Gerhard Müntinga: Unterschied zwischen den Versionen
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Über das frühe Leben des Gerhard Müntinga ist bislang nichts bekannt. | Über das frühe Leben des Gerhard Müntinga ist bislang nichts bekannt. Zeitweise war er wohl jedoch unter anderem Pächter oder Eigentümer der [[Frisiamühle]], die zu dieser Zeit daher auch als ''Müntiga'sche Mühle'' bekannt war. | ||
Am 22. Oktober 1910 erwarb er das Grundstück einer kürzlich abgebrannten Mühle mit dem erklärten Ziel, auf dem Grundstück eine neue bauen zu lassen. Er entschied sich zum Bau einer Turmwindmühle, einem Mühlentyp, den es bislang in Ostfriesland nicht gab. Turmwindmühlen sind vorwiegend im Mittelmeerraum anzutreffen, weshalb man sie auch als ''Mittelmeertypus'' bezeichnete. Die Ähnlichkeit mit der Mittelmeerform kann aber auch rein zufällig sein. Die Beweggründe jedenfalls, in Ochtersum eine Turmwindmühle zu bauen, sind nicht bekannt. Vermutet werden kann lediglich, dass die Baumeister, die Gebrüder Heeren aus Esens, einen Reiz an dem Bau eines solchen Klinkerbauwerkes verspürten und dass aerodynamische Erkenntnisse den Ausschlag zugunsten dieses Bauwerkes gaben.<ref name=":0">[http://www.muehlenland-niedersachsen.de/fileadmin/Muehlenland/Downloads/M%C3%BChlst._51-11.pdf ''Ochtersumer Turmholländer 100 Jahre alt''], abgerufen am 18. August 2021</ref> | Am 22. Oktober 1910 erwarb er das Grundstück einer kürzlich abgebrannten Mühle in Ochtersum (Landkreis Leer) mit dem erklärten Ziel, auf dem Grundstück eine neue bauen zu lassen. Er entschied sich zum Bau einer Turmwindmühle, einem Mühlentyp, den es bislang in Ostfriesland nicht gab. Turmwindmühlen sind vorwiegend im Mittelmeerraum anzutreffen, weshalb man sie auch als ''Mittelmeertypus'' bezeichnete. Die Ähnlichkeit mit der Mittelmeerform kann aber auch rein zufällig sein. Die Beweggründe jedenfalls, in Ochtersum eine Turmwindmühle zu bauen, sind nicht bekannt. Vermutet werden kann lediglich, dass die Baumeister, die Gebrüder Heeren aus Esens, einen Reiz an dem Bau eines solchen Klinkerbauwerkes verspürten und dass aerodynamische Erkenntnisse den Ausschlag zugunsten dieses Bauwerkes gaben.<ref name=":0">[http://www.muehlenland-niedersachsen.de/fileadmin/Muehlenland/Downloads/M%C3%BChlst._51-11.pdf ''Ochtersumer Turmholländer 100 Jahre alt''], abgerufen am 18. August 2021</ref> | ||
Im Frühjahr 1911 wurde mit dem Bau begonnen und es wurden insgesamt 99.000 Klinkersteine aus der benachbarten Ziegelei Neuschoo verbaut. Der genaue Tag des Baubeginns ist nicht bekannt, denn die Mühle wurde nach Auskunft des Niedersächsischen Staatsarchivs Aurich in der ''Ostfriesischen Mühlenbrand-Societät'' nicht gegen Brand versichert. Wahrscheinlich war dem Eigentümer die Versicherungsprämie zu hoch, zumal die Brandversicherung in den schwierigen Jahren nach der Inflation ihrerseits die Versicherungsleistungen oftmals nicht erbringen konnte. Das Ochtersumer Turmgebäude erhielt fünf Stockwerke und einen 3,50 Meter tiefen Keller. Insgesamt hat das Mühlengebäude eine Höhe von 17 Metern.<ref name=":0" /> | Im Frühjahr 1911 wurde mit dem Bau begonnen und es wurden insgesamt 99.000 Klinkersteine aus der benachbarten Ziegelei Neuschoo verbaut. Der genaue Tag des Baubeginns ist nicht bekannt, denn die Mühle wurde nach Auskunft des Niedersächsischen Staatsarchivs Aurich in der ''Ostfriesischen Mühlenbrand-Societät'' nicht gegen Brand versichert. Wahrscheinlich war dem Eigentümer die Versicherungsprämie zu hoch, zumal die Brandversicherung in den schwierigen Jahren nach der Inflation ihrerseits die Versicherungsleistungen oftmals nicht erbringen konnte. Das Ochtersumer Turmgebäude erhielt fünf Stockwerke und einen 3,50 Meter tiefen Keller. Insgesamt hat das Mühlengebäude eine Höhe von 17 Metern.<ref name=":0" /> | ||