Neuer Weg | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Stadtteil/-viertel | Norden | |||||||
| Erschließungsjahr | vor 1255 | |||||||
| Namensgebung | um 1509 | |||||||
| Historische Namen | Hindenburgstraße
Langer Weg | |||||||
Der Neue Weg ist eine Gemeindestraße in Norden und liegt im Stadtviertel Norden. Die Straße grenzt nördlich an die Osterstraße und die Kleine Mühlenstraße und südlich an die Brückstraße und die Dammstraße. An den Neuen Weg grenzen auf beiden Seiten mehrere namenhafte und -lose Lohnen bzw. Gassen und Straßen an. Die westlich gelegenen, benannten Lohnen und Straßen sind der Synagogenweg, die Große Neustraße, die Coneruslohne und die Vogelhändlergasse, bei den östlichen handelt es sich um die Doornkaatstraße, die Bäko-Passage und Hooge Thun.
Geschichte
Herkunft des Namens
Der Name ergibt sich aus seiner Eigenschaft als neu angelegter Weg, der bereits früh geschaffen wurde und sich bildlich immer wieder neu selbst erfand.
Entwicklung
Nach einem Brand im Jahre 1509 wurde der Lange Weg (longam plateam), der bis dahin ungefähr nur bis zur späteren Großneustraße ging, wiederhergestellt. Der Weg erhielt einen neuen Namen und nannte sich fortan Neuer Weg, der jetzt nach Süden hin verlängert bis an das Galgentief führte. Der Neue Weg war aber keine Sackgasse, da sich östlich die Brückstraße und westlich die Dammstraße öffneten. In den 1542 angelegten Kontraktenprotokollen wird als Straßenname ebenfalls "Neuer Weg" angegeben. Der Neue Weg war schon im 16. Jahrhundert die Geschäftsstraße von Norden. Auffallend ist, dass im 16. Jahrhundert bis ca. 1630 reiche Emder Familien versuchten, in Norden am Neuen Weg Fuß zu fassen. Hausbesitzer an der Ostseite hielten zur damaligen Zeit hinter ihren Häusern Gärten, deren Grenze die Große Hinterlohne bildete. Viele Bürger bewirtschafteten zusätzlich zwischen der Großen Hinterlohne und der Kleinen Hinterlohne einen oder mehrere Äcker. Die Bezeichnung des Neuen Weges reichte im 16. Jahrhundert auf der Ostseite laut Steuerlisten bis zur Brücke, die über das Galgentief führte. Das wäre aus heutiger Sicht gesehen bis zur Brückstraße Nr. 5. Die Bewohner der Westseite des Neuen Weges besaßen Gärten, deren Grenze die Helle bildete und teilweise zusätzlich einen Acker oder Garten, deren Grenze die Heringstraße ausmachte, die im 16. Jahrhundert nur vereinzelt bebaut war. Die Einwohnerschaft des Neuen Weges setzte sich hauptsächlich aus Handwerkern und wohlhabenden Kaufleuten zusammen, nur vereinzelt waren Tagelöhner zu finden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Neue Weg in "Hindenburgstraße" umgetauft und erhielt nach dem Zweiten Weltkrieg wieder seinen heutigen Namen.[1]
Mindestens seit etwa 1895 hat sich der Straßenverlauf nicht geändert.[2]
Gebäude und Plätze
Der Neue Weg ist die wichtigste Einkaufsstraße Nordens und von zentraler Bedeutung. Hier finden sich eine Vielzahl der unterschiedlichsten Geschäfte, Restaurants und Hotels. Dazu kommen einige Betriebe, Praxen, Kanzleien und sonstige Einrichtungen. Alle Gebäude werden zumindest im Erdgeschoss gewerblich genutzt, darüber befinden sich in der Regel Wohnungen.