Bahnhof Norden-Stadt
Bahnhof Norden-Stadt | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1894-1895 | |||||||
| Erbauer | Preußische Staatseisenbahnen | |||||||
| Bauweise | Bahnhof | |||||||
| Erhaltungszustand | um 1983 abgebrochen | |||||||
| Genaue Lage | Im Winkel von Im Horst
und der Osterstraße | |||||||
Der Bahnhof Norden-Stadt (auch: Haltestelle Norden-Stadt; umgangssprachlich: Kleiner Bahnhof bzw. Lüttje Bahnhof) war ein 1895 eröffneter Bahnhof mit einliegender Gastwirtschaft nahe der Eisenhütte in Ekel. Erst seit der Eingemeindung der Gemeinde Sandbauerschaft zum 1. April 1919 lag der Bahnhof innerhalb der Stadtgrenzen, wurde jedoch schon vorher Norden-Stadt bezeichnet.
Geschichte
Der Bau des Bahnhofs ging mit dem gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufkommenden Wunsch der Stadt Norden einher, zumindest einen kleinen Bahnhof in Zentrumsnähe zu besitzen.[1] Die seinerzeit nur etwa 0,9 km² kleine Stadt verfügte dafür jedoch über keinerlei Flächen, sodass bereits auch der so genannte Bahnhof Norden nicht innerhalb der Stadtgrenzen, sondern relativ weit außerhalb in der damals noch eigenständigen Gemeinde Süderneuland I lag.
So kam es zu Verhandlungen zwischen der Stadt und der Eisenhütte, an deren Ende letztere der Stadt für 7.500 Mark eine etwa 4.000 m² große Fläche an der Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole überließ, damit diese hier einen Bahnhof bzw. eine Haltestelle errichten konnte. Die Eisenhütte selbst hatte sich bereits 1892 bei der Erweiterung der Bahnstrecke nach Norddeich einen Anschluss an das Bahnnetz gesichert.[2] Nach Beginn der Baumaßnahmen im Jahre 1894 konnten diesem im Folgejahr fertiggestellt und der Bau am 1. März 1895 eingeweiht werden.[3][4]
Im Norder Volksmund wurde die Haltestelle schon früh als Lüttje Bahnhof (Kleiner Bahnhof) bezeichnet, was auch der Name einer dort befindlichen Gaststätte war. Gastwirt J. Fransen pflegte in seinem Garten Hühner und Pfaue zu halten. Seine Gaststätte war Gründungslokal mehrerer Vereine, so etwa des Boxclub Norden.[5]
Der Fahrplanwechsel am 28. Mai 1983 besiegelte auch das endgültige Ende des Bahnhofs Norden-Stadt. Formell war die Station bis dahin zwar noch in den Fahrplänen der Emslandstrecke verzeichnet, jedoch hatte dort bereits seit Anfang der 1970er Jahre kein Zug mehr gehalten.
Durch den Modelleisenbahnclub Norden wurde der Bahnhof 2006 in ihren Vereinsräumen detailgetreu im Maßstab 1:87 nachgebaut. Die Erbauer stützten sich bei der Gestaltung vor allem auf Aussagen von Zeitzeugen, da nur wenige bekannte Bilder von diesem Bahnhof existieren.[6]
Galerie
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Das Haus Landmann (links) schräg gegenüber des Bahnhofs (nicht im Bild) im Jahre 1907.
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Eine Aufnahme, vermutlich aus der Zeit um 1920.
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Ansicht der Gastwirtschaft um 1940. Die Osterstraße hieß zu dieser Zeit noch Adolf-Hitler-Straße.
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Die Eisenhütte, vermutlich in der Zeit um 1950. Unten links im Bild der Bahnhof Norden-Stadt. Rechts der beiden Schornsteine die Osterburg.
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Der vom Modelleisenbahnclub Norden nachgebaute Bahnhof.
Einzelnachweise
- ↑ Gerdes, Ute (2018): 200 Jahre Orsteil Nadörst (Online-Veröffentlichung)
- ↑ Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 104
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S 100
- ↑ Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 5
- ↑ Zeitzeugenbefragung vom 23. Oktober 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 2. Dezember 2006, abgerufen am 26. April 2021