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1946 mietete die Genossenschaft die ehemalige [[Reichsgetreidehalle]] an, ehe sie 1948 einen Neubau am [[Norder Tief]] errichtete. Da die Lagerkapazitäten in den Folgejahren durch die stetig steigende Effizienz der Landwirtschaft durch die Motorisierung immer geringer wurden, baute die Genossenschaft bis 1967 weitere Bauten am neuen Standort an der nach der Genossenschaft benannten [[Raiffeisenstraße]].<ref name=":0" /> Dem Zeitgeist entsprechend wurden vor allem Asbestplatten verwendet. Dieser Baustoff galt damals als Wunderwerkstoff, denn er war robust, feuerfest und vor allem günstig. Die erheblichen Gesundheitsgefahren waren der breiten Massen noch unbekannt.
1946 mietete die Genossenschaft die ehemalige [[Reichsgetreidehalle]] an, ehe sie 1948 einen Neubau am [[Norder Tief]] errichtete. Da die Lagerkapazitäten in den Folgejahren durch die stetig steigende Effizienz der Landwirtschaft durch die Motorisierung immer geringer wurden, baute die Genossenschaft bis 1967 weitere Bauten am neuen Standort an der nach der Genossenschaft benannten [[Raiffeisenstraße]].<ref name=":0" /> Dem Zeitgeist entsprechend wurden vor allem Asbestplatten verwendet. Dieser Baustoff galt damals als Wunderwerkstoff, denn er war robust, feuerfest und vor allem günstig. Die erheblichen Gesundheitsgefahren waren der breiten Massen noch unbekannt.


1968 entstand eine Getreidereinigungs- und Beizanlage, 1972 wurde die ehemalige [[Kalkmühle]] in [[Süderneuland II]] erworben. Drei Jahre später wurde das frühere Kohlenlager der Firma ''T. J. de Vries'' in den Gebäudekomplex an der Raiffeisenstraße nach Erwerb einbezogen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 273</ref> Nicht zuletzt dank der nun ausreichend vorhandenen Lagerkapazitäten konnte die Genossenschaft ihre Absätze in den Folgejahren immer weiter steigen, ehe sie 2009 ein abruptes Ende fand. Der Gebäudekomplex wurde nach mehreren Jahren des Leerstands im Jahre 2017 abgebrochen. Zuletzt war seit dem 3. Juli 2010 die Genossenschaft ''GS Agri'' hier ansässig. Als Grund für die Aufgabe des Norder Standorts gab der Vorstand der Agravis Ems-Jade, einer Tochtergesellschaft der Raiffeisen-Warengenossenschaft, ''allgemeinen Strukturwandels in der Landwirtschaft'' angegeben.<ref>[https://www.oz-online.de/-printartikel/3797513/Nachfolger-fuer-frueheren-Raiffeisen-Markt-Die-Genossenschaft Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 25. Juni 2010], abgerufen am 15. Juli 2021</ref>
In den 1960er Jahren wird die Raiffeisengenossenschaft neuer Pächter der anliegenden [[Deichmühle]]. In diese Zeit fällt der Ausbau der Mehlproduktionsanlagen (Sichter und Walzenstühle) und des Pellsteins. Die Mühle wird nun vor allem zur Getreidelagerung und zur Herstellung von Futtermitteln genutzt. In den Nebengebäuden wurde Düngemittel gelagert. Bis etwa 1968 wurde die Windkraft zum Antrieb der Mühle genutzt und nur bei Windstille auf den Motor zurückgegriffen.<ref name=":02">[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle], abgerufen am 5. Juli 2021</ref>


Von Januar 2015 bis zum Umzug in einen Neubau nahe des [[Norder Tor|Norder Tors]] war das ursprünglich im ehemaligen [[Hotel Henschen]] ansässige Fahrradgeschäft ''Zweirad Thedinga'' seinen provisorischen Sitz im Verwaltungsgebäude, ehe auch dieses 2019 abgebrochen wurde. Auf dem gesamten Gelände entstanden nachfolgend Wohn- und Geschäftshäuser gehobenen Standards. In das vorderen Gebäude zog zudem die ''Agentur für Arbeit'', die bis dahin an der [[Mackeriege]] ansässig war.
1968 entstand eine Getreidereinigungs- und Beizanlage, 1972 wurde die ehemalige [[Kalkmühle]] in [[Süderneuland II]] erworben. Drei Jahre später wurde das frühere Kohlenlager der Firma ''T. J. de Vries'' in den Gebäudekomplex an der Raiffeisenstraße nach Erwerb einbezogen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 273</ref> Nicht zuletzt dank der nun ausreichend vorhandenen Lagerkapazitäten konnte die Genossenschaft ihre Absätze in den Folgejahren immer weiter steigen, ehe sie 2009 ein abruptes Ende fand. Der Gebäudekomplex wurde nach mehreren Jahren des Leerstands im Jahre 2017 abgebrochen. Zuletzt war seit dem 3. Juli 2010 die Genossenschaft ''GS Agri'' hier ansässig. Als Grund für die Aufgabe des Norder Standorts hatte der Vorstand der ''Agravis Ems-Jade'', einer Tochtergesellschaft der Raiffeisen-Warengenossenschaft, "''allgemeinen Strukturwandels in der Landwirtschaft"'' angegeben.<ref>[https://www.oz-online.de/-printartikel/3797513/Nachfolger-fuer-frueheren-Raiffeisen-Markt-Die-Genossenschaft Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 25. Juni 2010], abgerufen am 15. Juli 2021</ref>
 
Von Januar 2015 bis zum Umzug in einen Neubau nahe des [[Norder Tor|Norder Tors]] war das ursprünglich im ehemaligen [[Hotel Henschen]] ansässige Fahrradgeschäft ''Zweirad Thedinga'' seinen provisorischen Sitz im Verwaltungsgebäude, ehe auch dieses 2019 abgebrochen wurde. Auf dem gesamten Gelände entstanden nachfolgend Wohn- und Geschäfts- bzw. Bürohäuser gehobenen Standards. In das vorderen Gebäude zog zudem die ''Agentur für Arbeit'', die bis dahin an der [[Mackeriege]] ansässig war.<


==Galerie==
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