Eilandje: Unterschied zwischen den Versionen
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| Text = Ehemaliger Ort in Norden | | Text = Ehemaliger Ort in Norden | ||
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[[Neuer Weg|Neuen Weg]] und [[Burggraben]] | [[Neuer Weg|Neuen Weg]] und [[Burggraben]] | ||
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Als '''Eilandje''' wurde eine | Als '''Eilandje''' wurde eine kleine Halbinsel (niederdeutsch: ''Eilandje'') im Bereich der heutigen Gabelung des [[Neuer Weg|Neuen Wegs]] und des [[Burggraben|Burggrabens]] bezeichnet. Sie befand sich damit seinerzeit unmittelbar am [[Norder Hafen]], der südwestlich angrenzte und war ursprünglich eine ausgedehnte [[Kalkwarf]].<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 89</ref> Im 16. Jahrhundert soll sich hier auch eine Ziegelei befunden haben, das Gelände war zudem die östliche Begrenzung der Parzellen der [[Sielstraße]].<ref>Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier, 13./14. Juni 1998, S. 8</ref> Zu einer Halbinsel wurde die alte Kalkwarf, nachdem man den Verlauf des [[Norder Tief|Norder Tiefs]] an seine heutige Stelle verlegte nordwestlich der Kalkwarf verlegte und sich ab Ende des 18. Jahrhunderts noch der [[Berumerfehnkanal]] östlich anschloss. | ||
Seit 1786 befand sich hier der zuvor am [[Marktplatz]] aufgestellte [[Pranger]].<ref>Canzler, Gerhard (1992): Pranger in Norden, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 25. Juli 1992, S. 23</ref> | Die Eigentumsverhältnisse an dem Eilandje, das sich an der südlichen Stadtgrenze befand, war lange Zeit umstritten. Wegen der unmittelbaren Lage am [[Zweites Siel|Siel]] sah sich die [[Sielacht]] als rechtmäßige EIgentümerin, doch ebenso pochte die Stadt darauf, dass ihr das Eilandje gehörte. Mehrere Gerichtsverfahren endeten letztendlich zugunsten der Stadt.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 91</ref> | ||
[[Datei:Plan Hafen.jpg|mini|Stadtgebiet mit Wasserläufen um 1900, etwa mittig die alte Sägemühle auf dem Eilandje]] | |||
Bereits 1714 wurde hier eine Sägemühle errichtet. Seit 1786 befand sich hier der zuvor am [[Marktplatz]] aufgestellte [[Pranger]].<ref>Canzler, Gerhard (1992): Pranger in Norden, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 25. Juli 1992, S. 23</ref> Bis zum Herbst 1963 betrieb die [[Am Markt]] ansässige [[Holzhandlung Frericks]] diese Sägemühle. Nachfolgend musste sie einer Verbreiterung des [[Norder Tief|Norder Tiefs]] weichen. Bis Anfang des 21. Jahrhunderts befand sich auf der Fläche dann die [[Tankstelle Carls|Carls'sche Tankstelle]], heute liegt das Gelände brach. | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||