Ufke Cremer

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Ufke Cremer (* 30. September 1887 in Timmel; † 16. Oktober 1958 in Norden) war der bedeutendste Heimatforscher unserer Stadt. Seinen jahrzehntelangen Forschungen ist ein großer Teil des Wissens über die Norder Stadtgeschichte zu verdanken. Ihm zu Ehren wurde die Ufke-Cremer-Straße benannt.

Leben

Ufke Cremer wurde als Sohn eines Lehrers in Timmel geboren. Schon bald nach der Geburt zog die Familie jedoch nach Norden, wo Cremer aufwuchs und sein Leben lang bleiben sollte. Nach dem Abitur am Ulrichsgymnasium studierte er Lehramt und wurde 1918 selbst Lehrer an seiner alten Schule. Hier unterrichtete er Geschichte, Latein und Griechisch sowie zu Beginn seiner Laufbahn auch Musik und Geografie.

In den 1920er Jahren begann er, die Norder Geschichte herauszuarbeiten. Seine Stellung als Gymnasiallehrer (Studienrat) ermöglichte es ihm, sich umfangreiche Materialien aus dem Staatsarchiv in Aurich zu leihen. Sein Vorbild war Friedrich Sundermann, der Jahre vor ihm bereits umfangreiche Werke zur Regionalgeschichte verfasste. In den 1930er Jahren war er er unter anderem an der Veröffentlichung des "Ostfriesenwart", des Mitteilungsblattes der ostfriesischen Heimatvereine, beteiligt. Von 1943 bis 1945 war er Mitglied der Ostfriesischen Landschaft.

Nach seiner Pensionierung fasste Cremer seine zahlreichen Forschungen zusammen und veröffentlichte sie, womit er sich selbst ein Denkmal setzte. Die Ostfriesische Landschaft schreibt ihm zu, dass er zu einem Schlag Menschen gehört, "die aus Bescheidenheit ihr Licht unter den Scheffel stellen und eines Anstoßes bedürfen, um ihr Wissen nicht mit sich sterben zu lassen.".

Quellenverzeichnis

  • Deeters, Walter (1993): Ostfriesische Landschaft. Biographie des Ufke Cremer, Aurich (Link)

Siehe auch