Centralkaufhaus | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| {{#multimaps: | Title = Centralkaufhaus | Text = Gebäude in Norden | center = 53.59635218026412, 7.207831753921611 | circle = 53.59635218026412, 7.207831753921611 : 15 | zoom = 18 | width = 300px | height = 300px
}} | |
| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 1924 | |||||||
| Erbauer | C. Carstens | |||||||
| Bauweise | verputzter Backsteinbau | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Osterstraße 15 - 16
26506 Norden | |||||||
Das Ceka Centralkaufhaus (kurz: Ceka) an der Osterstraße 15 - 16 blickt auf eine bis in das Jahr 1572 zurückreichende Historie zurück. In weiten Teilen seiner Geschichte war das hier befindliche Gebäude ein Gasthof bzw. ein Hotel. Letztmalig 1924 neu erbaut, beherbergt es seit 1956 ein Kaufhaus.
Geschichte
Am Standort des heutigen Centralkaufhaus soll sich bereits 1572 ein Gasthof namens In de gulden Wagen oder auch De golden Kutzwagen befunden haben, der insbesondere bei den sogenannten Geusen ein beliebter Treffpunkt gewesen sein soll.[1] Die Geusen waren niederländische Aufständische bzw. Protestanten, die sich im Achtzigjährigen Krieg (1568 - 1648) gegen die Obrigkeit auflehnten und daher Verfolgung ausgesetzt waren. Viele von ihnen flohen als Glaubensflüchtlinge nach Ostfriesland und gingen der Piraterie nach.
Um 1812 besaß der Bierbrauer und Kaufmann Jan Gerjets Cremer das Grundstück. Bis zum Jahr 1897 wurde hier eine Schankwirtschaft mit kleinem Saal betrieben. In dieser Zeit werden zwei unverheiratete Schwestern mit Namen Taddigs als Eigentümer im Grundbuch genannt.[1]
Kurze Zeit später kauft ein C. Carstens die Gastwirtschaft und richtete hier nach einem Umbau mehrere Gästezimmer ein. Aufgrund seiner zentralen Lage nannte er das Gebäude (nach alter Schreibweise) Central-Hotel. Während des Ersten Weltkriegs erwarb Carstens das Nebengebäude (nach heutiger Nummerierung wäre dies die Nummer 15) hinzu, das bis dahin einem Schuster namens Teekenbörg gehörte und ließ es 1924 mitsamt des Stammgebäudes abbrechen.[2] Auf beiden Grundstücken errichtete er das bis heute bestehende Gebäude.
Die Kosten für diesen imposanten Bau waren jedoch so umfangreich, dass der Sohn des Erbauers, Wilhelm Carstens, schon bald gezwungen war, das Gebäude mitsamt Grundstück in einer Zwangsversteigerung zu veräußern. Hier sprang die Stiefmutter von Wilhelm, Anna Carstens, in die Bresche und erwarb das Hotel. Sie bewirtschaftete es bis zum 1. Januar 1944 weiter, ehe sie es an eine Familie Heidelbach verkaufte. Diese wiederum veräußerte es nach dem Krieg an Heinrich Siwek aus Tidofeld, der hier eine Schlachterei betrieb. Einen Teil der Räume vermietete er an Möbel Gerdsmeier.[2]
Mitte der 1950er Jahre erwarb der aus Westpommern stammende bzw. vertriebene Karl-Heinz Radefeldt das Gebäude und richtete ein nach ihm benanntes Kaufhaus (Radefeldt) ein.[2] Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 31. März 1956, weshalb eine Eröffnung in dieser Zeit zu suchen ist.[3]