Hof Lintel

Aus Norder Stadtgeschichte
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Hof Lintel

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1700
Erbauer unbekannt
Bauweise Gutshof
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Parkstraße 5 - 7

26506 Norden

Der Hof Lintel (früher: Hof Cremer) ist ein großer Gutshof an der Parkstraße in Ostlintel. Er wurde nach seiner landwirtschaftlichen Nutzung anderen Zwecken zugeführt, eine dazugehörige Scheune diente bespielsweise lange Zeit als Auktionshalle, das Hauptgebäude selbst beherbergte noch bis etwa 2010 eine Begegnungsstätte und wird heute unter dem Namen to huus zur Betreuung unbegleiteter, minderjähriger Flüchtlinge genutzt.

Der Hof Lintel darf nicht mit dem benachbarten Gut Lintel verwechselt werden.

Geschichte

Wann genau der Hof errichtet wurde, lässt sich nicht mehr mit Sicherheit sagen. Aller Wahrscheinlichkeit gehen seine Ursprünge jedoch auf die Zeit des Bestehens der Idzingaburg zurück, die in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts abgebrochen wurde. Der Linteler Hof, seinerzeit auch Gut Lintel genannt, hat heute keine Beziehung mehr zum heute Gut Lintel genannten, benachbarten Anwesen. Der Hof war vermutlich ein Vorwerk der Idzingaburg und diente dessen Unterhalt. Zum Hof gehörten 50 Diemat Land, also ungefähr 285.000 qm, die sich vorwiegend auf das nähere Umland konzentrierten. Der heutige Hof stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert, seine Bewohner lassen sich seit dem 16. Jahrhundert nachweisen.[1]

Bis zu dessen Tod im Jahre 1864 gehörte der Hof zum umfangreichen Besitz des wohlhabenden Kaufmanns Sicco Doden Cremer. Aus dieser Erbschaft heraus gelangte dessen Enkel Sicco Theodor van Hülst - direkt oder indirekt - 1871 in den Besitz des Hofs und ließ diesen bewirtschaften.[2][3] Der mehr als 40 Hektar große Hof umfasste neben dem Haupthaus weitere Wirtschaftsgebäude, so etwa eine Scheune, die später als Auktionshalle bekannt wurde.[3]

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript
  2. Haddinga, Johann (2017): Biographie des Sicco Thedor van Hülst, veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft
  3. 3,0 3,1 Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 102

Siehe auch