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Der '''Schützenbund Norden e.V.''' ist ein im [[Schützenhaus]] in [[Ekel]] ansässiger Schießsportverein aus Norden.
Der '''Schützenbund Norden e.V.''' ist ein im [[Schützenhaus]] in [[Ekel]] ansässiger Schießsportverein aus Norden. 2021 feierte der Verein sein 100-jähriges Jubiläum.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Der Verein wurde 1921 gegründet und hatte seinen ersten Sitz im [[Ekeler Vorwerk]].<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0627050.jpg)</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23</ref> Hieran erinnert bis heute die gegenüberliegende Straßenbezeichnung [[Schützenwiese]], wo der Verein die jährlichen Schützenfeste abhielt (erstmals im Gründungsjahr, vorläufig letztmalig im August 1938). Nachfolgend beschlagnahmt die Wehrmacht die Zelte der Schützen für eigene Zwecke.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 38</ref>
Der Verein wurde am 16. August 1921 gegründet und hatte seinen ersten Sitz in der Gaststätte ''Zum Stadtpark'' im [[Ekeler Vorwerk]].<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0627050.jpg)</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23</ref> Im Rahmen der Gründung traten die ersten 200 Mitglieder dem neuen Verein bei.<ref name=":0">Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 6</ref>


Nach dem Krieg verboten die Siegermächte in der ganzen Bundesrepublik bewaffnete Verbände, sodass das Vereinsleben vorerst zum Erliegen kam. Erst nach der Gründung der Bundesrepublik konnte der Betrieb um 1950 wieder aufgenommen werden. Einige Jahre später errichteten die Norder Schützen das [[Schützenhaus]] am [[Ekeler Weg]], wo sie bis heute ihren Sitz haben.
Gegenüber des Ekeler Vorwerks veranstaltete der Verein - erstmalig im September 1922 seine jährliche Schützenfeste. Hieran erinnert bis heute die Straßenbezeichnung [[Schützenwiese]]. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten gerieten die Schützenvereine in das Visier der neuen Machthaber, die diese zur vormilitärischen Schulung missbrauchen wollten. Hierdurch kam es bei einigen Mitgliedern zu einem Austritt. Im August 1938 wurde dann auch das vorerst letzte Schützenfest veranstaltet, da die Nationalsozialisten den Verein wegen ihres Widerstrebens verboten.<ref name=":0" /> Nachfolgend beschlagnahmte die Wehrmacht die Zelte der Schützen für eigene Zwecke.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 38</ref>
 
Bereits 1924 erbaute der Verein das [[Schützenhaus]] am [[Ekeler Weg]]. Zur Anlage gehört seit jeher auch eine Schießbahn, die sich bis dahin im Tidofelder Holz (Wald an der Bundesstraße in [[Nadörst]]; gehört zu Lütetsburg) befand. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verboten die Siegermächte in der ganzen Bundesrepublik bewaffnete Verbände, sodass das Vereinsleben weiterhin brach lag. Zudem ließ die britische Militärregierung die Schießbahn abreißen. Das Gebäude selbst blieb unversehrt, da es für Wohnzwecke gebraucht wurde. Noch im Gründungsjahr der Bundesrepublik 1949 konnten die Norder Schützen erneut zusammenfinden und erhielten 1952 die Erlaubnis zum Wiederaufbau einer Schießanlage.<ref name=":0" />
 
In den folgenden Jahrzehnten waren die Schützenfeste ein beliebtes Fest für Jung und Alt und fand traditionell immer am zweiten Wochenende im August statt. Bis 1953 diente das heutige Gelände der [[Conerus-Schule]] (BBS) als Veranstaltungsort, danach fand das Schützenfest stets auf dem [[Marktplatz|Norder Marktplatz]] statt. In den 1990er Jahren ließen die Besucherzahlen merklich ab, die Wirtschaftlichkeit war nicht mehr gegeben. Letztmalig feierten die Schützen ihr Fest daher im Jahre 1997.<ref name=":0" />
 
1956 gründete sich der Schützenspielmannzug, dem bis 1980 zu dessen Eigenständigkeit auch ein Jugendspielmannzug angehörte. Zum 12. April 2003 fusionierte der Schützenspielmannzug mit jenem der [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]].<ref name=":0" /><ref>Archiv der Feuerwehr Norden</ref> Beide Züge hatten mit Mitgliederschwund zu kämpfen und entschlossen sich daher zur Vereinigung als ''Feuerwehr- und Schützenspielmannzug Norden''.
 
Am 16. August 1921 feierte der Schützenbund sein 100-jähriges Bestehen, was mit einer - durch die [[COVID 19-Pandemie]] bedingten kleinen - Feierlichkeit nach dem regelmäßigen Königsschießen gefeiert wurde.<ref name=":0" />


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==