Martensdorf
Martensdorf | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| {{#multimaps: | Title = Martensdorf | Text = Gemeindestraße in Norden | center = 53.5923978367812, 7.192064088104621 | marker = 53.5923978367812, 7.192064088104621 | zoom = 16 | width = 300px | height = 300px
}} | |
| Basisdaten | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Westgaste | |||||||
| Erschließungsjahr | nach 1895 | |||||||
| Namensgebung | nach 1895 | |||||||
| Historische Namen | keine | |||||||
Martensdorf ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Westgaste. Die Straße grenzt nördlich an Im Spiet und südlich an die Alleestraße. Östlich geht die Scipio-Nellner-Straße ab.
Geschichte
Herkunft des Namens
Der Straßenname entstammt einem Rufnamen (Marten). Denkbar ist aufgrund seiner kirchlichen Vergangenheit (siehe unten) jedoch auch eine Benennung nach dem heiligen Martin (Martini). Der Namensbestandteil "Dorf" verweist auf seine Gründungsform als Siedlung.
Entwicklung
Im 10. Jahrhundert ergriff der Bischof von Bremen um das heutige Martensdorf Besitz und gründete hier als einen Stützpunkt eine Siedlung, die Teil der Sandbauerschaft wurde und später in dessen Ortsteil Westgaste aufging, nachdem die Siedlung wüst fiel.[1] Die Straße an sich wurde jedoch erst nach 1895 erschlossen, wie die preußische Grundkarte aus diesem Zeitraum veranschaulicht.[2]
Für das Jahr 1848 sind 65 Einwohner belegt, die in 15 Wohnhäusern wohnten. Ein durchschnittlicher Haushalt umfasste folglich 4-5 Personen.[3]
Gebäude und Plätze
Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern, von denen es sich zum Großteil um Mehrfamilienhäuser handelt.
Zwischen Martensdorf und dem Funkweg befand sich während der französischen Besatzungszeit Ostfrieslands (1810-1813) ein Lager französischer Husaren, weshalb der Bereich dort auch Husarenstück genannt wird. Hier befand sich einst eine Funkstation von Norddeich Radio. Heute hat hier der Verein "Selbständiges Betreutes Wohnen e.V.", der sich der Wohn- und Lebenshilfe von entsprechend hilfsbedürftigen Menschen verschrieben hat, seinen Sitz.