Westerstraße: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Westerstraße ist eine [[Landesstraße]] (L27) in Norden und liegt im Stadtviertel [[Norden (Stadtteil) | Norden]]. Sie grenzt nordöstlich an [[Am Markt]] und südwestlich an einer Kreuzung an die [[Alleestraße]], die [[Feldstraße]] und die [[Knyphausenstraße]]. Nördliche Nebenstraßen sind die [[Weberslohne]], die [[Mühlenlohne]], die [[Lentzlohne]], die [[Posthalterslohne]] und die [[Bührmannslohne]]. Dazu kommen als inoffiziell benannte Wege der [[Apothekers Pad]] und der [[Dokters Pad]]. Südliche Nebenstraßen sind die [[Mackeriege]] und die [[Molkereilohne]]. | Die Westerstraße ist eine [[Landesstraße]] (L27) in Norden und liegt im Stadtviertel [[Norden (Stadtteil) |Norden]]. Sie grenzt nordöstlich an [[Am Markt]] und südwestlich an einer Kreuzung an die [[Alleestraße]], die [[Feldstraße]] und die [[Knyphausenstraße]]. Nördliche Nebenstraßen sind die [[Weberslohne]], die [[Mühlenlohne]], die [[Lentzlohne]], die [[Posthalterslohne]] und die [[Bührmannslohne]]. Dazu kommen als inoffiziell benannte Wege der [[Apothekers Pad]] und der [[Dokters Pad]]. Südliche Nebenstraßen sind die [[Mackeriege]] und die [[Molkereilohne]]. | ||
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Der Name ergibt sich aus dem, vom Stadtkern aus betrachtet, westlichen Verlauf der Straße. | Der Name ergibt sich aus dem, vom Stadtkern aus betrachtet, westlichen Verlauf der Straße. | ||
Es ist anzunehmen, dass die Westerstraße ihren heutigen Namen im Jahr 1966 erhielt, als auch die Osterstraße entsprechend benannt wurde. | Es ist anzunehmen, dass die Westerstraße ihren heutigen Namen im Jahr 1966 erhielt, als auch die Osterstraße entsprechend benannt wurde. Bis dahin waren die Bezeichnungen ''Kleine Westerstraße'' und ''Große Westerstraße'' geläufig (siehe Entwicklung). | ||
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Heute fallen die ''Große Westerstraße'' und die ''Kleine Westerstraße'' unter den Namen ''Westerstraße''. Die heutige [[Mackeriege]] zweigt von der Großen Westerstraße ab, etwa dort, wo die Große Westerstraße in einem Bogen in die Kleine Westerstraße übergeht. Auf der Karte von 1882 kann man sehen, dass die Parzellen auf der Südseite ab Westerstraße 9 große Freiflächen besaßen und bis an die [[Mennonitenlohne]] reichten. Die Grundstücke der Westersraße 1 bis 8 treffen sich mit den Grundstücken der Häuser auf der Westseite des [[Marktplatz | Marktes]]. Die Parzellen auf der Nordseite der Westerstraße sind kleiner.<ref name=":1" /> | Heute fallen die ''Große Westerstraße'' und die ''Kleine Westerstraße'' unter den Namen ''Westerstraße''. Die heutige [[Mackeriege]] zweigt von der Großen Westerstraße ab, etwa dort, wo die Große Westerstraße in einem Bogen in die Kleine Westerstraße übergeht. Auf der Karte von 1882 kann man sehen, dass die Parzellen auf der Südseite ab Westerstraße 9 große Freiflächen besaßen und bis an die [[Mennonitenlohne]] reichten. Die Grundstücke der Westersraße 1 bis 8 treffen sich mit den Grundstücken der Häuser auf der Westseite des [[Marktplatz | Marktes]]. Die Parzellen auf der Nordseite der Westerstraße sind kleiner.<ref name=":1" /> | ||
Ab dem 18. Jahrhundert war die Westerstraße die Straße der Handwerker und Einkaufsstraße der [[Westermarsch |Westermarscher Bauern]].<ref name=":0" /><ref name=":1">Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser. Die Bewohner der Westerstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier 8./9.Januar 2000</ref> Diese ließen sich gerne hierher kutschieren und kehrten nach ihren Einkäufen entweder im [[Lentzhof]] oder im [[Gasthof Waage]] ein. Zwischen den Nachbarn herrschte eine enge Vertraulichkeit. Man kannte und duzte sich und da es beispielsweise mehrere Janssens in der Straße gab, waren Spitznamen sehr geläufig.<ref name=":0" /> | Ab dem 18. Jahrhundert war die Westerstraße die Straße der Handwerker und Einkaufsstraße der [[Westermarsch |Westermarscher Bauern]].<ref name=":0" /><ref name=":1">Schreiber, Gretje (2000): Norder Häuser. Die Bewohner der Westerstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier 8./9.Januar 2000</ref> Diese ließen sich gerne hierher kutschieren und kehrten nach ihren Einkäufen entweder im [[Lentzhof]] oder im [[Gasthof Waage]] ein. Zwischen den Nachbarn herrschte eine enge Vertraulichkeit. Man kannte und duzte sich und da es beispielsweise mehrere Janssens in der Straße gab, waren Spitznamen sehr geläufig.<ref name=":0" /> Wegen der engen Verbundenheit mit der Landwirtschaft dominierten jahrhundertelang vor allem Schmieden, Seilereien und weitere Handwerker, die überwiegend Nutzgegenstände für die Landwirtschaft herstellten, das gewerbliche Leben in der Westerstraße.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 208</ref> | ||
Der Straßenverlauf hat sich seit etwa 1895 nicht geändert.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Zu dieser Zeit konzentrierte sich eine | Der Straßenverlauf hat sich seit etwa 1895 nicht geändert.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Zu dieser Zeit konzentrierte sich eine unverändert hohe Zahl an kaufmännischen und handwerklichen Betrieben entlang der Westerstraße. Ihre Zahl wird mit bis zu 32 angegeben.<ref name=":0" /> Noch heute haben hier zahlreiche Betriebe ihren Sitz, wenngleich nur noch wenige Handwerksbetriebe dazu zählen. | ||
== Gebäude und Plätze == | == Gebäude und Plätze == | ||