Kosten zu sparen. Aufgrund der guten Entwicklung konnte die Norder Molkerei schon bald weitere umliegende Molkereien übnernehmen und dank eines neu errichteten Milchlagers auch Tankwagen einsetzen. 1967 wurde die Molkerei in Hilgenriedersiel übernommen, 1973 jene in Marienhafe und 1981 schließlich die [[Molkerei (Süderneuland II)|Süderneulander Molkerei]].<ref name=":3" />