Bahnhof Norddeich | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | um 1889 | |||||||
| Erbauer | Deutsche Reichsbahn | |||||||
| Bauweise | Bahnhof | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | nordöstlich der | |||||||
Der Bahnhof Norddeich war ursprünglich der "richtige" Bahnhof von Norddeich. Er darf hierbei nicht mit dem Bahnhof Norddeich-Mole verwechselt werden.
Geschichte
1883 erhielt Norden einen Anschluss an das Eisenbahnnetz, in dessen Zuge auch der (alte) Norder Bahnhof in Süderneuland I errichtet wird. Das touristisch aufstrebende Norddeich und insbesondere Norderney kann von den Reisenden jedoch weiterhin nicht per Bahn erreicht werden. Sie müssen also in Süderneuland umsteigen und mittels Kutschen zu den Fähranlegern transportiert werden.
Von 1889 bis 1892 gleicht Norddeich einer Großbaustelle. In diesem Zuge wird der Molenkopf errichtet und vier Wochen nach der Fertigstellung der Mole schließlich auch der Bahnhof Norddeich-Mole errichtet.[1] Zuvor wurde der Bahnhof Norddeich fertiggestellt, der im Gegensatz zu seinem Pendant am Molenkopf nicht bloß eine Haltestelle ist.
Am 15. Februar 2005 setzte sich aus ungeklärter Ursache ein auf dem Abstellgleis befindlicher InterCity selbstständig in Bewegung, walzte den Prellbock am Gleisende nieder und rollte die Böschung runter. Der Steuerwagen sprang aus den Schienen, da diese hier endeten.[2]
Von Ende Oktober 2008 bis Frühjahr 2009 fanden umfangreiche Arbeiten an den Bahngleisen statt. Die drei von Hand betriebenen Stellwerke für Weichen und Signale wurden auf elektronische Stellwerke umgestellt. Durch die Stellwerksumstellung werden in Norddeich zwölf Arbeitsplätze von Fahrdienstleitern und Weichenwärtern gestrichen, die dazugehörigen Gebäude abgerissen. Im Gegensatz zum Stellwerk am Norder Bahnhof standen diese nicht unter Denkmalschutz. Die zwei Stellwerkhäuser wurden 1912 errichtet, die Stellwerktechnik aus dem Jahre 1930 wurde demontiert und dienten vorübergehend als Ersatzteile für ähnlich alte Anlagen. Die Mitglieder des Vereins Museumeisenbahn Küstenbahn Ostfriesland hatten Interesse an einer Weiternutzung der Gebäude gezeigt, allerdings war die Entfernung zwischen dem Lokschuppen, den der Verein betreibt, und dem Stellwerkhäuschen zu groß. Außerdem liegen auch Gleise zwischen beiden Gebäuden.[3]
Trivia
Für fahrradfahrende Ortskundige ist das Bahnhofsgelände eine beliebte Abkürzung. Es existiert ein steiler Verbindungsweg zur Molenstraße.
Einzelnachweise
- ↑ Obenaus, Herbert (2005): Historisches Handbuch der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen, Göttingen, S. 1123
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 17. Februar 2005, abgerufen am 26. April 2021
- ↑ Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 6. November 2008, abgerufen am 26. April 2021