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'''Gerhard Müntinga''' war ein Müllermeister, der sowohl in Norden, als auch in Ochtersum (Landkreis Leer) Windmühlen betrieb. Er wohnte an der (nach heutiger Nummerierung) [[Osterstraße]] 155 oder 156, seit 1937 steht dort das [[Haus Hasbargen]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181</ref> Seine Mühle befand sich zwischen dem [[Neuer Weg|Neuen Weg]] und der [[Große Hinterlohne|Großen Hinterlohne]], heute steht dort das Gebäude der [[Raiffeisenbank-Volksbank Norden]].
'''Gerhard G. Müntinga''' war ein Müllermeister, der sowohl in Norden, als auch in Ochtersum (Landkreis Leer) Windmühlen betrieb. Er wohnte an der (nach heutiger Nummerierung) [[Osterstraße]] 155 oder 156, seit 1937 steht dort das [[Haus Hasbargen]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 181</ref> Seine Mühle befand sich zwischen dem [[Neuer Weg|Neuen Weg]] und der [[Große Hinterlohne|Großen Hinterlohne]], heute steht dort das Gebäude der [[Raiffeisenbank-Volksbank Norden]].


== Leben ==
== Leben ==
Über das frühe Leben des Gerhard Müntinga ist bislang nichts bekannt. Sicher ist, dass seine Familie eine Mühle zwischen am heutigen [[Neuer Weg 17]] hatte, die zu dieser Zeit daher auch als ''Müntiga'sche Mühle'' bekannt war. Auch das Grundstück gehörte der Familie, weshalb naheliegt ist, dass sie nicht nur Pächter, sondern auch Eigentümer der Mühle waren.
Über das frühe Leben des Gerhard Müntinga ist bislang nichts bekannt. Sicher ist, dass seine Familie eine Mühle zwischen am heutigen [[Neuer Weg 17]] hatte, die zu dieser Zeit daher auch als ''Müntiga'sche Mühle'' bekannt war. Auch das Grundstück gehörte der Familie, weshalb naheliegt ist, dass sie nicht nur Pächter, sondern auch Eigentümer der Mühle waren.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 14</ref><ref name=":02">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 263</ref>


Am 22. Oktober 1910 erwarb er das Grundstück einer kürzlich abgebrannten Mühle in Ochtersum (Landkreis Leer) mit dem erklärten Ziel, auf dem Grundstück eine neue bauen zu lassen. Er entschied sich zum Bau einer Turmwindmühle, einem Mühlentyp, den es bislang in Ostfriesland nicht gab. Turmwindmühlen sind vorwiegend im Mittelmeerraum anzutreffen, weshalb man sie auch als ''Mittelmeertypus'' bezeichnete. Die Ähnlichkeit mit der Mittelmeerform kann aber auch rein zufällig sein. Die Beweggründe jedenfalls, in Ochtersum eine Turmwindmühle zu bauen, sind nicht bekannt. Vermutet werden kann lediglich, dass die Baumeister, die Gebrüder Heeren aus Esens, einen Reiz an dem Bau eines solchen Klinkerbauwerkes verspürten und dass aerodynamische Erkenntnisse den Ausschlag zugunsten dieses Bauwerkes gaben.<ref name=":0">[http://www.muehlenland-niedersachsen.de/fileadmin/Muehlenland/Downloads/M%C3%BChlst._51-11.pdf ''Ochtersumer Turmholländer 100 Jahre alt''], abgerufen am 18. August 2021</ref>
Am 22. Oktober 1910 erwarb er das Grundstück einer kürzlich abgebrannten Mühle in Ochtersum (Landkreis Leer) mit dem erklärten Ziel, auf dem Grundstück eine neue bauen zu lassen. Er entschied sich zum Bau einer Turmwindmühle, einem Mühlentyp, den es bislang in Ostfriesland nicht gab. Turmwindmühlen sind vorwiegend im Mittelmeerraum anzutreffen, weshalb man sie auch als ''Mittelmeertypus'' bezeichnete. Die Ähnlichkeit mit der Mittelmeerform kann aber auch rein zufällig sein. Die Beweggründe jedenfalls, in Ochtersum eine Turmwindmühle zu bauen, sind nicht bekannt. Vermutet werden kann lediglich, dass die Baumeister, die Gebrüder Heeren aus Esens, einen Reiz an dem Bau eines solchen Klinkerbauwerkes verspürten und dass aerodynamische Erkenntnisse den Ausschlag zugunsten dieses Bauwerkes gaben.<ref name=":0">[http://www.muehlenland-niedersachsen.de/fileadmin/Muehlenland/Downloads/M%C3%BChlst._51-11.pdf ''Ochtersumer Turmholländer 100 Jahre alt''], abgerufen am 18. August 2021</ref>