Große Stadtbrücke: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Große Stadtbrücke== |- | colspan="2" |{{#display_map: | Title = Große Stadtbrücke | Text = Brücke in Norden | center = 53.59168333638776, 7.213906669723526 | circles = 53.59168333638776, 7.213906669723526 :25 | zoom = 17 | width = 300px | height = 300px }} |- ! colspan="2" |Basisdaten |- |Entstehungszeit |1934 |- |Erhaltungszustand |erhalten (baufällig) |- |Genaue Lage |[…“ |
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Die Brücke befindet sich in einem Bereich, in dem wahrscheinlich schon in vorgeschichtlicher Zeit der natürliche Wasserlauf des Tiefs bei niedrigem Wasserstand gefahrlos überquert werden konnte. Die frühere Furt bzw. heutige Brücke verband somit die isolierte Norder Geestinsel mit dem restlichen ostfriesischen Geestrücken. Um nach Norden zu gelangen, musste man das Tief hier queren. | Die Brücke, die schon seit der Mitte des 16. Jahrhunderts ''Große Stadtbrücke'' genannt wurde, befindet sich in einem Bereich, in dem wahrscheinlich schon in vorgeschichtlicher Zeit der natürliche Wasserlauf des Tiefs bei niedrigem Wasserstand gefahrlos überquert werden konnte. Die frühere Furt bzw. heutige Brücke verband somit die isolierte Norder Geestinsel mit dem restlichen ostfriesischen Geestrücken. Um nach Norden zu gelangen, musste man das Tief hier queren. | ||
Bis zum Bau der [[Bahnhofstraße]] in der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem damit einhergehenden Bau der [[Alte Mühlenbrücke|Mühlenbrücke]] war die [[Brückstraße]] somit das Haupteingangstor zur Stadt. Dementsprechend wird es hier schon sehr lange eine Brücke gegeben haben. Spätestens ab der Zeit um 1600, als das [[Galgentief]] etwas weiter südlich verlegt wurde, lässt sich eine (hölzerne) Brücke nachweisen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 174</ref> Die früheren Brücken verfügten dabei über Holztore, die bei Bedarf geschlossen werden konnten.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 9</ref> | Bis zum Bau der [[Bahnhofstraße]] in der Mitte des 19. Jahrhunderts und dem damit einhergehenden Bau der [[Alte Mühlenbrücke|Mühlenbrücke]] war die [[Brückstraße]] somit das Haupteingangstor zur Stadt. Dementsprechend wird es hier schon sehr lange eine Brücke gegeben haben. Spätestens ab der Zeit um 1600, als das [[Galgentief]] etwas weiter südlich verlegt wurde, lässt sich eine (hölzerne) Brücke nachweisen.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 174</ref> Die früheren Brücken verfügten dabei über Holztore, die bei Bedarf geschlossen werden konnten.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 9</ref> | ||
Die bis heute erhaltene Brücke wurde 1934 errichtet und im Frühjahr 2017 wegen schwerer Baufälligkeit für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 25</ref><ref name=":0" /> Die Sanierungskosten in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro wurden 2020 vom [[Stadtrat|Rat der Stadt Norden]] als zu hoch abgelehnt.<ref name=":0">[https://www.oz-online.de/-news/artikel/848941/Stadt-Norden-will-gut-22-Millionen-Euro-in-Bruecken-stecken Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 6. August 2020], abgerufen am 7. Juni 2021 | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] entging diese Brücke nur knapp ihrer Zerstörung. Fanatiker hatten diese noch in den letzten Kriegstagen mit Sprengstoff versehen, um sie vor dem Überqueren der herannahenden Alliierten zu sprengen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 43</ref> Zudem wurde die Brücke in dieser Zeit temporär mit Panzersperren gesperrt.<ref>Erinnerungen des Zeitzeugen Karl Lampe, kundgetan am 15. Februar 2024</ref> | ||
Die bis heute erhaltene Brücke wurde 1934 errichtet und im Frühjahr 2017 wegen schwerer Baufälligkeit für den allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 25</ref><ref name=":0" /> Die Sanierungskosten in Höhe von etwa 1,1 Millionen Euro wurden 2020 vom [[Stadtrat|Rat der Stadt Norden]] als zu hoch abgelehnt.<ref name=":0">[https://www.oz-online.de/-news/artikel/848941/Stadt-Norden-will-gut-22-Millionen-Euro-in-Bruecken-stecken Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung vom 6. August 2020], abgerufen am 7. Juni 2021</ref> | |||
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