Eine Warft (auch Warf, Werfte u.a.) ist ein künstlich angelegter, aus Erde aufgeschütteter Siedlungshügel, der dem Schutz von Menschen und Tieren bei Sturmfluten dienen soll. Vor dem Beginn des Deichbaus in Ostfriesland um das Jahr 1000 waren Warften der einzige Schutz vor Sturmfluten. Der Vorteil von Warften war, dass diese - im Vergleich zu einem Deich - relativ schnell erbaut waren. Außerdem wurden durch den Bau von Deichen auch Entwässerungsmaßnahmen notwendig, denn diese hielten das Wasser letztlich auf beiden Seiten zurück. Der größte Nachteil von Warften ist und war jedoch, dass sie nicht die für den Lebensunterhalt notwendigen Felder schützten. So waren die Felder nach Überflutungen regelmäßig zerstört und versalzen, die Ernte damit verloren.